Zum Hauptinhalt springen

Elektroschweißmatte: Anzahl und Gewicht berechnen

Berechnet die Anzahl der Elektroschweißmatten für Stahlbetondecken und Estriche. Inklusiv Gesamtgewicht und Kostenschätzung.

Eine Elektroschweißmatte Ø5 mit 150×150 mm Abstand in Standardformat 6,0×2,4 m deckt 14,4 m² ab und wiegt etwa 24 kg. Für eine Betondecke von 50 m² mit zwei Lagen: Mit 10 % Verschnitt ist die Fläche 55 m², was 4 Matten pro Lage entspricht (8 Matten insgesamt). Dieser Rechner bestimmt die erforderliche Anzahl von Matten und das Gesamtgewicht des Stahls auf Grundlage der Fläche, des Mattentyps und der Lagenzahl.

Das Ergebnis wird automatisch aktualisiert.

Konsultieren Sie die Tragwerksplanung für die genaue Mattenbezeichnung. Die gebräuchlichsten Typen in Standardbauweise sind 150×150 Ø6 und 100×100 Ø6.

Standard-Matte in Deutschland: 6,0 m

Standard-Matte in Deutschland: 2,4 m

Empfohlen: 10 % für regelmäßige Decken, 15 % bei Aussparungen oder komplexen Stoßstellen.

Erforderliche Matten

3Matten

für 33,0 m² (mit Verschnitt)

Gesamtgewicht des Stahls

98kg

im Verhältnis von 2,96 kg/m²

Mattenfläche
14,40
Matten-Typ
150×150 mm, Ø6 mm (~3,0 kg/m²) – Standard-Decke, Terrasse
Teilen

Funktionsweise

1

Wählen Sie den Typ der Elektroschweißmatte gemäß Tragwerksplanung.

2

Geben Sie die Gesamtfläche zum Bewehren in Quadratmetern ein.

3

Überprüfen Sie die Mattendimensionen (Standard in Deutschland: 6,0 m × 2,4 m).

Formel

P = ⌈A × (1 + d) / (C × L)⌉ | W = A × (1 + d) × w
PAnzahl der Matten (Aufrundung)
AZu bewehrende Fläche (m²)
dVerschnitt als Dezimalzahl (z.B. 0,10 für 10 %)
CMattenlänge (m)
LMattenbreite (m)
WGesamtgewicht des Stahls (kg)
wFlächengewicht der Matte (kg/m²), ermittelt aus dem Drahtquerschnitt

So wird gerechnet

Elektroschweißmatte: Berechnung für Decken und Estriche

Die Elektroschweißmatte ist eine Stahlbewehrung aus fabrikverschweißten, gerippten Stahldrähten, die ein regelmäßiges Gitterfeld bilden. Sie unterscheidet sich von traditionellen Bewehrungen (Stabstahl, in situ gebunden) durch ihre maßliche Genauigkeit, schnelle Verlegung und geringes Fehlerpotenzial beim Achsenabstand der Stäbe.

In der Hochbaupraxis findet sich die Elektroschweißmatte in Drucklamellen von Hohldecken, in massiven Flachdecken mit geringen Spannweiten, in tragfähigen Estrichen und in Stützwänden. Bei größeren Projekten mit ingenieurmäßig bemessenen Lasten kann sie auch in Fundamenten und besonderen Stahlbetonelementen vorkommen.

Berechnung der Elektroschweißmatte

Der Ausgangspunkt ist die zu bewehrende Fläche in Quadratmetern. Die Matten haben normierte Abmessungen: Das in Deutschland gebräuchlichste Format ist 6,0 m × 2,4 m (14,4 m² pro Matte). Dies ist das Standard-Lieferformat bei Baustoffhandel und Fachhändlern.

Die Mattenanzahl berechnet sich durch Abrundung der Fläche mit Verschnitt durch die Mattenfläche nach oben. Für eine Decke von 30 m² mit 10 % Verschnitt und Matten von 14,4 m²: ⌈30 × 1,10 / 14,4⌉ = ⌈2,29⌉ = 3 Matten.

Das Gesamtgewicht des Stahls ergibt sich aus dem Produkt der bewehrten Fläche (mit Verschnitt) und der Flächengewicht der gewählten Matte, berechnet auf Grundlage des Querschnitts der Stahldrähte (Referenzdichte: 7.850 kg/m³, gemäß EN 10080).

Elektroschweißmatten-Typen auf dem deutschen Markt

Die Auswahl des Mattentyps ergibt sich aus der Tragwerksplanung. Maßgebend ist der erforderliche Bewehrungsquerschnitt pro Meter (mm²/m), festgelegt durch Spannweitenberechnung, Dicke und einwirkende Lasten.

MatteAbstandDurchmesserGewicht (kg/m²)Typische Anwendung
150×150 mm Ø5150 mm5 mm~2,1Estrich, leichte Anwendungen
150×150 mm Ø6150 mm6 mm~3,0Standard-Decke, Terrasse
100×100 mm Ø6100 mm6 mm~4,4Tragfähige Decke, Stützwand
100×100 mm Ø8100 mm8 mm~7,9Schwere Bewehrung, Fundamente

Das Mattengewicht pro Matte ist auf der Verpackung angegeben, was die Überprüfung der Bestellung beim Lieferanten erleichtert.

Verschnitt richtig kalkulieren

Für regelmäßige Rechteckdecken ist 10 % der Standard-Verschnittwert in der deutschen Baupraxis. Dieser Wert deckt Schnitte an den Rändern (wenn die Abmessung nicht ein Vielfaches der Mattenbreite ist), Stoßstellen zwischen Matten (üblicherweise ein Mattenabstand, 10–15 cm pro Stoß) und Beschädigungen beim Transport und der Verlegung ab.

Bei Decken mit Aussparungen für Treppen, Revisionstüren oder Durchführungen wird empfohlen, auf 15 % zu erhöhen. Bei unregelmäßigen Deckengrundrissen ist die detaillierte Berechnung nach Bewehrungsplan die einzige zuverlässige Methode, um Übermengen zu vermeiden.

In der Praxis bestellen Bauverantwortliche stets eine Matte mehr als berechnet: Nachträge wegen Materialfehlbestand sind teurer als eine überschüssige Matte.

Häufige Fehler bei der Mattenbestellung

Der häufigste Fehler ist die Bestellung nach der Nettofläche der Decke ohne Berücksichtigung von Stoßstellen. Wenn zwei Matten aufeinanderstoßen, ist ein Mindest-Übergriff von einem Mattenabstand in jeder Richtung erforderlich: Bei 150 mm Matte entspricht dies 15 cm Übergriff pro Stoß. Bei einer Decke mit mehreren Stoßstellen kann Nichtberücksichtigung der Übergriffe den Materialverbrauch um 8–10 % unterschätzen.

Der zweite Fehler ist die Verwendung einer anderen Referenz als die in der Tragwerksplanung angegebene. Die Biegetragfähigkeit der Decke hängt vom Bewehrungsquerschnitt pro Meter (mm²/m) ab; der Austausch einer Ø6/150-Matte durch eine Ø5/150-Matte reduziert diesen Querschnitt um etwa 30 % und beeinträchtigt die Traglast der fertiggestellten Decke erheblich.

Wann sollte man einen Tragwerksplaner konsultieren

Dieser Rechner dient der Materialschätzung für die Beschaffung, nicht zur Tragwerksdimensionierung. Auswahl und Abstand der Matte müssen immer in der von einem in der Bundesingenieurkammer eingetragenen Tragwerksplaner erstellten Tragwerksplanung festgelegt sein, auf Grundlage von DIN EN 1992-1-1 (Eurocode 2) und den in DIN EN 1991 (Eurocode 1) definierten Einwirkungen.

Bei Baumaßnahmen, die der Genehmigungspflicht nach Bauordnung unterliegen, ist die Tragwerksplanung rechtlich erforderlich. Für Instandsetzung oder Verstärkung bestehender Decken ist eine statische Vorbewertung vor jeder Maßnahme essentiell.

Häufig gestellte Fragen

Was ist eine Elektroschweißmatte und wofür wird sie verwendet?

Eine Elektroschweißmatte ist eine Stahlbewehrung aus fabrikverschweißten, gerippten Stahldrähten, die ein Gitterfeld bilden. Sie wird zur Bewehrung von Stahlbetondecken (Zwischen- und Dachdecken), tragfähigen Estrichen, Stützwänden und Industriepavimenten verwendet. Der Begriff ist genormalisiert und wird unabhängig vom Hersteller verwendet.

Worin besteht der Unterschied zwischen einer 150×150 mm und einer 100×100 mm Matte?

Die Zahl bezeichnet den Abstand der Stahldrähte in Millimetern. Eine 150×150 mm Matte hat Drähte in 15 cm Abstand in beide Richtungen; eine 100×100 mm Matte hat Drähte in 10 cm Abstand. Bei gleichem Drahtdurchmesser wiegt die 100×100 mm Matte mehr pro Quadratmeter und bietet einen höheren Bewehrungsquerschnitt (mm²/m), weshalb sie bei höheren statischen Anforderungen eingesetzt wird. Die Wahl wird immer durch die Tragwerksplanung bestimmt.

Welches Mattenformat ist auf dem deutschen Markt Standard?

Das gebräuchlichste Format ist 6,0 m × 2,4 m mit 14,4 m² pro Matte. Dies ist das Standard-Lieferformat bei den meisten Baustoffhändlern und Fachhändlern. Es gibt auch 6,0 m × 2,0 m Matten (12 m²) und Sonderformate nach Bestellung, aber 6,0 × 2,4 m ist der Standardtyp.

Wie wird die Stoßstelle zwischen zwei Matten ausgeführt?

Die Stoßstelle entsteht durch Übergriff von mindestens einem Mattenabstand oder wie in der Tragwerksplanung festgelegt. Bei 150 mm Matte ist der Mindest-Übergriff 15 cm; bei 100 mm Matte 10 cm. Dieser Übergriff muss in der Materialberechnung berücksichtigt werden: Eine Decke mit vielen Stoßstellen hat einen höheren realen Verbrauch als die Nettofläche. Die 10 %-Verschnitt-Reserve deckt bereits typische Situationen mit einer Stoßstelle pro Matte ab.

Kann die Elektroschweißmatte auf der Baustelle geschnitten werden?

Ja, mit Winkelschleifer oder einem Stahlschneidewerkzeug, das dem Drahtdurchmesser entspricht. Das Schneiden ist notwendig, um die Matten auf die genauen Deckenmasse anzupassen, um Pfeiler oder Wände zu umgehen und Aussparungen für Treppen oder Durchführungen zu schaffen. Bei Schnitten entsteht Verschnitt, der in der Bestellung berücksichtigt werden sollte. Wenn möglich, sollten Matten in Längsrichtung geschnitten werden, um die volle Breite in der Hauptrichtung der Decke zu nutzen.

Wann benötige ich einen Statiker für die Bemessung der Elektroschweißmatte?

Wann immer die Matte als tragende Bewehrung fungiert, muss die Bemessung von einem in der Bundesingenieurkammer eingetragenen Tragwerksplaner auf Grundlage von DIN EN 1992-1-1 (Eurocode 2) erfolgen. Dies umfasst Geschossdecken, Dachdecken, Stützwände und Fundamente. Für Estriche ohne Tragfunktion kann die Matte ohne Tragwerksplanung eingebaut werden, aber Dicke und Typ müssen zur Nutzung passen. Dieser Rechner schätzt nur die Materialmenge für die Bestellung, ersetzt aber nicht die statische Bemessung.

Verwandte Rechner

Alle Rechner zum Thema Rohbau und Baustoffe anzeigen

Von RivoCalc · Geprüft nach unseren redaktionellen Richtlinien · Aktualisiert am 3. Juni 2026

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Schätzungen für die Materialbestellung. Sie ersetzen nicht die erforderliche Tragwerksplanung durch einen qualifizierten Tragwerksplaner. Die statische Bemessung der Elektroschweißmatte und deren Verlegung muss immer nach den geltenden Baunormen (DIN EN 1992-1-1, DIN EN 1991) erfolgen.