Türzargen und Verkleidungen berechnen: Laufmeter
Berechnet die laufenden Meter für Türzargen und Türverkleidungen aus Anzahl, Breite und Höhe der Türen. Mit Verschnitt und geschätzten Kosten.
Für drei Innentüren mit jeweils 80 × 210 cm braucht man rund 16,5 lfm Zarge und 33 lfm Türverkleidung, jeweils mit 10 % Verschnitt. Die Rechnung beruht auf dem Umfang der Türöffnung ohne Schwelle: zweimal die Höhe plus einmal die Breite ergibt 5,00 m je Tür. Die Zarge wird einmal gerechnet, die Verkleidung zweimal.
Beim Einbau oder bei der Erneuerung von Innentüren wird der Materialbedarf für Rahmen und Verkleidung oft geschätzt, was zu zwei Problemen führt: Auf der Baustelle fehlt Material, oder Profile bleiben ungenutzt liegen. Eine genaue Mengenangabe vor dem Einkauf vermeidet beides. Der Rechner nutzt Anzahl, Breite und Höhe der Türen sowie die Verschnittzugabe, um die benötigten laufenden Meter zu ermitteln.
Die Zarge ist der Rahmen, der die Türöffnung in der Wand bildet und das Türblatt aufnimmt. Die Türverkleidung deckt die Fuge zwischen Wand und Zarge ab. Beide Bauteile werden häufig nach laufendem Meter berechnet, wobei die Verkleidung auf beiden Seiten der Wand benötigt wird. Das erklärt, warum der Bedarf an Verkleidung doppelt so hoch ausfällt.
Diese Berechnung eignet sich für Standard-Innentüren in Wohnungen und Einfamilienhäusern, etwa bei einer Renovierung oder beim Austausch einzelner Türen. Für Feuerschutztüren, Glastüren und Sonderformate sind Maße und Anschlüsse anhand der Herstellerangaben und der Planung festzulegen, weil dieser Rechner sie nicht abdeckt. Wer die Menge vorab berechnet, kann sie anschließend mit den Angaben eines Angebots vergleichen und so Abweichungen früh erkennen, etwa wenn ein Anbieter für dieselben Türen deutlich mehr Meter veranschlagt.
Die Ergebnisse sind Mengen für die Planung. Bei Abweichungen in der Wand, bei unterschiedlichen Türmaßen oder bei Materialien mit besonderem Zuschnitt sollte die Menge vor dem Bestellen mit einem Aufmaß vor Ort geprüft werden.
Das Ergebnis wird automatisch aktualisiert.
Gesamtzahl der zu montierenden oder zu erneuernden Innentüren.
Die Breite von 80 cm gehört zu den gängigsten Maßen im Wohnungsbau.
In den meisten Wohngebäuden liegt die Standardhöhe bei etwa 210 cm.
Empfohlen: 10 %. Bei unterschiedlichen Türmaßen auf 15 % erhöhen.
Laufende Meter Zarge
Laufende Meter Türbekleidung
Funktionsweise
Formel
So wird gerechnet
Türzargen und Türverkleidungen berechnen: Materialbedarf in laufenden Metern
Beim Einbau neuer Innentüren oder bei der Erneuerung alter Türen lässt sich der Materialbedarf für Zargen und Türverkleidungen mit wenigen Angaben bestimmen. Eine saubere Berechnung verhindert zwei typische Probleme: fehlendes Material auf der Baustelle und überschüssige Profile, die ungenutzt liegen bleiben. Der Rechner ermittelt aus Anzahl, Breite und Höhe der Türen die benötigten laufenden Meter (lfm). Wenn Sie zusätzlich einen Preis je laufendem Meter eintragen, berechnet er die geschätzten Kosten.
Was Zarge und Türverkleidung unterscheidet
Die Zarge ist der Rahmen, der in die Maueröffnung eingesetzt wird und das Türblatt aufnimmt. Sie besteht aus zwei senkrechten Seitenteilen, den Pfosten, und einem waagerechten oberen Teil, dem Kopfstück. Viele Zargen sind verstellbar, damit sie unterschiedliche Wandstärken abdecken. Welche Wandstärken ein bestimmtes Produkt abdeckt, steht im Datenblatt des Herstellers, und diese Angabe ist beim Kauf maßgeblich.
Die Türverkleidung, auch Türumrahmung oder Zierleiste genannt, deckt den Übergang zwischen Wandfläche und Zarge ab. Sie wird auf beiden Seiten der Wand angebracht, also zum Raum hin und zum Flur hin. Deshalb ist der Bedarf an Verkleidung doppelt so hoch wie der Bedarf an Zarge.
Die Formel
Der Umfang einer Türöffnung ohne Schwelle ergibt sich aus zweimal der Höhe plus einmal der Breite. Bei einer Tür von 80 × 210 cm sind das 2 × 2,10 m + 0,80 m = 5,00 m. Diese Strecke wird für die Zarge einmal angesetzt. Für die Türverkleidung wird sie zweimal angesetzt, weil jede Seite der Wand eine eigene Verkleidung erhält.
Der Verschnitt wird über den Faktor (1 + d) berücksichtigt. Mit d = 0,10 ergibt sich pro Tür ein Bedarf von 5,00 m × 1,10 = 5,50 m Zarge und 10,00 m × 1,10 = 11,00 m Türverkleidung. Bei drei gleichen Türen sind das 16,5 m Zarge und 33 m Türverkleidung. Dieses Ergebnis erhalten Sie im Rechner, wenn Sie drei Türen mit 80 cm Breite, 210 cm Höhe und 10 % Verschnitt eingeben.
Die Formel berücksichtigt den Boden nicht. Bei Schiebetüren oder bei Sonderlösungen am Fußboden weicht der tatsächliche Bedarf ab und muss gesondert ermittelt werden.
Verschnitt richtig wählen
Die Profile werden an den oberen Ecken auf Gehrung geschnitten, also in einem Winkel von 45 Grad. Diese Schnitte erzeugen mehr Abfall als gerade Schnitte, weil für jede Ecke ein Winkel geschnitten wird und die Reststücke sich nicht immer weiterverwenden lassen. Für Türen mit gleichen Maßen setzt dieser Rechner 10 % als Standardwert an. Dieser Wert ist eine Faustregel des Rechners und keine Norm- oder Herstellerangabe.
Sobald im selben Raum oder in der Wohnung Türen mit unterschiedlichen Höhen oder Breiten eingebaut werden, schlägt der Rechner eine Zugabe von 15 % vor, ebenfalls als Faustregel und nicht als Norm- oder Herstellerangabe. Jede Abweichung verlangt einen eigenen Zuschnitt, und die Reststücke passen dann seltener zu einer anderen Tür. Die Zugabe ersetzt jedoch keine Reserve für Transportschäden oder Fehlschnitte. Wer ein Profil beschädigt, sollte eine kleine zusätzliche Reserve einplanen.
Der Rechner arbeitet mit einem einheitlichen Türmaß. Bei unterschiedlichen Maßen berechnen Sie jede Gruppe gleicher Türen getrennt und addieren die Ergebnisse. Ein Beispiel: Zwei Türen mit 80 × 210 cm und eine Tür mit 90 × 210 cm ergeben bei 15 % Verschnitt für die Zarge 2 × 5,75 m + 5,10 m × 1,15 = 11,50 m + 5,87 m, also rund 17,4 m. Für die Türverkleidung ergibt sich 2 × 11,50 m + 10,20 m × 1,15 = 23,00 m + 11,73 m, also rund 34,7 m.
Materialien im Überblick
Lackiertes MDF ist in Neubau und Sanierung weit verbreitet. Die Oberfläche ist glatt, lässt sich leicht reinigen und braucht in der Regel keine zusätzliche Behandlung. Die Platten sind allerdings empfindlich gegenüber dauerhafter Feuchtigkeit, was in Badezimmern und anderen Nassräumen zu beachten ist.
Massives Kiefernholz wird bei der Sanierung älterer Gebäude oft gewählt, wenn der vorhandene Bestand erhalten bleiben soll. Es lässt sich streichen, lackieren und bei Bedarf nachbearbeiten. Holz reagiert jedoch stärker auf Feuchtigkeit und Temperaturwechsel und kann sich verziehen, wenn es nicht fachgerecht gelagert und eingebaut wird.
Furnierte Ausführungen mit Eiche, Nussbaum oder Wenge bieten die Optik von Edelholz zu einem mittleren Preis. Die Oberflächenbehandlung sollte zum übrigen Holz im Raum passen, da sich Farbtöne von Furnier zu Furnier unterscheiden können.
Kunststoff (PVC) oder eloxiertes Aluminium ist eine Lösung für Räume mit hoher Feuchtigkeitsbelastung, etwa Badezimmer ohne mechanische Lüftung. Diese Materialien sind formstabil, wirken optisch aber anders als Holz.
Der Materialbedarf in laufenden Metern bleibt bei allen Varianten gleich, weil der Rechner die Länge betrachtet. Die Materialwahl beeinflusst jedoch den Preis je laufendem Meter, der im Rechner als Eingabe dient.
Typische Fehler beim Einkauf
Wandstärke nicht prüfen. Die Zarge muss die gesamte Wandstärke überbrücken, einschließlich Putz oder Spachtelschicht auf beiden Seiten. Eine 11 cm dicke Ziegelwand mit je 1,5 cm Putz ergibt insgesamt 14 cm. Liegt die Wandstärke außerhalb des verstellbaren Bereichs, benötigt man Verlängerungen, die der Hersteller separat anbietet.
Türbreite mit Öffnungsbreite verwechseln. Angaben auf Verpackungen beziehen sich häufig auf das Türblatt, während die Maueröffnung je nach Zarge breiter ist. Messen Sie die Öffnung selbst nach und vergleichen Sie das Ergebnis mit den Herstellerangaben, bevor Sie bestellen.
Gerade statt auf Gehrung schneiden. Wer die oberen Ecken gerade schneidet, bemerkt den Fehler oft erst beim Zusammensetzen. Der Verschnitt sollte deshalb nicht knapp bemessen werden, und Gehrungsschnitte sollten zunächst an einem Reststück geprobt werden.
Nur eine Messung vornehmen. Wände sind selten vollkommen gerade. Messen Sie die Öffnung oben, in der Mitte und unten und verwenden Sie für die Bestellung den kleinsten Wert.
Wann ein Fachbetrieb sinnvoll ist
Die Berechnung liefert nur die Materialmenge. Der Einbau einer Zarge verlangt eine lotrechte und waagerechte Ausrichtung. Eine Tür, die nicht richtig schließt, liegt häufig an einer verzogenen oder schief montierten Zarge und nicht am Schloss. Ein Fachbetrieb ist sinnvoll bei größeren Abweichungen von Lot oder Winkel, bei Öffnungen in Mauerwerk ohne Ausgleichsmöglichkeit, bei Türhöhen außerhalb des Standards oder wenn beim Ausbau des alten Rahmens Mauerarbeiten nötig werden. In Gebäuden mit Natursteinwänden ist der Anschluss oft aufwendiger, da die Oberfläche unregelmäßig ist.
Feuerschutz- und Rauchschutztüren sind nicht Gegenstand dieser Berechnung. Zarge, Dichtung und Anschluss solcher Türen sind nach den Angaben des Herstellers und der Planung auszuführen. Diese Berechnung gilt für Standard-Innentüren und ersetzt keine Prüfung dieser Bauteile.
Normen und Toleranzen
Für Maßabweichungen im Hochbau, etwa bei Maueröffnungen, geben die DIN-Normen Toleranzwerte vor (DIN 18202). Ob ein Türeinbau innerhalb dieser Toleranzen liegt, prüft der Fachbetrieb vor Ort. Bei Türen in Rettungswegen ist zusätzlich die Landesbauordnung (LBO) des jeweiligen Bundeslands zu beachten; welche Anforderungen im Einzelfall gelten, klärt die zuständige Bauaufsicht.
Schritte vor der Bestellung
- Öffnung in drei Höhen messen und den kleinsten Wert notieren.
- Wandstärke auf beiden Seiten einschließlich Putz messen.
- Anzahl und Größe gleicher Türen gruppieren.
- Verschnitt wählen: 10 % bei gleichen Türen, 15 % bei unterschiedlichen Maßen.
- Ergebnis mit dem Datenblatt des Herstellers vergleichen.
Wann die Berechnung passt
Der Rechner eignet sich für die Planung eines Einkaufs bei Renovierung oder Neubau mit Standardtüren. Für eine Schätzung vor dem Gespräch mit einem Betrieb reicht er aus. Bei der Ausschreibung eines größeren Bauvorhabens sollten die Mengen dagegen aus einer Ausführungsplanung oder einem Aufmaß vor Ort stammen.
Häufig gestellte Fragen
Wie viele laufende Meter Zarge braucht man pro Tür?
Bei einer Tür mit 80 × 210 cm ergibt sich ein Umfang der Öffnung ohne Schwelle von 2 × 2,10 m + 0,80 m = 5,00 m. Mit 10 % Verschnitt benötigt man 5,50 lfm Zarge je Tür. Bei größeren Verschnittreserven oder unterschiedlichen Maßen erhöht sich der Wert entsprechend. Der Rechner setzt diese Berechnung für beliebige Maße automatisch um, sobald Anzahl, Breite, Höhe und Verschnitt eingetragen sind.
Warum braucht man für die Türverkleidung doppelt so viele Meter wie für die Zarge?
Die Zarge bildet den Rahmen in der Öffnung und wird einmal gerechnet. Die Türverkleidung deckt den Übergang zwischen Wand und Zarge auf beiden Seiten der Wand ab, also zum Raum und zum Flur hin. Bei 80 × 210 cm sind das je Seite 5,00 m, zusammen 10,00 m je Tür, bevor der Verschnitt hinzukommt. Mit 10 % ergeben sich 11,00 m Verkleidung je Tür.
Welche Verschnittzugabe ist sinnvoll?
Für Türen mit gleichen Maßen setzt der Rechner 10 % als Standardwert an, weil nur die Gehrungsschnitte an den oberen Ecken zusätzlichen Abfall erzeugen. Wenn Türen unterschiedlich hoch oder breit sind, schlägt er 15 % vor, da jede Abweichung einen eigenen Zuschnitt verlangt und Reststücke seltener passen. Beide Werte sind Faustregeln dieses Rechners und keine Norm- oder Herstellerangaben. Die Zugabe ist keine Reserve für Transportschäden. Bei größeren Bauvorhaben sollte die Menge zusätzlich anhand einer Ausführungsplanung geprüft werden.
Wie messe ich die Wandstärke für die richtige Zarge?
Messen Sie die Wandstärke an der Öffnung, einschließlich Putz oder Spachtelschicht auf beiden Seiten. Eine 11 cm dicke Ziegelwand mit je 1,5 cm Putz ergibt 14 cm. Verstellbare Zargen decken unterschiedliche Bereiche ab, und die Angaben des Herstellers im Datenblatt sind dafür maßgeblich. Liegt die Wand außerhalb dieses Bereichs, benötigt man Verlängerungen oder eine Zarge auf Maß.
Welches Material passt für Zargen am besten?
Lackiertes MDF ist in Neubau und Sanierung weit verbreitet, da es glatt, pflegeleicht und ohne Nachbearbeitung einsetzbar ist. Massives Kiefernholz eignet sich für die Sanierung älterer Gebäude, wenn der Bestand erhalten bleiben soll, reagiert aber stärker auf Feuchtigkeit. Kunststoff oder eloxiertes Aluminium kommt bei hoher Feuchtigkeitsbelastung in Frage. Die Wahl richtet sich nach Optik, Raumklima und dem vorhandenen Türblatt.
Wann sollte man einen Fachbetrieb beauftragen?
Ein Fachbetrieb ist sinnvoll bei größeren Abweichungen im Lot oder im Winkel der Wand, bei Öffnungen in Mauerwerk ohne Ausgleichsmöglichkeit, bei Türhöhen außerhalb des Standards oder wenn der Ausbau des alten Rahmens Mauerarbeiten verlangt. Eine Tür, die nicht richtig schließt, liegt oft an der Zarge und nicht am Schloss. Feuerschutz- und Rauchschutztüren sind nicht Teil dieser Berechnung.
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Von RivoCalc · Geprüft nach unseren redaktionellen Richtlinien · Aktualisiert am 15. Juli 2026
Die Ergebnisse sind Schätzwerte für die Materialplanung. Die tatsächliche Menge hängt von Zuschnitt, Wandstärke, Maßabweichungen in der Öffnung und den Herstellerangaben ab. Kosten richten sich nach den Angeboten der Anbieter vor Ort. Vor dem Bestellen sollten die Maße am Bauteil geprüft werden.
