Drainagsmatte: m² und Rollen berechnen
Berechnet die Menge an Drainagsmatte und die Anzahl der Rollen für Drainage von Fundamenten, Wänden und begrünten Terrassen mit Überlappsberechnung.
Eine Drainagsmatte mit den Abmessungen 2,0 m × 20 m bietet eine Bruttofläche von 40 m². Wird die gemäß DIN EN 13252 erforderliche Überlapnung von mindestens 20 cm zwischen benachbarten Bahnen eingehalten, reduziert sich die effektive Arbeitsbreite pro Bahn auf 1,8 m. Dies verringert die Nettofläche einer Rolle auf etwa 36 m². Um eine vergrabene Wand von 8 m Länge und 2,5 m Höhe (insgesamt 20 m²) auszustatten, benötigen Sie 0,56 Rollen, praktisch also 1 Rolle mit ausreichend Spielraum für Anschlussdetails an Basis und Oberkante. Dieser Rechner bestimmt die erforderliche Gesamtfläche einschließlich Überlappsberechnung und zeigt die benötigte Rollenanzahl mit einstellbarem Verschnittaufschlag.
Das Ergebnis wird automatisch aktualisiert.
Z. B. Grundriss-Umfang eines Fundaments oder Terrassenlänge
Wände: Tiefe der unterirdischen Wand · Terrassen: Breite der Drainagezone
Mindestwert gemäß DIN EN 13252: 20 cm (Standard), 25 cm oder mehr bei komplexer Geometrie
10 % für einfache Geometrien · 15 % für viele Ecken oder Anschlussdetails
Standard: 2,0 m · Dachbegrünung: 1,5 m oder 2,5 m · Siehe Produktdatenblatt
Häufig: 20 m (Rolle 40 m²) oder 30 m (Rolle 60 m²)
Erforderliche Rollen
für 25,0 m² Fläche
- Fläche pro Rolle
- 40 m²
- Fläche mit Überlapnung
- 27,78 m²
- Gesamtfläche (mit Verschnitt)
- 30,56 m²
Funktionsweise
Formel
So wird gerechnet
Berechnung der erforderlichen Drainagsmattenmenge
Drainagsmatte (auch Drainagsmembran oder Noppenfolie genannt) ist nicht identisch mit Abdichtung, sondern eine Drainagelösung. Sie wird auf der Abdichtung von Fundamenten, Kellerwänden oder Flachdächern angebracht, um einen Luft- oder Wasserspalt zu schaffen, in dem Wasser ohne Druckbelastung zur nächstgelegenen Drainageöffnung fließen kann. Die erforderliche Menge hängt von der zu belegenden Bruttofläche, den Rollenabmessungen des gewählten Produkts und dem notwendigen Überlappsystem ab.
Überlapnung zwischen Bahnen: Anforderungen und praktische Folgen
Die Überlapnung zwischen benachbarten Bahnen ist keine optionale Ausgestaltung, sondern eine strukturelle Anforderung. Ohne Überlapp entstehen klaffende Fugen zwischen Bahnen, durch die Bodenpartikel und Feinmaterial ins Innere des Drainagesystems eindringen und die Noppenkanäle fortlaufend verstopfen. DIN EN 13252 (Geotextilien: Anforderungen für den Einsatz in Drainagesystemen) schreibt vor, dass Drainagsmembranen mit durchgehender Drainage verlegt sein müssen. In der Praxis wird eine Überlapnung von mindestens 20 cm als Standard eingehalten, bei komplexeren Geometrien oder ungünstigen Baustellenbedingungen werden 25 bis 30 cm empfohlen.
Die praktische Auswirkung dieser Überlappungsregel ist, dass jede verlegte Bahn weniger Nutzfläche abdeckt als ihre nominale Breite angibt. Eine Rolle mit 2,0 m Breite und 20 cm Überlapnung bietet eine effektive Abdeckungsbreite von 1,8 m pro Bahn. Um eine Wand von 10 m × 2,5 m (25 m²) zu belegen, ist nicht 25 m² Material erforderlich, sondern 25 m² × (2,0 m ÷ 1,8 m) = 27,8 m². Mit einem Standard-Verschnittaufschlag von 10 % (für einfache Geometrien) addieren sich weitere 2,8 m², sodass insgesamt 30,5 m² benötigt werden, etwa 0,76 Rollen oder praktisch 1 volle Rolle mit ausreichend Puffer für Remate und Verschnittabfall.
Verfügbare Drainagsmattensysteme in Deutschland
Drainagsmembranen werden in Deutschland von verschiedenen Herstellern angeboten und unter unterschiedlichen Handelsnamen vertrieben. Die häufigsten Standardabmessungen sind 2,0 m Breite in Rollen von 20 m (40 m²) oder 30 m (60 m²). Spezialisierte Produkte für begrünte Dachflächen, besonders mit integrierten Filtervlisen, sind auch in 1,5 m und 2,5 m Breite erhältlich. Die Noppenhöhe variiert zwischen 5 mm (für Flachdächer und Dachbegrünung) und 20 mm (für belastete Fundamentflächen mit rauem Untergrund). Erfragen Sie die genauen Abmessungen und die Noppenhöhe anhand des Produktdatenblatts oder beim Baustoffhändler und geben Sie diese in den Rechner ein.
Unterschiede in der Verlegung: Vertikalanwendungen vs. Horizontalanwendungen
Die Orientierung der Drainagsmatte und die Positionen der Überlappstoßstellen unterscheiden sich je nach Einsatzort.
Unterirdische Wände und Fundamente: Die Noppen zeigen zur Wand und zum Abdichtungsstoff hin. Der durch die Noppen erzeugte Hohlraum liegt zwischen der Noppenmatte und der Abdichtung und ist so angeordnet, dass Wasser von oben nach unten bis zur Bodendrainleitung fließen kann. Die Bahnen werden vertikal übereinander angebracht, wobei die obere Bahn die untere um 20 cm überlappt, sodass Wasser keine aufwärtslaufende Fuge findet und eindringen könnte.
Flachdächer und begrünte Dachflächen: Auf waagerechten Flächen mit Substrat (Dachgärten, extensive oder intensive Begrünung) bildet die Drainagsmatte die Drainageschicht zwischen der Dachabdichtung und dem Filtervlies oder der Vegetationsschicht. Die 20-cm-Überlapps erfolgen seitlich ringsum und um alle Entwässerungsöffnungen (Rasensifte, Entlüftungselemente). In Deutschland ist diese Lösung bei modernen Einfamilienhäusern mit Dachbegrünung und bei Garagen mit Dachgärten weit verbreitet. Produkte mit integrierten Filtervlies-Lagen (Composite-Typen) vereinfachen die Verlegung, da keine separate Filtermatte erforderlich ist; Versionen ohne Vlies erfordern eine separate Filtermatte über der Noppenmatte, bevor Erdreich oder Substrat aufgebracht wird.
Häufige Verlegungsfehler und ihre Konsequenzen
Der schwerste Verlegungsfehler ist die falsche Orientierung der Noppen. Werden die Noppen zum Boden statt zur Abdichtung orientiert, wird der Hohlraum durch Bodenfeuchte und Feinmaterial schnell verstopft, die Drainage funktioniert nicht mehr, und der hydrostatische Druck wirkt ungefiltert auf die Abdichtung. Dies ist genau das Versagensszenario, das die Drainagsmatte verhindern soll.
Ein zweiter häufiger Fehler ist, Überlapps an Ecken und Stoßstellen zwischen senkrechten Wänden zu vernachlässigen oder zu gering auszufallen. Bei Fundamenten mit 90°-Eckdetails muss die Matte geschnitten und in beide Richtungen überlappt werden, mit sorgfältig verschweißten oder geklebten Ecken. Hier ist ein Verschnittaufschlag von mindestens 15 % (statt der Standard-10 %) angemessen, um Abfallmengen für Detailausbildungen zu berücksichtigen.
Ein drittes, oft konzeptionelles Versäumnis ist die unzureichende Bemessung oder falsche Lage der Bodendränleitung. Die Drainagsmatte leitet Wasser bis zur Dränleitung; ist die Dränleitung nicht ausreichend geneigt oder nicht angebunden an ein Entwässerungsziel (öffentliche Abwasseranlage, private Versickerung oder Retentionsanlage), staut sich Wasser auf und der Schutzeffekt der Matte geht verloren. Die Bemessung der Dränneigung, des Dränquerschnitts und der Anbindung ist eine separate Aufgabe der Entwässerungsplanung und Tragwerksplanung.
Normative Anforderungen und Fachplanung
Drainagsmembranen müssen in Deutschland nach DIN EN 13252 und für Dachbegrünung nach den Richtlinien der FLL (Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau) verlegt werden. DIN EN 13252 regelt die Anforderungen an Geotextilien für Drainagesysteme einschließlich Filtration, Wasserdurchlässigkeit und Dauerhaftigkeit. Bei Neubauten mit Kellergeschossen oder Tiefgaragen ist die Entwässerungskonzeption Bestandteil der statischen Konstruktion und muss vom Tragwerksplaner bemessen werden. Die zuständige Bauaufsichtsbehörde kann für komplexe oder große Vorhaben ein formal eingereichte Entwässerungsplanung verlangen, die Teil der Baugenehmigung ist.
Wann sollte ein Fachplaner (Tragwerksplaner) konsultiert werden?
Bei bestehenden Gebäuden mit aktiven Feuchtigkeitserscheinungen im Keller oder Untergeschoss muss die Entwässerung und der Schutz der Gründung von einem zugelassenen Tragwerksplaner überprüft werden. Auch bei Sanierungsmaßnahmen mit Grundwasserdruck oder Staunässe ist eine Fachplanung unverzichtbar. Für neue Bauvorhaben mit unterirdischen Geschossen ist die Bemessung des Drainagesystems durch einen Tragwerksplaner obligatorisch. Dieser muss die anfallende Wassermenge (Stauwasser, Sickerwasser, Starkregenereignisse nach KOSTRA-DWD Niederschlagsstatistiken), den erforderlichen Dränquerschnitt, die Dränneigung und die Anbindung an öffentliche Entwässerung oder privates Versickerungssystem dimensionieren. Diese Aufgabe geht weit über den einfachen Mengenrechner hinaus. Die Architektenkammern und Ingenieurkammern der einzelnen Bundesländer führen Verzeichnisse zugelassener Tragwerksplaner und Entwässerungsfachleute.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Drainagsmatte mit und ohne Filtervlies?
Drainagsmatte mit eingearbeitetem Filtervlies (Composite oder Sandwich-Bauart) hat bereits eine Filterschicht pré-intégré, die Bodenpartikel abhält. Diese Variante kann direkt auf der Abdichtung verlegt werden, ohne dass eine separate Filtermatte erforderlich ist. Standard-Drainagsmatte ohne Vlies erfordert dagegen, dass eine separate Filtermatte darüber gelegt wird, um zu verhindern, dass Feinsand und Bodenpartikel in die Noppenkanäle eindringen. Die Composite-Version ist auf begrünten Dächern und in Flachdach-Drainagesystemen praktischer und schneller zu verlegen; die Standard-Version wird oft an Fundamenten eingesetzt, wenn ein flexibles, nachträglich austauschbares Filtervlies bevorzugt wird.
Warum ist eine Überlapnung zwischen Drainagsmatte-Bahnen erforderlich?
Eine Überlapnung ist erforderlich, um kontinuierlichen Wassertransport ohne Feuchtigkeitseintrag an Stoßstellen zu gewährleisten. DIN EN 13252 schreibt durchgehende Drainage vor. Eine Überlapnung von mindestens 20 cm verhindert, dass Bodenfeuchte und Feinmaterial durch offene Fugen in die Noppenkanäle eindringen und diese verstopfen. Ohne Überlapnung würden die Dränkanäle progressiv kolmatiert und die Drainage würde ausfallen.
Welche Standardabmessungen haben Drainagsmatte-Rollen in Deutschland?
Die verbreitetsten Rollen sind 2,0 m Breite mit 20 m Länge (40 m²) oder 2,0 m × 30 m (60 m²). Spezialisierte Produkte für Dachbegrünung und Flachdachdetails sind auch in 1,5 m oder 2,5 m Breite erhältlich. Die genauen Abmessungen sind auf dem Produktdatenblatt oder der Verpackung angegeben. Geben Sie die für Ihr Projekt verfügbaren Abmessungen in den Rechner ein.
Ist Drainagsmatte eine Alternative zur Abdichtung?
Nein. Drainagsmatte ist eine Drainagelösung, nicht eine Abdichtung. Sie wird auf der Abdichtung (zum Beispiel Bitumenbahn, Kunststoffmembran oder flüssige Polyurethan-Abdichtung) angebracht. Die Drainagsmatte schützt die Abdichtung mechanisch und leitet Wasser ab, bevor hydrostatischer Druck aufbaut. Abdichtung und Drainagsmatte sind komplementär: erst wird die Struktur abgedichtet, dann wird die Drainagsmatte verlegt.
Kann ich Drainagsmatte in einem begrünten Dachgarten auf einer Flachdach-Garage verwenden?
Ja, dies ist einer der häufigsten Anwendungsfälle. Die Drainagsmatte bildet hier die Drainageschicht zwischen der Dachabdichtung und der Vegetationsschicht oder dem Terrassenpaviment. Bei dieser horizontalen Anordnung ist eine Composite-Matte mit integriertem Filtervlies zu empfehlen, um Erdpartikel zu filtern. Die 20-cm-Überlapps werden seitlich und um Rasensifte und Abläufe herum durchgeführt.
Wann ist ein Tragwerksplaner zur Planung des Drainagesystems erforderlich?
Bei allen Neubauten mit Kellergeschossen oder Tiefgaragen muss ein zugelassener Tragwerksplaner das Drainagesystem bemessen. Bei Sanierungen mit aktiven Feuchtigkeitsschäden im Keller ist eine fachliche Prüfung obligatorisch. Der Planer berechnet die zu erwartende Wasserbelastung (Grundwasserdruck, Staunässe, Starkregenereignisse nach KOSTRA), legt Dränquerschnitt und Neigung fest und plant die Anbindung an öffentliche oder private Entwässerung. Diese Aufgabe übersteigt den einfachen Mengenrechner deutlich.
Welche Rolle spielen DIN EN 13252 und die FLL-Richtlinien?
DIN EN 13252 regelt die technischen Anforderungen an Geotextilien und Drainagsmembranen, einschließlich Wasserdurchlässigkeit, Langzeitbeständigkeit und Filtrationseigenschaften. Die FLL-Dachbegrünungsrichtlinie spezifiziert zusätzliche Anforderungen für begrünte Dächer und Flachdachgärten. Beide Normen sind in Deutschland bei der Verlegung verbindlich. Sie stellen sicher, dass die Drainagsmatte über die erwartete Nutzungsdauer hinweg funktioniert.
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Von RivoCalc · Geprüft nach unseren redaktionellen Richtlinien · Aktualisiert am 7. Juni 2026
Die Ergebnisse dieser Berechnung sind Schätzungen basierend auf eingegebenen Geometrieangaben und Produktabmessungen. Die tatsächlich benötigte Materialenge kann je nach Bauplatz, Bodenbeschaffenheit, Zugänglichkeit und Verschnittpraxis variieren. Für komplexe oder kritische Drainagesysteme (Untergeschosse, Tiefgaragen, Sanierungen bei Feuchtigkeitsschäden) ist immer eine Fachplanung durch einen zugelassenen Tragwerksplaner erforderlich. Diese Berechnung ersetzt nicht die fachgerechte Planung und die Einhaltung von DIN EN 13252, DIN 7883 und der FLL-Dachbegrünungsrichtlinie.
