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Betonberechnung für Stützmauer: Volumen in m³

Berechnet das Betonvolumen für eine Stützmauer aus Wand und Fundamentplatte, einschließlich Verschnittzuschlag. Optional mit Kostenschätzung.

Eine Stützmauer mit 8 m Länge, 1,5 m Wandhöhe, 25 cm Wanddicke und einer Fundamentplatte von 75 × 40 cm benötigt 3,0 m³ Beton für die Wand und 2,4 m³ für die Fundamentplatte. Insgesamt sind das 5,4 m³, bevor der Verschnittzuschlag hinzukommt. Wer die Fundamentplatte bei der Bestellung übersieht, bestellt zu wenig Beton und muss eine zweite Lieferung abwarten, während die Baustelle stillsteht.

Dieser Rechner berücksichtigt beide Bauteile automatisch. Sie geben die Länge der Mauer, die Wandhöhe, die Wanddicke sowie Breite und Dicke der Fundamentplatte ein und erhalten das Volumen, das Sie bestellen sollten. Die Methode entspricht dem üblichen Vorgehen bei einfachen Stahlbeton-Stützmauern, bei denen Wand und Fundament getrennt gemessen und addiert werden. Die Ergebnisse sind Mengen für die Bestellung, keine Freigabe für die Ausführung.

Typische Anwendungsfälle sind ein Hanggrundstück, ein Geländesprung zum Nachbargrundstück oder eine Terrassierung im Garten. Ein Hang mit geringem Höhenunterschied verlangt eine andere Dimensionierung als eine Mauer, die ein Grundstück um mehrere Meter abfängt. Der Rechner ermittelt die Betonmenge, er ersetzt aber nicht die Bemessung. Die Bewehrung, die Standsicherheit und die Frage, ob eine Genehmigung nötig ist, klären Sie mit einem Tragwerksplaner und dem zuständigen Bauamt.

Der Rechner setzt eine gleichbleibende Querschnittsgeometrie voraus. Bei verjüngten Wänden, abgetreppten Fundamenten oder stark wechselnder Geländehöhe messen Sie die Abschnitte getrennt und addieren die Volumina.

Für die Kostenschätzung gilt dasselbe. Der Rechner multipliziert das Volumen mit dem Betonpreis pro Kubikmeter und erfasst damit nur den Betonanteil. Armierungsstahl, Schalung, Aushub und Arbeitsleistung sind darin nicht enthalten. Vergleichen Sie den Richtwert mit mindestens zwei Angeboten von Transportbetonwerken in Ihrer Region.

Das Ergebnis wird automatisch aktualisiert.

Nutzhöhe über dem Boden, ohne das Fundament

Niedrige Mauern: 20–25 cm; höhere Mauern: 30–40 cm

Faustregel: 3× die Wanddicke. Bei einer Wand von 25 cm ein Fundament von 75 cm.

Typisch: 30–50 cm. Dickere Fundamente für höhere Mauern.

5 % bei Transportbeton (Lieferung per Fahrmischer); 8–10 % bei Baustellenbeton aus dem Betonmischer

Richtwert für Transportbeton. Passen Sie den Wert an Ihren Kostenvoranschlag an.

Zu bestellendes Volumen

4,25m³

inkl. 5 % Verschnitt auf 4,05 m³ Grundvolumen

Volumen der Wand
2,25 m³
Volumen des Fundaments
1,80 m³
Grundvolumen (ohne Verschnitt)
4,05 m³
Verschnittzuschlag
5 % enthalten
Teilen

Funktionsweise

1

Geben Sie die Länge der Stützmauer in Metern ein, gemessen entlang der Mittelachse der Mauer.

2

Tragen Sie die nutzbare Höhe der Wand über dem Gelände in Metern ein, ohne die Fundamentplatte.

3

Geben Sie die Wanddicke in Zentimetern ein, wie sie im Tragwerksplan festgelegt ist.

Formel

V = (L × H × d/100 + L × bF/100 × dF/100) × (1 + W/100)
V — Zu bestellendes Gesamtvolumen Beton (m³)
L — Länge der Stützmauer entlang der Mittelachse (m)
H — Höhe der Wand über dem Gelände (m)
d — Dicke der Wand (cm)
bF — Breite der Fundamentplatte (cm)
dF — Dicke der Fundamentplatte (cm)
W — Verschnittzuschlag (%)

So wird gerechnet

Betonbedarf für eine Stützmauer berechnen

Eine Stützmauer hält Erdreich auf einer Seite zurück, etwa an einem Hang, an einem Geländesprung zum Nachbargrundstück oder bei einer Terrassierung im Garten. Wer den Betonbedarf vor der Bestellung richtig ermittelt, vermeidet zwei typische Probleme. Entweder fehlt Material, und das Bauteam wartet auf die Nachlieferung, oder es bleibt Beton übrig, der sich nicht sinnvoll verwenden lässt. Beides lässt sich mit einer sauberen Rechnung vermeiden, die beide Bauteile einzeln erfasst.

Die beiden Bauteile einer Stützmauer

Eine Stahlbeton-Stützmauer besteht immer aus zwei Teilen. Die Wand ist der aufgehende Teil, der sichtbar ist und den Erddruck aufnimmt. Die Fundamentplatte liegt im Boden und verteilt das Gewicht der Mauer sowie die Horizontalkräfte auf den Baugrund. Bei einer überschlägigen Rechnung wird die Fundamentplatte leicht übersehen, obwohl sie einen spürbaren Anteil am Gesamtbeton stellt. Deshalb führt der Rechner beide Volumina getrennt auf.

Aufbau der Berechnung

Das Volumen der Wand ergibt sich aus Länge, Höhe und Dicke. Da die Dicke in Zentimetern eingegeben wird, teilt man sie durch 100, um Meter zu erhalten. Das Volumen der Fundamentplatte ergibt sich aus Länge, Breite und Dicke der Platte, ebenfalls mit Umrechnung in Meter. Beide Werte werden addiert, und erst am Ende wird gerundet, damit sich keine Rundungsfehler aufsummieren. Danach wird der Verschnittzuschlag aufgeschlagen, weil auf der Baustelle immer etwas Beton verloren geht, etwa beim Transport, beim Einfüllen in die Schalung und durch Unebenheiten im Aushub.

Die Formel lautet:

V = (L × H × d/100 + L × bF/100 × dF/100) × (1 + W/100)

Die Klammer enthält die Summe aus Wand- und Fundamentvolumen, der Faktor (1 + W/100) den Verschnittzuschlag. Als Länge L ist die Mittelachse der Mauer einzusetzen. Die Formel setzt einen rechteckigen Querschnitt voraus, bei dem Wand und Fundamentplatte über die gesamte Länge gleich bleiben.

Dimensionierung

Die Abmessungen von Wand und Fundamentplatte hängen von der Mauerhöhe, dem Erddruck, dem Baugrund und den Lasten ab. Sie werden im Tragwerksplan festgelegt und nicht aus Erfahrungswerten übernommen. Die Zahlen in diesem Rechner, also 25 cm Wanddicke und 75 × 40 cm Fundamentplatte, sind Beispielannahmen für die Eingabe. Sie sind keine Bemessungswerte und dürfen nicht ungeprüft übernommen werden.

Rechenbeispiele

Für eine Mauer mit 8 m Länge, 1,5 m Wandhöhe, 25 cm Wanddicke und einer Fundamentplatte von 75 × 40 cm ergibt sich folgende Rechnung:

  • Wand: 8 × 1,5 × 0,25 = 3,0 m³
  • Fundamentplatte: 8 × 0,75 × 0,40 = 2,4 m³
  • Grundvolumen: 5,4 m³
  • Mit angenommenen 5 % Verschnitt: 5,67 m³

Auf volle Kubikmeter aufgerundet ergibt das eine Bestellmenge von 6 m³. Die Liefermenge und eine mögliche Mindestabnahme klären Sie vor der Bestellung mit dem Betonwerk.

Ein zweites Beispiel zeigt eine längere Mauer: 12 m Länge, 1,2 m Wandhöhe, 25 cm Wanddicke und eine Fundamentplatte von 75 × 40 cm. Die Wand ergibt 12 × 1,2 × 0,25 = 3,6 m³, die Fundamentplatte 12 × 0,75 × 0,40 = 3,6 m³. Hier entfällt auf die Fundamentplatte genauso viel Beton wie auf die Wand, das Grundvolumen beträgt 7,2 m³. Mit einem angenommenen Verschnittzuschlag von 10 % ergeben sich 7,92 m³.

Betonklasse und Expositionsklasse

Die Festigkeitsklasse legt der Tragwerksplaner fest. Sie wird in der Form Cxx/yy angegeben, zum Beispiel C20/25 oder C25/30. Die erste Zahl bezeichnet die charakteristische Druckfestigkeit am Zylinder, die zweite die am Würfel. Die Klasse C25/30 hat also 25 MPa am Zylinder und 30 MPa am Würfel. Maßgeblich für die Wahl ist die Expositionsklasse nach DIN EN 206 in Verbindung mit DIN 1045-2, also die Frage, ob der Beton Feuchtigkeit, Frost, Tausalz oder aggressiven Böden ausgesetzt ist. Die Bewehrung aus Betonstahl gehört nicht zu dieser Rechnung. Sie wird im Tragwerksplan festgelegt und ist im Volumen nicht enthalten.

Häufige Fehler

Der erste Fehler ist, die Fundamentplatte nicht zu erfassen oder erst auf der Baustelle zu messen. Dann fehlt Beton, oder die Bestellung muss nachgebessert werden.

Der zweite Fehler ist die Messung der Länge an der Innenseite einer gekrümmten Mauer. Die Innenseite einer Kurve ist kürzer als die Mittelachse, daher wird zu wenig bestellt. Messen Sie die Länge deshalb entlang der Mittelachse.

Der dritte Fehler ist ein zu knapp gewählter Verschnittzuschlag, besonders bei Beton, der auf der Baustelle gemischt wird. Hier steigt der Verlust durch Transport, Mischen und Unebenheiten im Aushub.

Der vierte Fehler ist eine Verwechslung der Einheiten. Wanddicke und Dicke der Fundamentplatte werden in Zentimetern eingegeben, Länge und Höhe in Metern. 25 cm entsprechen 0,25 m, nicht 2,5 m. Wird eine Dicke in Metern statt in Zentimetern eingetragen, weicht das Ergebnis um den Faktor 100 ab.

Aussparungen wie Entwässerungsöffnungen oder Dehnfugen verringern das Volumen nur geringfügig. Der Rechner zieht sie nicht ab, was auf der sicheren Seite liegt.

Wann die Berechnung nicht ausreicht

Der Rechner gilt nicht für Stützmauern mit besonderen Anforderungen. Dazu gehören Mauern, die Verkehrslasten, Gebäude oder einen Hang mit Wasserdruck aufnehmen müssen, Mauern in Gebieten mit hohem Grundwasserstand, Standorte mit weichem, schlecht tragfähigem Untergrund sowie Mauern mit geneigter Krone oder Rücksprüngen. In diesen Fällen liefert der Rechner nur einen Anhaltspunkt. Der Baugrund sollte durch ein Baugrundgutachten beurteilt werden, und die Fundamentplatte ist danach zu bemessen.

Genehmigung und Fachplanung

Ob eine Stützmauer genehmigungspflichtig ist und ab welcher Höhe, regelt die Landesbauordnung (LBO) des jeweiligen Bundeslandes. Die Landesbauordnungen beruhen auf der von den Bauministerien der Länder gemeinsam erarbeiteten Musterbauordnung (MBO), weichen im Detail aber voneinander ab. Der verbindliche Wortlaut ist im Gesetz- und Verordnungsblatt des jeweiligen Landes veröffentlicht. Der Bebauungsplan der Gemeinde kann zusätzliche Vorgaben zu Höhen oder Abständen zur Grundstücksgrenze machen. Je höher die Mauer ist und je näher sie an Gebäuden oder öffentlichen Verkehrsflächen liegt, desto wichtiger ist die Beteiligung eines Tragwerksplaners. Die Standsicherheit des Erdreichs wird nach DIN EN 1997 (Eurocode 7) nachgewiesen, die Bemessung des Stahlbetons erfolgt nach DIN EN 1992 (Eurocode 2).

Kostenschätzung

Der Kostenteil ist eine Orientierung, die nur den Beton erfasst. Betonpreise schwanken je nach Region, Liefermenge, Festigkeitsklasse und Zuschlägen für kleine Mengen. Fragen Sie beim Betonwerk nach Mindestabnahmemenge und Anfahrtszuschlag und vergleichen Sie mehrere Angebote. Armierung, Schalung, Aushub und Arbeitsleistung kommen als eigene Posten hinzu und werden in dieser Rechnung nicht berücksichtigt.

Häufig gestellte Fragen

Wie berechnet man die Betonmenge für eine Stützmauer?

Berechnen Sie das Volumen der Wand (Länge × Höhe × Dicke) und das Volumen der Fundamentplatte (Länge × Breite × Dicke) getrennt, addieren Sie beide Werte und schlagen Sie den Verschnittzuschlag auf. Für eine 6 m lange Mauer mit 1,5 m Höhe, 25 cm Wanddicke und einer angenommenen Fundamentplatte von 75 × 40 cm ergibt sich: Wand 6 × 1,5 × 0,25 = 2,25 m³, Fundamentplatte 6 × 0,75 × 0,40 = 1,80 m³, Grundvolumen 4,05 m³. Mit einem angenommenen Verschnittzuschlag von 5 % sind das 4,25 m³.

Welche Abmessungen sollte die Fundamentplatte einer Stützmauer haben?

Die Abmessungen legt der Tragwerksplaner im Rahmen der Bemessung fest. Sie hängen von der Mauerhöhe, dem Erddruck, dem Baugrund und den Lasten ab. Im Rechner dient eine Breite von 75 cm bei 25 cm Wanddicke nur als Beispielwert. Für die Bestellung sind die Maße aus dem Tragwerksplan zu übernehmen, und bei größerer Höhe ist eine statische Berechnung in der Regel erforderlich.

Welche Betonklasse ist für eine Stützmauer geeignet?

Die Festigkeitsklasse legt der Tragwerksplaner fest, maßgeblich ist die Expositionsklasse nach DIN EN 206 in Verbindung mit DIN 1045-2. Die Angabe C25/30 bedeutet eine charakteristische Zylinderdruckfestigkeit von 25 MPa und eine Würfeldruckfestigkeit von 30 MPa. Lassen Sie sich die Klasse vor der Bestellung im Gespräch mit dem Transportbetonwerk bestätigen.

Worin unterscheidet sich eine Stützmauer von einer Gartenmauer?

Eine Gartenmauer grenzt Flächen ab oder dient als Sichtschutz und hält kein Erdreich dauerhaft zurück. Eine Stützmauer nimmt den Erddruck, das Eigengewicht und gegebenenfalls Lasten aus Verkehr oder Bebauung auf. Deshalb braucht sie eine bemessene Bewehrung und eine dimensionierte Fundamentplatte. Ob eine Mauer ohne statische Berechnung errichtet werden darf, richtet sich nach der Landesbauordnung des jeweiligen Bundeslandes.

Welche Normen gelten für eine Stützmauer aus Beton?

Für die Bemessung des Stahlbetons gilt der Eurocode 2 in der deutschen Fassung DIN EN 1992-1-1 mit dem Nationalen Anhang. Die Standsicherheit des Erdreichs regelt DIN EN 1997 (Eurocode 7). Für die Betoneigenschaften gilt DIN EN 206 in Verbindung mit DIN 1045-2. Ob eine Baugenehmigung erforderlich ist, regelt die Landesbauordnung, und das Bauamt der Gemeinde gibt dazu Auskunft.

Wann braucht man für eine Stützmauer eine Baugenehmigung?

Das hängt vom Bundesland ab. Die Landesbauordnung legt fest, ab welcher Höhe und unter welchen Bedingungen eine Stützmauer genehmigungspflichtig ist. Die Landesbauordnungen beruhen auf der Musterbauordnung (MBO), unterscheiden sich im Detail aber, und einige Länder kennen Ausnahmen für kleine Anlagen. Der verbindliche Wortlaut ist im Gesetz- und Verordnungsblatt des jeweiligen Landes veröffentlicht. Auch der Bebauungsplan der Gemeinde kann Vorgaben machen, etwa zu Höhen oder Abständen zur Grundstücksgrenze. Fragen Sie vor Baubeginn beim Bauamt nach. Eine Mauer ohne erforderliche Genehmigung kann zu Auflagen oder Rückbauanordnungen führen.

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Von RivoCalc · Geprüft nach unseren redaktionellen Richtlinien · Aktualisiert am 30. Juni 2026

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Schätzwerte für die Mengenermittlung. Sie ersetzen weder die statische Berechnung durch einen Tragwerksplaner noch die Prüfung durch die zuständige Baubehörde. Der tatsächliche Bedarf hängt von Aushub, Unebenheiten des Untergrunds, Aussparungen und Arbeitsweise ab. Die Kostenangaben sind Richtwerte, die tatsächlichen Preise richten sich nach Region, Liefermenge und Angebot.