Poolfarbe berechnen: Liter und Anstriche für das Becken
Berechnet die Liter Poolfarbe für ein rechteckiges Becken nach Farbtyp (Chlorkautschuk, Epoxidharz oder Acrylfarbe), Anstrichen und Verschnittzuschlag.
Um ein Becken mit 8 m × 4 m Grundfläche und 1,4 m mittlerer Tiefe zu streichen, benötigt man bei Chlorkautschuk und zwei Anstrichen 26,2 L Farbe. Die Beckenfläche beträgt 32 m² für den Boden und 33,6 m² für die Wände (2 × (8 + 4) × 1,4), zusammen also 65,6 m². Chlorkautschuk deckt 5 m² pro Liter ab, daher ergibt sich 65,6 × 2 / 5 = 26,2 L. Mit einem Verschnittzuschlag von 10 % steigt der Bedarf auf 28,9 L, was sechs Gebinden à 5 L (30 L) entspricht. Mit Epoxidharz, das nur 4 m² pro Liter abdeckt, sind bei zwei Anstrichen 32,8 L nötig und mit Verschnittzuschlag 36,1 L.
Die Rechnung ist für jeden Farbtyp gleich: Die Fläche wird durch die Ergiebigkeit geteilt, mit der Anzahl der Anstriche multipliziert und um den Verschnittzuschlag erhöht. Nur die Ergiebigkeit unterscheidet sich. Die Werte 5, 4 und 6 m² pro Liter sind Rechenannahmen dieser Berechnung und keine Herstellerangaben. Für ein konkretes Produkt hat die Ergiebigkeit im technischen Datenblatt des Herstellers Vorrang.
In Deutschland sind viele Becken keine gestrichenen Betonbecken. Verbreitet sind Folienbecken mit Stahl- oder Kunststoffwand sowie Fertigbecken aus glasfaserverstärktem Kunststoff oder Polyester. Folien werden nicht gestrichen, und Fertigbecken haben meist bereits eine Oberflächenbeschichtung, die nur nach Rücksprache mit dem Hersteller überstrichen werden sollte. Die Berechnung gilt vor allem für Becken aus Beton, Spritzbeton oder Mauerwerk.
Bei einer Erneuerung mit derselben Farbe genügen meist zwei Anstriche, sofern die alte Schicht gut haftet. Bei einem Neuanstrich oder einem Produktwechsel rechnet man mit einem dritten Anstrich. Die Berechnung liefert Planungswerte für rechteckige Becken mit gleichbleibender Tiefe. Einbauten wie Einstiegstreppen oder Skimmer werden nicht abgezogen, und bei runden Formen oder unregelmäßigen Böden gibt man einen höheren Verschnittzuschlag an.
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Innenmaß der Poollänge
Innenmaß der Poolbreite
Mittlere Pooltiefe; Innenmaß verwenden
Chlorkautschuk: 5 m²/L; Epoxid: 4 m²/L; Acryl: 6 m²/L
Empfohlen: 2 Anstriche bei Pflege, 3 bei Neuanstrich
Typisch 10 % bei rechteckigen Pools; 15 % bei Rundungen oder Unregelmäßigkeiten
Optional. Geben Sie den Literpreis ein, um eine Kostenschätzung zu erhalten
Benötigte Liter Farbe
Für eine Gesamtfläche von 45,00 m², inkl. Verschnitt
- Bodenfläche
- 18,00 m²
- Wandfläche
- 27,00 m²
- Gesamte Anstrichfläche
- 45,00 m²
Entsprechende Gebinde
- Gebinde à 5 L
- 4 Geb.
- Gebinde à 10 L
- 2 Geb.
- Gebinde à 20 L
- 1 Geb.
Funktionsweise
Formel
So wird gerechnet
Farbtypen für Schwimmbecken: welche Wahl passt
Die falsche Farbe kann dazu führen, dass sich die Beschichtung vorzeitig ablöst, Flecken entstehen oder das Wasser verunreinigt wird. Die drei üblichen Farbtypen unterscheiden sich in der Zusammensetzung, in der Ergiebigkeit, in der Haltbarkeit und in der Verträglichkeit mit Untergrund und vorhandener Beschichtung.
Chlorkautschuk
Chlorkautschukfarbe ist die verbreitetste Beschichtung für Becken aus Beton und Mauerwerk. Die Basis aus chloriertem Kautschuk verträgt Chlor und Schwankungen des pH-Werts gut. Die Berechnung rechnet mit 5 m² pro Liter je Anstrich. Aufgetragen wird mit einer Rolle mit mittelflorigem Bezug oder mit einem Pinsel, und zwar auf einer sauberen, trockenen und fettfreien Oberfläche. Es gibt Varianten, die mit Lösemittel verdünnt werden.
Der wichtigste Vorteil ist die einfache Erneuerung. Eine neue Schicht Chlorkautschuk lässt sich ohne vollständige Entfernung der alten Farbe aufbringen, solange diese in gutem Zustand ist. Der Nachteil ist die im Vergleich zu Epoxidharz geringere Haltbarkeit.
Epoxidharz
Epoxidharzfarben für Schwimmbecken sind zweikomponentig. Harz und Härter müssen unmittelbar vor dem Auftragen gemischt werden, und die Topfzeit ist begrenzt. Die Ergiebigkeit ist mit dem Rechenwert von 4 m² pro Liter geringer, die Haltbarkeit dafür höher. Epoxidharz eignet sich für Becken aus Beton und Spritzbeton. Auf Oberflächen aus glasfaserverstärktem Kunststoff oder Polyester ist es nur nach Angabe des Herstellers vorgesehen. Die Beschichtung verträgt Chlor, Stoßchlorung und höhere Temperaturen gut.
Die Haupteinschränkung ist die Unverträglichkeit mit anderen Farbtypen. Soll eine Chlorkautschukbeschichtung durch Epoxidharz ersetzt werden oder umgekehrt, muss die alte Farbe vollständig entfernt werden. Deshalb sollte man den Farbtyp schon beim ersten Anstrich sorgfältig wählen.
Acrylfarbe
Acrylfarben für Schwimmbecken haben eine wasserbasierte Bindemittelbasis. Sie lassen sich leichter reinigen und enthalten weniger Lösemittel. Mit dem Rechenwert von 6 m² pro Liter ist die Ergiebigkeit die höchste der drei Typen. Sie eignen sich für Becken aus Beton und Spritzbeton. Die Beständigkeit gegen Chlor und dauerhafte Wasserlagerung ist aber geringer als bei Chlorkautschuk und Epoxidharz. Acrylfarben werden deshalb häufig für Ausbesserungen bei der Instandhaltung oder für Becken mit geringerer Nutzung verwendet.
So werden die Liter berechnet
Die Fläche, die gestrichen wird, setzt sich aus dem Beckenboden und den vier Seitenwänden zusammen.
Fläche des Beckenbodens: Länge × Breite
Fläche der Beckenwände: 2 × (Länge + Breite) × Tiefe
Gesamtfläche: Summe aus Boden und Wänden
Benötigte Liter: (Gesamtfläche / Ergiebigkeit) × Anzahl der Anstriche × (1 + Verschnittzuschlag / 100)
Beispiel: Becken mit 6 × 3 m, mittlerer Tiefe 1,5 m, Chlorkautschuk (5 m²/L), zwei Anstriche und 10 % Verschnittzuschlag.
- Beckenboden: 6 × 3 = 18 m²
- Beckenwände: 2 × (6 + 3) × 1,5 = 27 m²
- Gesamtfläche: 18 + 27 = 45 m²
- Liter: (45 / 5) × 2 × 1,10 = 19,8 L
Aufgerundet auf volle Liter ergeben sich 20 L. Bei Gebinden à 5 L sind dafür vier Gebinde nötig.
Oberflächenvorbereitung vor dem Streichen
Die Ergiebigkeit aus dem Datenblatt setzt eine fachgerecht vorbereitete Oberfläche voraus. Ohne diese Vorbereitung steigt der Verbrauch, und die Haftung sinkt.
Neues Becken oder Beton ohne Anstrich: Der Beton muss ausreichend ausgehärtet sein, bevor er gestrichen wird. Die Hersteller nennen dafür Mindestzeiten im Datenblatt. Anschließend werden die Oberfläche gereinigt, Ausblühungen entfernt und eine Grundierung aufgetragen, die zum Farbtyp passt.
Erneuerung mit demselben Produkt: Das Becken wird entleert und mit verdünnter Salzsäure oder einem speziell für Schwimmbecken vorgesehenen Reinigungsmittel gereinigt. Dabei sind Schutzhandschuhe und Schutzbrille zu tragen. Danach wird gründlich nachgespült und vollständig getrocknet. Abblätternde Stellen werden angeschliffen, dann folgt der neue Anstrich.
Produktwechsel: Die bestehende Beschichtung muss mechanisch oder chemisch vollständig entfernt werden. Das ist der aufwendigste Schritt und entscheidet über den Erfolg der neuen Beschichtung. Bleiben Reste der alten Farbe haften, zeigt sich die Unverträglichkeit der Produkte oft nach wenigen Wochen durch Abblätterungen.
Anzahl der Anstriche
Für neue Becken sind mindestens zwei Anstriche empfehlenswert. Ein dritter Anstrich kann für eine gleichmäßige Deckung sorgen. Zwischen den Anstrichen muss jede Schicht vollständig durchgetrocknet sein. Bei einer regelmäßigen Erneuerung, sofern die alte Beschichtung gut haftet, sind zwei Anstriche meist ausreichend. Der Verbrauch steigt linear mit der Anzahl der Anstriche, deshalb sollte man die Menge für den tatsächlich geplanten Aufbau berechnen. Die Angaben im Datenblatt des verwendeten Produkts haben Vorrang.
Wann die Beschichtung erneuert werden sollte
Die Abstände zwischen zwei Erneuerungen hängen vom Farbtyp, von der Sonneneinstrahlung, von der Wasserqualität und von der Pflege ab. Eine Lebensdauer lässt sich deshalb nicht pauschal angeben. Die Hersteller nennen für ihre Produkte einen Erneuerungszeitraum im Datenblatt.
Anzeichen für eine Erneuerung sind sichtbares Abblättern, hartnäckige Flecken, die sich nicht reinigen lassen, eine rau gewordene Oberfläche, an der sich Algen festsetzen, oder stark verblasste Farbe.
Grenzen der Berechnung
Die Berechnung eignet sich für rechteckige Becken mit gleichbleibender Tiefe. Runde Becken, Nierenformen oder Becken mit deutlich unterschiedlichen Tiefen erfordern eine Aufteilung in Abschnitte. Für jede Teilfläche gilt dieselbe Formel, die Ergebnisse werden anschließend addiert. Die Berechnung ist auch nicht für Oberflächen gedacht, die nicht gestrichen werden, etwa Folien oder Fertigbecken mit werkseitiger Beschichtung. Die Ergebnisse sind Planungswerte, denn der tatsächliche Verbrauch hängt vom Untergrund, vom Auftragswerkzeug und von der Sorgfalt beim Streichen ab.
Häufige Fehler
- Nur den Beckenboden berechnen und die Wände vergessen. Bei tiefen Becken machen die Wandflächen einen großen Anteil der Gesamtfläche aus.
- Außenmaße statt Innenmaße verwenden. Die Berechnung braucht die Innenmaße, weil nur die innen liegenden Flächen gestrichen werden.
- Die Anzahl der Anstriche unterschätzen, sodass das Material am Ende nicht reicht.
- Farbtypen mischen, etwa einen Epoxidanstrich auf vorhandene Chlorkautschukfarbe, ohne die alte Schicht zu entfernen.
- Den Verschnittzuschlag auf null setzen. Bei Rundungen und Unregelmäßigkeiten sollte er höher ausfallen.
- Restmengen nicht sorgfältig verschließen. Sie sind für spätere Ausbesserungen nützlich, sofern sie trocken und gut verschlossen gelagert werden.
Normen und örtliche Vorgaben
Für Beschichtungen auf Betonbauteilen gibt die Normenreihe DIN EN 1504 den Rahmen für Schutz- und Instandsetzungsprodukte vor. Ob ein bestimmtes Produkt für ein Schwimmbecken geeignet ist, ergibt sich aus dem technischen Datenblatt und der Angabe des Herstellers. Ob bei einem Umbau oder einer Neuerrichtung des Beckens zusätzliche Anforderungen gelten, klärt die zuständige Gemeinde. Bei Zweifeln hilft ein Fachbetrieb weiter.
Häufig gestellte Fragen
Kann man normale Wandfarbe für ein Schwimmbecken verwenden?
Nein. Normale Innenwandfarbe ist nicht für dauerhaften Wasserkontakt ausgelegt. Sie hält dem Chlor, den Mitteln zur Wasseraufbereitung und dem hydrostatischen Druck nicht stand und blättert nach wenigen Wochen ab. Für Schwimmbecken verwendet man Beschichtungen aus Chlorkautschuk, zweikomponentigem Epoxidharz oder einer Acrylfarbe, die ausdrücklich für Becken vorgesehen ist. Maßgeblich ist immer das technische Datenblatt des Herstellers.
Worin unterscheiden sich Chlorkautschuk und Epoxidharz bei Schwimmbeckenfarben?
Chlorkautschuk ist einkomponentig und sofort einsatzbereit. Er lässt sich leichter verarbeiten und ohne vollständige Entfernung der alten Schicht überstreichen, sofern die vorhandene Farbe vom gleichen Typ ist. Epoxidharz ist zweikomponentig: Harz und Härter werden vor dem Auftragen gemischt. Die Beschichtung ist langlebiger, verträgt sich aber nicht mit anderen Farbtypen. Ein Wechsel von Chlorkautschuk auf Epoxidharz erfordert daher die vollständige Entfernung der alten Farbe.
Wie viele Anstriche braucht ein Schwimmbecken?
Bei neuen Becken wird mindestens zweimal gestrichen. Ein dritter Anstrich kann für eine gleichmäßige Deckung sorgen. Bei einer Erneuerung auf einer intakten Altbeschichtung genügen in der Regel zwei Anstriche. Jeder Anstrich muss vollständig durchgetrocknet sein, bevor der nächste aufgetragen wird. Die Angaben im Datenblatt des verwendeten Produkts haben Vorrang.
Wie lange muss die Farbe trocknen, bevor das Becken befüllt wird?
Die Trocknungs- und Wartezeiten hängen vom Produkt, von der Temperatur und von der Luftfeuchtigkeit ab. Sie stehen im technischen Datenblatt und unterscheiden sich je nach Farbtyp. Zwischen den Anstrichen gilt dieselbe Regel: Der nächste Anstrich folgt erst, wenn der vorige durchgetrocknet ist. Epoxidharz benötigt in der Regel eine längere Aushärtung als Chlorkautschuk, bevor Wasser eingelassen werden darf. Bei Unsicherheit sollte man den Hersteller oder einen Fachbetrieb fragen, bevor man das Becken befüllt.
Funktioniert die Berechnung auch bei einem Becken mit schrägem Boden?
Die Berechnung geht von einem rechteckigen Becken mit gleichbleibender Tiefe aus. Bei einem schrägen Boden, der an der Einstiegsseite flacher ist und in der Mitte tiefer, gibt man die mittlere Tiefe ein. Bei unregelmäßigen Formen berechnet man die Fläche jedes Abschnitts getrennt und addiert die Ergebnisse. Die Flächen von Treppen, Stufen und Einbauten werden nicht gesondert abgezogen. Der Verschnittzuschlag sollte in diesen Fällen eher höher gewählt werden.
Warum ist die Ergiebigkeit von Epoxidharz geringer als die von Acrylfarbe?
Die Ergiebigkeit beschreibt, wie viele Quadratmeter mit einem Liter Farbe bei einer Schicht bedeckt werden können. Epoxidharz hat eine höhere Dichte und bildet nach dem Trocknen eine dickere Schicht. Das erhöht die Haltbarkeit, verringert aber die Fläche pro Liter. Acrylfarbe ist dünnflüssiger und deckt daher mehr Fläche pro Liter, bildet aber eine dünnere Schicht, die weniger abriebfest ist und bei langer Wassereinwirkung weniger widerstandsfähig ist.
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Von RivoCalc · Geprüft nach unseren redaktionellen Richtlinien · Aktualisiert am 1. Juli 2026
Die Ergebnisse sind Richtwerte für die Planung. Der tatsächliche Farbverbrauch hängt vom Untergrund, von der Auftragsmethode, von der Temperatur und von der Sorgfalt beim Streichen ab. Maßgeblich sind die Angaben im technischen Datenblatt des verwendeten Produkts.
