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Einbauschrank-Rechner: Laufmeter und Kosten

Berechnet Laufmeter und Kosten für Einbauschränke in Deutschland: Modulsystem, Maßanfertigung oder begehbarer Kleiderschrank, mit oder ohne Installation.

In einem Schlafzimmer mit Doppelbett und 3 Metern verfügbarer Wand benötigt ein Einbauschrank in der Regel 2,4 bis 3 Laufmeter (lfm). Die Tiefe beeinflusst die Laufmeter nicht, sondern nur die freie Fläche im Raum. Der Laufmeter ist die Bezugsgröße, die sowohl die benötigte Menge an Material als auch die Gesamtkosten der Maßnahme bestimmt.

In deutschen Wohnungen und Häusern ist die Wand zwischen zwei Türöffnungen oder zwischen einem Fenster und einer Ecke oft die einzige Stelle, an der ein Schrank Platz findet. Eine Nische, ein Heizkörper oder eine Schräge verringert die nutzbare Breite zusätzlich. Wer diese Breite vor dem Einholen von Angeboten ermittelt, kann die Angebote auf gleicher Grundlage vergleichen. Das gilt besonders in Altbauten, in denen Wände selten exakt rechtwinklig oder parallel verlaufen.

Der Rechner ermittelt die Gesamtlaufmeter aus der Anzahl der Räume und der Breite je Raum. Anschließend multipliziert er die Summe aus Materialpreis und Installationspreis je Laufmeter mit diesen Laufmetern. Die gewählte Ausführungsstufe legt fest, welcher Preis je Laufmeter vorbelegt wird, und lässt sich an das tatsächliche Angebot anpassen.

Die Berechnung ersetzt weder ein Aufmaß vor Ort noch ein verbindliches Angebot. Sie zeigt jedoch die Größenordnung und hilft dabei, Angebote für Modulsysteme aus dem Möbelhandel und für Maßanfertigungen durch Tischlereien einheitlich zu bewerten. Gerade bei Maßanfertigungen unterscheiden sich die Angebote oft stark, weil Umfang, Oberfläche und Innenausstattung nicht überall gleich festgelegt sind. Wer die Laufmeter kennt, erkennt schnell, ob ein Angebot die tatsächliche Breite der Wand berücksichtigt. Ein Angebot mit klar benannter Breite und Tiefe ist deshalb leichter zu prüfen als eines ohne Angaben.

Das Ergebnis wird automatisch aktualisiert.

Anzahl der Zimmer oder Bereiche, die einen Einbauschrank erhalten sollen.

Gesamtbreite des Schranks in jedem Raum, in Metern.

Wert wird automatisch nach Ausstattungsniveau gesetzt; passen Sie ihn an Ihren Kostenvoranschlag an.

Laufmeter gesamt

4,8lfm

Anzahl der Räume × Laufmeter pro Raum.

Materialkosten
1.344 €
Montagekosten
432 €
Geschätzte Gesamtkosten
1.776 €
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Funktionsweise

1

Anzahl der Räume mit Einbauschrank angeben.

2

Laufmeter je Raum festlegen. Die Wandbreite an drei Höhen messen und den kleinsten Wert übernehmen.

3

Ausführungsstandard wählen und den Preis je Laufmeter an das Angebot anpassen.

Formel

GK = LFM × (PM + PI)
GK — Geschätzte Gesamtkosten
LFM — Gesamtlaufmeter in lfm (Anzahl der Räume × lfm je Raum)
PM — Materialpreis je Laufmeter
PI — Installationspreis je Laufmeter (0, wenn nicht enthalten)

So wird gerechnet

Einbauschränke: Laufmeter, Typen und Kosten

Der Einbauschrank gehört zu den Einrichtungen, die einen Raum sowohl im Nutzungsgrad als auch im Gesamteindruck deutlich verändern. In Deutschland stehen dabei zwei Wege zur Wahl: Modulsysteme, die sich fertig montieren lassen, und Maßanfertigungen durch einen Tischler oder eine Schreinerei. Bevor Angebote eingeholt werden, lohnt es sich, die benötigten Laufmeter zu ermitteln, denn daran hängen Material, Installation und Gesamtkosten.

Der Laufmeter als Bezugsgröße

Ein Einbauschrank wird immer in Laufmetern (lfm) angegeben, unabhängig von Türtyp, Höhe oder Innenaufteilung. Ein Schlafzimmer mit 2,5 Metern verfügbarer Wand benötigt 2,5 lfm Einbauschrank. Liegt der Platz zwischen zwei Türöffnungen bei 3,6 m, entspricht das 3,6 lfm.

Die Tiefe bestimmt nicht die Laufmeter, wohl aber die freie Fläche im Raum. Ein Unterschied von wenigen Zentimetern kann in einem schmalen Zimmer den Unterschied zwischen einem bequemen Durchgang und einem beengten Raum ausmachen.

Die Höhe reicht in der Regel vom Boden bis zur Decke. Maßanfertigungen lassen sich an jede Raumhöhe anpassen. Modulsysteme arbeiten dagegen mit vorgegebenen Höhen, die gegebenenfalls oben mit einer Blende oder einem Abschluss ergänzt werden.

Der Rechner verwendet genau diese Logik: Die Anzahl der Räume multipliziert mit den Laufmetern je Raum ergibt die Gesamtlaufmeter. Diese Menge wird mit der Summe aus Materialpreis und Installationspreis je Laufmeter multipliziert.

Ein Beispiel: Drei Räume mit je 2,5 lfm ergeben 7,5 lfm Gesamtlaufmeter. Jeder zusätzliche Laufmeter erhöht das Ergebnis um die Summe aus Materialpreis und Installationspreis je Laufmeter, unabhängig davon, wie groß der Raum ist. Deshalb ist der Laufmeter die wichtigste Stellgröße beim Vergleich von Angeboten.

Typen von Einbauschränken

Drehtüren sind die klassische Lösung. Sie benötigen vor dem Schrank freie Fläche mindestens in der Breite eines Türflügels und eignen sich für Schlafzimmer mit ausreichender Grundfläche. Die Entscheidung hängt vor allem von der verfügbaren Grundfläche ab.

Schiebetüren eignen sich besonders für kleinere Räume, weil für das Öffnen keine Fläche benötigt wird. Sie laufen vor dem Schrank, sodass nie die gesamte Breite gleichzeitig zugänglich ist. Maßanfertigungen mit Schiebetüren sind in vielen Ausführungen erhältlich, etwa mit Spiegel-, Glas- oder Holzfronten.

Offener Schrank (begehbarer Kleiderschrank ohne Türen) verzichtet auf Türen. Der Innenausbau ist vergleichbar mit anderen Systemen, doch entfallen die Kosten für die Türen. Nachteile sind die Staubbelastung und die direkte Lichteinwirkung, die Kleidung und Oberflächen beeinträchtigen können.

Ausführungsstufen und ihr Leistungsumfang

Einstieg (Modulsystem): Modulsysteme sind die Einstiegsvariante mit festen Standardmaßen. Die Montage übernimmt häufig der Nutzer selbst, Montageservices können separat beauftragt werden. Die Gestaltung ist durch die Module begrenzt.

Standard (Maßanfertigung durch Schreiner): Ein Schreiner fertigt den Schrank mit exakten Zuschnitten für die jeweilige Nische. Der Innenausbau erfolgt im Detail, mit Fachböden, Kleiderstange, Trennwänden, Schubladen und Schuhfächern. Die Anpassung an die Nische macht diese Stufe in der Ausführung aufwendiger als ein Modulsystem.

Premium (begehbarer Kleiderschrank, hochwertige Schiebetüren): Diese Stufe wird als Teil der Raumplanung umgesetzt. Die Oberflächen reichen von Hochglanzlack über Glas und Spiegel bis zu Furnierholz. Die Innenausstattung umfasst häufig eine LED-Beleuchtung, gedämpftes Schließen und Auszüge für Krawatten oder Gürtel.

In der Praxis bietet die Standardstufe für Schlafzimmer meist ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Ausstattung und Aufwand. Die Premiumstufe bleibt meist dem Hauptschlafzimmer vorbehalten, wenn das Budget es zulässt. Ein möglicher Kompromiss besteht darin, für alle Räume die Standardstufe zu wählen und nur im Hauptschlafzimmer die Innenausstattung zu erweitern, etwa um Auszüge oder eine Beleuchtung.

Typische Fehler bei der Planung

Ein häufiger Fehler ist ein ungenaues Aufmaß. Die Planzeichnung stimmt selten mit der Wirklichkeit überein: Wände verlaufen nicht exakt parallel, Böden weisen leichte Gefälle auf, und Installationsschächte oder Säulen verringern die Breite. Die Norm DIN 18202 legt Toleranzen für Maße im Hochbau fest, weshalb Abweichungen vom Planmaß einkalkuliert werden müssen. Die Breite sollte an drei Höhen gemessen werden, oben, in der Mitte und unten. Maßgeblich ist der kleinste Wert.

Der zweite Fehler ist die Vernachlässigung des Öffnungsbereichs von Drehtüren. Ein Türflügel mit 80 cm Breite benötigt diese Breite vor dem Schrank, sobald er geöffnet ist. In einem engen Raum sind Schiebetüren die sachgerechte Lösung, selbst wenn der Preis je Laufmeter etwas höher liegt.

Der dritte Fehler ist die fehlende Planung der Elektroinstallation. Ein Schrank mit LED-Beleuchtung benötigt einen Stromanschluss im Schrank oder an der angrenzenden Wand. Wird die Installation vor der Bestellung geplant, lassen sich spätere Eingriffe und Zusatzkosten vermeiden.

Ein weiterer Punkt betrifft Wandvertiefungen. Soll der Schrank tiefer in eine Trockenbauwand eingelassen werden, verändert dies die Statik oder erfordert zumindest eine Abstimmung, besonders bei tragenden Wänden.

Wann ein Fachbetrieb sinnvoll ist

Modulsysteme mit einfacher Montage lassen sich in Eigenregie aufbauen, sofern die Anleitung des Herstellers vorliegt. Bei Maßanfertigungen mit Schiebetüren oder Innenbeleuchtung entscheidet die Erfahrung des Installateurs über Ausrichtung, Laufruhe und Oberflächenqualität. Ein Ausrichtungsfehler ist nach dem Einbau nur mit erheblichem Aufwand zu beheben.

Eingriffe in die Wandstruktur, etwa um den Schrank tiefer einzubauen, und Elektroinstallationen erfordern besondere Sorgfalt. Für Elektroinstallationen ist die Norm DIN VDE 0100 maßgeblich, weshalb die Arbeiten einem Elektrofachbetrieb übertragen werden sollten. Bei Eingriffen in tragende Wände ist eine Prüfung durch einen Tragwerksplaner ratsam.

Angebote richtig vergleichen

Angebote lassen sich nur vergleichen, wenn sie dieselben Angaben enthalten. Sinnvoll ist es, mehrere Angebote einzuholen, die auf demselben Aufmaß beruhen. Maßgeblich sind die Gesamtbreite in Laufmetern, die Tiefe, der Türtyp und die Ausführung der Oberflächen. Außerdem sollte klar sein, ob die Installation, die Anlieferung und die Demontage eines vorhandenen Schranks enthalten sind oder gesondert berechnet werden.

Häufig fehlen Positionen wie Wandanschlussarbeiten, Spachtelung oder Malerarbeiten nach dem Einbau. Solche Leistungen wirken sich auf den Endpreis aus, ohne im Preis je Laufmeter sichtbar zu werden. Wer die geschätzten Gesamtkosten aus dem Rechner mit dem Angebot abgleicht, erkennt solche Lücken früh.

Bei Maßanfertigungen lohnt außerdem die Nachfrage nach der Materialstärke der Platten, nach der Art der Beschläge und nach dem Umfang der Gewährleistung. Diese Angaben sind im Laufmeterpreis nicht zwingend enthalten, bestimmen aber das Erscheinungsbild und die Haltbarkeit des Schranks im Alltag. Die Mängelrechte richten sich nach den §§ 437 ff. BGB beim Kaufvertrag beziehungsweise nach den §§ 634 ff. BGB beim Werkvertrag, weshalb vereinbarte Leistungen schriftlich festgehalten werden sollten.

Wann dieser Rechner nicht geeignet ist

Der Rechner geht von einer einfachen, durchgehenden Wandlänge aus. Bei Dachschrägen, Nischen mit unregelmäßigem Grundriss oder Schrägen ist die Wandlänge nur bedingt aussagekräftig, und ein Aufmaß durch den ausführenden Betrieb ist erforderlich. Ebenso wenig erfasst er Sonderlösungen wie Schrankeinbauten mit Sonderbeschlägen oder Raumteiler.

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Laufmeter Einbauschrank benötigt ein Schlafzimmer mit Doppelbett?

In einem Schlafzimmer mit Doppelbett und 2,5 bis 3 Metern verfügbarer Wand reichen meist 2,4 bis 3 Laufmeter (lfm) aus. In kleineren Räumen können 1,8 bis 2,4 lfm genügen. Maßgeblich ist die verfügbare Wandbreite abzüglich Türen, Fenstern und eventueller Vorsprünge oder Säulen. Am besten wird an drei Höhen gemessen, wobei der kleinste Wert gilt.

Welche Tiefe sollte ein Einbauschrank haben?

Die Tiefe richtet sich nach dem verfügbaren Raum und danach, wie viel Platz Kleidung auf Bügeln benötigt. Modulsysteme haben die Tiefe des jeweiligen Herstellers, bei Maßanfertigungen wird sie mit dem Tischler abgestimmt. Jeder zusätzliche Zentimeter beansprucht Bodenfläche im Raum, was in schmalen Schlafzimmern vor der Bestellung geprüft werden sollte. Die Tiefe beeinflusst die Laufmeter nicht, wohl aber die Bewegungsfreiheit.

Drehtüren oder Schiebetüren: Was ist der praktische Unterschied?

Drehtüren benötigen freie Fläche vor dem Schrank, mindestens in der Breite eines Türflügels. Schiebetüren laufen vor dem Schrank und beanspruchen keine zusätzliche Fläche im Raum, geben aber nie gleichzeitig Zugang zur gesamten Breite. In kleineren Schlafzimmern sind Schiebetüren deshalb die übliche Lösung. Bei Drehtüren sollte zusätzlich geprüft werden, ob Heizkörper, Lichtschalter oder Bettkanten im Öffnungsbereich liegen.

Maßanfertigung oder Modulsystem: Was lohnt sich mehr?

Modulsysteme haben festgelegte Maße, und ihre Innenaufteilung bleibt begrenzt. Eine Maßanfertigung durch einen Tischler passt sich genau an die Nische an, erlaubt jede Innenaufteilung und lässt sich in den Oberflächen frei auf die Wünsche abstimmen. Welche Variante sich lohnt, hängt davon ab, wie unregelmäßig die Wand ist und wie stark die Innenaufteilung genutzt werden soll. Für einen fairen Vergleich sollten alle Angebote auf denselben Laufmetern beruhen.

Wie lange dauert der Einbau eines Einbauschranks?

Die Dauer des Einbaus hängt von Umfang, Ausführung und Anzahl der Türen ab. Modulsysteme lassen sich in der Regel schneller aufbauen als Maßanfertigungen, die eine Vorlaufzeit und eine Montage vor Ort erfordern. Schränke mit integrierter Beleuchtung können zusätzliche Zeit für die Elektroinstallation erfordern. Den zu erwartenden Zeitraum sollte der ausführende Betrieb im Angebot nennen.

Wann sollte ein Fachbetrieb den Einbau übernehmen?

Bei Modulsystemen mit einfacher Montage kann der Einbau nach der Anleitung des Herstellers selbst erfolgen. Bei Maßanfertigungen, besonders mit Schiebetüren oder Innenbeleuchtung, sorgt ein spezialisierter Betrieb für korrekte Ausrichtung und Oberflächenqualität. Bei Eingriffen in tragende Wände ist eine Prüfung durch einen Tragwerksplaner ratsam. Für Elektroinstallationen ist die Norm DIN VDE 0100 maßgeblich, weshalb die Arbeiten einem Elektrofachbetrieb übertragen werden sollten.

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Von RivoCalc · Geprüft nach unseren redaktionellen Richtlinien · Aktualisiert am 13. Juli 2026

Die Ergebnisse sind Schätzungen. Der tatsächliche Aufwand hängt von Raumform, Wandzustand, gewählten Materialien, Ausführungsstufe und Montageart ab. Vor der Auftragsvergabe sind ein Aufmaß vor Ort und verbindliche Angebote einzuholen.