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Holzbedarf für Pergola berechnen: laufende Meter

Berechnet die laufenden Meter Holz für Pfosten, Längsbalken und Sparren einer Pergola, mit Abständen, Stückzahl und Verschnittzugabe.

Eine Pergola mit 4 m Länge und 3 m Breite, Pfosten im Abstand von 2 m und 2,20 m hoch sowie Sparren im Abstand von 0,50 m benötigt ohne Verschnittzugabe 48,2 laufende Meter Holz. Mit 10 % Verschnittzugabe (4,82 m) ergibt sich ein Bestellbedarf von 53,02 laufenden Metern. Davon entfallen 13,2 m auf sechs Pfosten, 8 m auf die beiden Längsbalken und 27 m auf neun Sparren mit je 3 m Länge. Die Berechnung zeigt, wie sich der Bedarf auf die einzelnen Bauteile verteilt und welche Menge zu bestellen ist.

Eine Pergola besteht aus drei Bauteilen mit sehr unterschiedlichen Stückzahlen. Die Pfosten stehen in zwei parallelen Reihen und tragen die Längsbalken, auf denen die Sparren quer aufliegen. Die Sparren sind das Bauteil mit der größten Stückzahl und haben in der Regel den größten Anteil am Gesamtbedarf. Wer nur die Länge mit der Zahl der Pfosten multipliziert, unterschätzt den Bedarf deutlich, weil die Sparren den Großteil der Meter ausmachen.

Die Abstände sind in der Praxis eine Entscheidung über Schatten und Statik. Die tatsächliche Tragfähigkeit ergibt sich aus Querschnitt, Holzart, Belastung und Einspannung und ist nicht allein durch den Abstand bestimmt. Sparren mit 0,4 bis 0,6 m Abstand erzeugen eine mittlere Beschattung, die für Terrassen in Gärten in Berlin, Hamburg oder München gut geeignet ist. Wer Kletterpflanzen wie Glyzinie anleiten möchte, wählt engere Abstände, weil die Pflanzen eine dichtere Auflage brauchen.

Die Holzart beeinflusst die Menge nur mittelbar, weil sie die verfügbaren Querschnitte und Längen bestimmt. Für Außenkonstruktionen werden in Deutschland häufig kesseldruckimprägniertes Kiefernholz, Douglasie, Lärche und Robinie verwendet. Kesseldruckimprägniertes Holz ist für den Einsatz im Freien vorbereitet, eignet sich bei Erdkontakt aber nur mit der passenden Gebrauchsklasse.

Die Berechnung ersetzt keine Tragwerksplanung. Für größere Pergolen, Aufstellungen auf Terrassen oder Balkonen mit begrenzter Tragfähigkeit und zusätzliche Dachflächen gilt die Bemessung nach DIN EN 1995-1-1 (Eurocode 5). Ob die Anlage genehmigungspflichtig ist, bestimmt die Landesbauordnung des jeweiligen Bundeslandes und gegebenenfalls der Bebauungsplan der Gemeinde.

Das Ergebnis wird automatisch aktualisiert.

Abstand vom Boden bis zur Pfostenoberkante; üblich sind 2,2 m bis 3,0 m

Maximaler Abstand zwischen den Pfosten entlang der Länge; 2 m ist der gängigste Wert bei druckimprägnierter Kiefer

Abstand zwischen den Quersparren; 0,4 bis 0,6 m für mäßigen Schatten

10 % bei einfachen Pergolen; 15 % bei Formen mit mehr Zuschnitten oder Winkeln

Benötigte Laufmeter Holz

55,0ml

gesamt inkl. 10 % Verschnittzuschlag

Pfosten (6 × 2,5 m)
15,0 ml
Hauptträger (2 × 4,0 m)
8,0 ml
Sparren (9 × 3,0 m)
27,0 ml
Anzahl der Pfosten
6
Anzahl der Sparren
9
Gesamt ohne Zuschlag
50,0 ml
Teilen

Funktionsweise

1

Geben Sie die Länge und die Breite der Pergola in Metern ein.

2

Tragen Sie die Höhe der Pfosten ein, vom Boden bis zur Oberkante des Pfostens.

3

Legen Sie den maximalen Abstand zwischen den Pfosten entlang der Länge fest. Für kesseldruckimprägniertes Kiefernholz ist 2 m ein häufig gewählter Wert.

Formel

N_p = (⌈C ÷ E_p⌉ + 1) × 2 ; ml_p = N_p × H ; ml_v = 2 × C ; N_c = ⌈C ÷ E_c⌉ + 1 ; ml_c = N_c × L ; ml_total = (ml_p + ml_v + ml_c) × (1 + M/100)
C — Länge der Pergola (m)
L — Breite der Pergola (m)
H — Höhe der Pfosten (m)
E_p — Maximaler Abstand zwischen den Pfosten (m)
E_c — Abstand zwischen den Sparren (m)
M — Verschnittzugabe (%)
N_p — Gesamtzahl der Pfosten (zwei Reihen)
N_c — Anzahl der Sparren (einschließlich der Endsparren)
ml_p — Laufende Meter der Pfosten
ml_v — Laufende Meter der Längsbalken (2 Stück)
ml_c — Laufende Meter der Sparren
⌈⌉ — Aufrundung auf die nächste ganze Zahl; die Stückzahl ist immer ganzzahlig

So wird gerechnet

Holzbedarf für Pergola berechnen: Pfosten, Längsbalken und Sparren

Eine Pergola im Garten wirkt auf den ersten Blick einfach, verlangt aber eine genaue Materialplanung, bevor der erste Schnitt gesetzt wird. Wer die Holzmenge zu niedrig ansetzt, muss nachbestellen, und die Nachlieferung stammt oft aus einer anderen Charge. Unterschiede in Farbe, Maserung und Feuchtigkeit fallen bei Außenholz dann deutlich auf. Wer zu viel bestellt, zahlt unnötig für Reststücke, die sich für andere Zwecke oft nur begrenzt verwenden lassen. Der Rechner bestimmt die laufenden Meter jedes Bauteils, die Stückzahl und die Gesamtmenge für die Bestellung. Die Ergebnisse bilden zugleich eine belastbare Grundlage für das Angebot eines Zimmerers oder Schreiners.

Wie sich eine Pergola gliedert

Eine rechteckige Pergola besteht aus drei Gruppen von Bauteilen. Die Pfosten sind die senkrechten Stützen, die die gesamte Konstruktion tragen. Sie stehen in zwei parallelen Reihen entlang der Länge und werden in regelmäßigen Abständen gesetzt. Bei einer kurzen Pergola genügt ein Paar an den Enden. Bei größeren Längen kommen Zwischenpfosten hinzu, sobald der gewählte Höchstabstand überschritten wird.

Die Längsbalken liegen oben auf den Pfosten und verlaufen über die gesamte Länge. Es gibt genau zwei davon, einen pro Pfostenreihe. Jeder Längsbalken hat deshalb die volle Länge der Pergola.

Die Sparren sind die querliegenden Hölzer, die auf den beiden Längsbalken aufliegen und die Abdeckung bilden. Jeder Sparren hat die Länge der Breite der Pergola. Sie sind das Bauteil mit der größten Stückzahl. An beiden Enden liegt immer ein Sparren, sodass die Anzahl stets um eins über der Zahl der Abstände liegt.

Die Formel Schritt für Schritt

Die Berechnung folgt einer festen Reihenfolge. Zuerst wird die Zahl der Pfosten bestimmt. Die Länge der Pergola wird durch den Höchstabstand geteilt und auf die nächste ganze Zahl aufgerundet. Das ergibt die Anzahl der Felder. Jedes Feld endet an einer Stütze, deshalb kommt eine weitere Stütze hinzu. Dieser Wert gilt für eine Pfostenreihe und wird mit zwei multipliziert. Die laufenden Meter der Pfosten ergeben sich aus der Stückzahl mal der Höhe.

Die Längsbalken ergeben sich einfach aus der Länge der Pergola mal zwei, weil es genau zwei gibt.

Für die Sparren wird wieder die Länge durch den Abstand geteilt und aufgerundet. Auch hier kommt ein Sparren hinzu, damit die Enden abgedeckt sind. Die Stückzahl multipliziert mit der Breite ergibt die laufenden Meter der Sparren.

Zum Schluss werden die drei Summen addiert und um die Verschnittzugabe in Prozent erhöht. Die Aufrundung betrifft nur die Stückzahlen, weil Bauteile nicht bruchteilhaft bestellt werden können. Ob das Holz tatsächlich in der errechneten Länge geliefert wird, hängt von den Lieferlängen ab, wie der Abschnitt zum Verschnitt zeigt.

Holzarten für Außenkonstruktionen

In Deutschland werden für Pergolen häufig Nadelhölzer wie kesseldruckimprägnierte Kiefer und Douglasie eingesetzt, daneben Lärche und Robinie. Kesseldruckimprägniertes Holz hat den Schutzstoff unter Druck in die äußeren Schichten eingebracht. Es ist für den Einsatz im Freien vorbereitet, muss aber zur Einsatzart passen. Die Gebrauchsklassen nach DIN EN 335 unterscheiden Holz über dem Boden im Freien von Holz mit Erdkontakt. Für erdberührte Bauteile wie Pfostenfüße ist eine höhere Klasse erforderlich. Die Anforderungen an den Holzschutz im Hochbau sind in DIN 68800 beschrieben.

Robinie hat von Natur aus einen hohen Widerstand gegen Fäulnis, ist aber in den Querschnitten, die für Pergolen gebraucht werden, nicht überall verfügbar und hart in der Verarbeitung. Tropenhölzer wie Cumaru oder Ipé sind sehr dauerhaft, aber teuer. Bei ihnen sollte die Herkunft aus nachhaltiger Bewirtschaftung durch einen Nachweis belegt sein. Die Holzart beeinflusst die Berechnung selbst nicht, wohl aber die Querschnitte, die sich verwenden lassen, und damit die Zahl der Stücke.

Abstände und Querschnitte

Der Pfostenabstand ist kein frei wählbarer Wert, sondern die Grenze, bis zu der ein Längsbalken ohne Zwischenstütze auskommt. Ein kleinerer Abstand erhöht die Zahl der Pfosten und damit den Materialbedarf, verringert aber die Belastung der einzelnen Stütze und des Balkens. Die zulässige Spannweite hängt von Querschnitt, Holzart und Belastung ab und ist nicht allein eine Frage des Abstands. Deshalb verwendet der Rechner den Abstand als Eingabe, bestimmt aber nicht den Querschnitt.

Der Sparrenabstand ist dagegen vor allem eine gestalterische und funktionale Entscheidung. Enge Abstände erzeugen mehr Schatten und dienen als Rankhilfe für Kletterpflanzen. Weite Abstände öffnen die Pergola, verlangen aber kräftigere Sparren, weil jeder einzelne Sparren einen größeren Streifen der Abdeckung trägt. Bei schlanken Querschnitten wie 4 × 8 cm ist ein engerer Abstand meist die sinnvollere Wahl.

Die Tragfähigkeit einer Pergola ist eine Frage der Statik. Für die Bemessung von Holzbauteilen ist der Eurocode 5 (DIN EN 1995-1-1) maßgeblich. Die Einwirkungen selbst werden im Eurocode 1 festgelegt: das Eigengewicht nach DIN EN 1991-1-1, die Schneelast nach DIN EN 1991-1-3 und die Windlast nach DIN EN 1991-1-4. Der Eurocode 5 verwendet diese Lasten und berücksichtigt die Holzart, die Nutzungsklasse und die Lastdauer. Wenn eine Dachfläche aus Glas, Textil oder Polycarbonat hinzukommt, steigen die Lasten, und die Querschnitte müssen neu geprüft werden.

Verschnitt richtig wählen

Die Verschnittzugabe deckt Verluste ab, die beim Zuschnitt entstehen. Dazu gehören die Enden der Lieferstücke, Holzfehler wie Äste, Risse oder Verdrehungen, die bei der Auswahl aussortiert werden, und Schnitte für Winkel, Versätze und Befestigungen. Bei einer einfachen Pergola mit rechtwinkligen Schnitten reichen meist 10 Prozent. Formen mit mehreren Winkeln, Schrägen oder aufwendigen Anschlüssen benötigen eher 15 Prozent.

Die Gesamtmenge ist nur die halbe Antwort. Holz wird in festen Längen geliefert, und ein Sparren von 3 m lässt sich aus einem 4 m oder 5 m langen Stück schneiden. Der Rest ist jedoch Verschnitt, wenn er nicht weiterverwendet wird. Ein Zuschnittplan, der die gewünschten Längen auf die Lieferlängen verteilt, senkt den tatsächlichen Verlust oft stärker als eine höhere Zugabe. Dieser Schritt liegt außerhalb des Rechners, sollte aber vor der Bestellung erfolgen.

Beispielrechnung

Eine Pergola mit 4 m Länge und 3 m Breite, Pfosten von 2,20 m Höhe, maximalem Pfostenabstand von 2 m, Sparrenabstand von 0,50 m und 10 Prozent Verschnittzugabe ergibt folgende Werte. Die Länge geteilt durch den Pfostenabstand ergibt 4 ÷ 2 = 2 Felder. Mit der Stütze am Ende entstehen 3 Pfosten je Reihe und 6 insgesamt. Die laufenden Meter der Pfosten betragen 6 × 2,2 = 13,2 m. Die Längsbalken ergeben 2 × 4 = 8 m. Bei 0,50 m Sparrenabstand gibt es 4 ÷ 0,5 = 8 Abstände, also 9 Sparren mit je 3 m, das sind 27 m. Die Summe ohne Zugabe beträgt 48,2 m, mit 10 Prozent Zugabe 53,02 m.

Verringert man den Sparrenabstand auf 0,40 m, steigt die Zahl auf 4 ÷ 0,4 = 10 Abstände und 11 Sparren, also 33 m. Die Summe beträgt dann 54,2 m und mit Zugabe 59,62 m.

Ein Beispiel für die Aufrundung: Bei einer Länge von 5 m und einem Pfostenabstand von 2 m ergibt 5 ÷ 2 = 2,5, aufgerundet 3 Felder. Das ergibt 4 Pfosten je Reihe und 8 insgesamt. Ohne Aufrundung würde man eine Stütze zu wenig einplanen.

Typische Fehler

Der erste Fehler ist, die Sparren nur über die Abstände zu zählen und die beiden Endsparren zu vergessen. Der zweite ist, Länge und Breite zu verwechseln. Die Länge der Pergola bestimmt die Anzahl der Sparren und die Länge der Längsbalken, die Breite bestimmt die Länge jedes Sparrens. Der dritte Fehler ist, Pfosten mit den schlanken Querschnitten der Sparren zu planen, was bei größeren Höhen zu seitlicher Instabilität führt. Der vierte ist unbehandeltes Holz im Außenbereich. Ohne Schutz verliert es bei Feuchtigkeit schnell an Festigkeit und Erscheinungsbild, und der spätere Austausch einzelner Stücke ist aufwendig. Der fünfte Fehler ist, die Höhe bis zur Oberkante des Längsbalkens statt bis zur Oberkante des Pfostens zu messen. Dadurch werden die Pfosten zu lang bestellt.

Wann Fachleute hinzuziehen und welche Regeln gelten

Bei einfachen Pergolen auf ebenem Grund ist das Errichten in Eigenarbeit möglich, wenn das Holz vorab passend zugeschnitten wird. Bei größeren Abmessungen, Aufstellungen auf Terrassen oder Balkonen mit begrenzter Tragfähigkeit und bei Fundamenten in Beton, die exakt ausgerichtet werden müssen, lohnt sich ein Zimmerer oder Schreiner mit Erfahrung im Außenbau. Eine Pergola kann zudem genehmigungspflichtig sein. Ob das zutrifft, bestimmt die Landesbauordnung des jeweiligen Bundeslandes, Festsetzungen im Bebauungsplan der Gemeinde und die Grenzabstände nach dem Nachbarrecht. Diese Fragen sollten vor dem Bau bei der Gemeinde geklärt werden.

Was der Rechner nicht erfasst

Der Rechner ermittelt die Holzmenge für das Tragwerk und die Abdeckung. Er berücksichtigt keine Verbindungsmittel wie Schrauben, Winkel oder Fundamentanker, keinen Beton und keine Dachabdeckung. Die Kostenschätzung entsteht nur aus dem eingegebenen Preis pro laufendem Meter und enthält keine Angaben zu Lieferung oder Oberflächenbehandlung. Eine statische Prüfung findet nicht statt. Diese Grenzen sind bewusst gesetzt, damit das Ergebnis eine klare Aussage über die Menge bleibt, die sich eindeutig nachprüfen lässt.

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Sparren braucht eine 4 m lange Pergola bei 0,50 m Abstand?

Die Rechnung lautet 4 ÷ 0,5 = 8 Abstände. Da an beiden Enden ebenfalls ein Sparren liegt, sind es 8 + 1 = 9 Sparren. Jeder Sparren hat die Länge der Breite der Pergola. Der erste und der letzte Sparren liegen genau an den Enden, die übrigen sieben teilen die Länge gleichmäßig. Wer nur die Abstände zählt und die beiden Endsparren vergisst, bestellt zu wenig Holz.

Welcher Holzquerschnitt eignet sich für die Pfosten einer Pergola?

Die Querschnittswahl hängt von der Höhe, dem Pfostenabstand und den Lasten ab, insbesondere von Wind und einer eventuellen Dachabdeckung. Maßgeblich für die Auswahl ist die Bemessung nach DIN EN 1995-1-1 (Eurocode 5). Als Orientierung gilt: Pfosten mit größerer Höhe und größerem Abstand benötigen kräftigere Querschnitte als niedrige Pfosten mit kleinem Abstand. Schlanke Querschnitte wie 4 × 8 cm eignen sich in der Regel nicht für tragende Pfosten, sondern eher für Sparren oder Latten. Die Auswahl sollte von einem Fachbetrieb bestätigt werden.

Welches Holz eignet sich für eine Pergola im Freien?

Kesseldruckimprägniertes Kiefernholz ist ein häufig angebotenes Material für Außenkonstruktionen und lässt sich mit üblichen Querschnitten gut verarbeiten. Douglasie und Lärche sind ebenfalls verbreitet und bieten eine natürliche Widerstandsfähigkeit gegen Feuchtigkeit, die je nach Herkunft und Kernanteil unterschiedlich ausfällt. Robinienholz gilt als besonders dauerhaft, ist aber nicht überall verfügbar und hart in der Bearbeitung. Tropenhölzer wie Cumaru oder Ipé sind sehr dauerhaft, aber teuer und sollten nur mit Herkunftsnachweis gekauft werden. Die Wahl hängt von Budget, Bearbeitungsaufwand und gewünschter Lebensdauer ab.

Welchen Abstand sollten die Sparren einer Pergola haben?

Üblich sind 0,4 bis 0,6 m. Dieser Bereich erzeugt eine ausgewogene Beschattung und wirkt optisch harmonisch. Für mehr Schatten oder als Rankhilfe für Kletterpflanzen wie Glyzinie oder Weinrebe verringert man den Abstand auf 0,3 bis 0,4 m. Für eine offenere Wirkung sind 0,6 bis 0,8 m möglich, wenn die Sparren kräftig genug dimensioniert sind. Bei größeren Abständen steigt die Belastung der einzelnen Sparren, deshalb ist die Querschnittswahl dann besonders wichtig.

Muss das Holz einer Außenpergola behandelt werden?

Ja. Holz im Freien braucht Schutz gegen Feuchtigkeit, Pilze und Insekten. Die praktischste Lösung ist kesseldruckimprägniertes Holz mit einer Gebrauchsklasse, die für den Einsatz im Freien vorgesehen ist. Nach dem Aufbau empfiehlt sich ein Anstrich mit Lasur oder Öl für Außenholz in regelmäßigen Abständen, die sich nach Witterung und Produkt richten. Die Herstellerangaben auf dem Gebinde sind dabei maßgeblich. Die Anforderungen an den Holzschutz sind in DIN 68800 geregelt. Unbehandeltes Holz verliert bei Witterung deutlich schneller an Festigkeit und Optik.

Wann sollte man einen Zimmerer oder Schreiner beauftragen?

Für eine kleine Pergola bis etwa 4 × 4 m auf ebenem Grund, mit direkter Verankerung im Boden und ohne zusätzliche Abdeckung kann ein erfahrener Heimwerker die Konstruktion selbst errichten, wenn das Holz vorab zugeschnitten wird. Bei größeren Abmessungen, Aufstellungen auf Terrassen oder Balkonen mit begrenzter Tragfähigkeit, zusätzlichen Dachabdeckungen aus Glas, Textil oder Polycarbonat oder wenn Betonfundamente exakt ausgerichtet werden müssen, empfiehlt sich ein Zimmerer oder Schreiner mit Erfahrung im Außenbau. Auch die Klärung der Genehmigungspflicht gehört dann in die Planung.

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Von RivoCalc · Geprüft nach unseren redaktionellen Richtlinien · Aktualisiert am 28. Juni 2026

Die Ergebnisse sind Schätzwerte für die Materialplanung. Sie ersetzen weder eine statische Berechnung noch die Prüfung durch einen Fachbetrieb. Der tatsächliche Bedarf hängt von Zuschnitt, Holzqualität, Lieferlängen und Bauausführung ab. Kostenschätzungen beruhen auf dem eingegebenen Preis und können vom tatsächlichen Angebot abweichen.