Mönch-und-Nonne-Ziegel pro m²: Menge berechnen
Berechnet die Anzahl der Mönch-und-Nonne-Ziegel für eine Dachfläche, mit Ausbeute je Format (T1, T2, T3), Verschnittzuschlag und Kostenschätzung.
Im Format T2, der mittleren Größe, benötigt man rund 30 Mönch-und-Nonne-Ziegel je Quadratmeter Dachfläche, also 15 Mönche und 15 Nonnen. Für eine Dachfläche von 80 m² ergibt das eine Grundmenge von 2.400 Stück. Mit einem Verschnittzuschlag von 10 % steigt die Bestellmenge auf 2.640 Stück.
Das kleine Format T1 benötigt rund 40 Stück je m², das große Format T3 nur rund 22 Stück je m². Die Stückzahl für dieselbe Fläche unterscheidet sich zwischen diesen beiden Formaten damit um rund 80 %. Wer ein Dach neu eindeckt oder saniert, sollte deshalb zuerst das Format festlegen, denn es bestimmt, wie viele Ziegel auf die Fläche kommen.
Die Berechnung geht von der tatsächlichen Dachfläche aus, also von der geneigten Fläche und nicht von der Grundfläche des Gebäudes. Der Unterschied ist bei flachen Dächern gering, wächst aber mit der Neigung. Bei 35 % Neigung ist die Schrägfläche rund 6 % größer als die Grundfläche. Wer die Grundfläche einsetzt, bestellt zu wenig Material.
Mönch-und-Nonne-Deckungen werden vor allem bei Sanierungen historischer Gebäude und in Ortskernen verwendet, wo das traditionelle Bild der Dachlandschaft erhalten bleiben soll. Die Ziegel werden überlappend verlegt und nicht verriegelt, daher hängt die Dichtheit der Deckung stark von der Neigung und einer sorgfältigen Verlegung ab.
Dieser Rechner ermittelt die Gesamtzahl der Ziegel für beliebige Flächen und jedes Format, mit einstellbarem Verschnittzuschlag. Auf Wunsch lässt sich außerdem eine Kostenschätzung auf Basis eines eingegebenen Stückpreises berechnen. Ändern sich Fläche, Format oder Verschnitt, berechnet der Rechner die Stückzahl sofort neu. Die Ergebnisse sind Materialrichtwerte. Für die verbindliche Bestellung ist das technische Datenblatt des Herstellers maßgeblich.
Das Ergebnis wird automatisch aktualisiert.
Geneigte Dachfläche, Dachneigung bereits berücksichtigt
Wird durch die gewählte Größe vorgegeben
Empfohlen: 10 % bei einfachen Dächern, 15 % bei mehreren Dachflächen
Aktuelle Preise finden Sie z. B. bei OBI, Bauhaus oder Hornbach
Benötigte Mönch-Nonne-Ziegel
Inklusive 240 Stück Sicherheitsreserve
- Mönch und Nonne (je Typ)
- 1.320 Stück
- Dachfläche
- 80,0 m²
- Gewählter Bedarf
- 30 Stück/m²
- Ziegel ohne Zuschlag
- 2.400 Stück
Funktionsweise
Formel
So wird gerechnet
Mönch-und-Nonne-Ziegel: Ausbeute, Formate und Mengenberechnung
Die Mönch-und-Nonne-Deckung ist eine traditionelle Dacheindeckung aus gebranntem Ton. Sie prägt viele historische Ortskerne in Süd- und Südwestdeutschland und ist in Mittel- und Südeuropa weit verbreitet. Ihr typisches Bild entsteht durch eine Wellenform aus zwei Ziegelarten: Die Mönche sind Hohlziegel, deren Hohlseite nach oben zeigt und die in Reihen gelegt werden. Die Nonnen sind Deckziegel mit gewölbter Seite nach oben, die die Fugen zwischen zwei Mönchreihen überdecken.
Anders als Falzziegel mit mechanischer Verriegelung liegen die Ziegel nicht ineinander, sondern überlappen sich. Die Verlegung ist deshalb aufwendiger, aber sie erhält das traditionelle Erscheinungsbild, das bei Sanierungen und in denkmalgeschützten Bereichen eine Rolle spielt. Der Rechner ist ausschließlich für diese Deckungsart gedacht. Für Falzziegel gelten andere Ausbeuten und andere Verlegeregeln.
Formate und Ausbeute
Der Rechner unterscheidet drei Formatklassen, die als T1, T2 und T3 bezeichnet werden. Maße und Ausbeute unterscheiden sich zwischen den Herstellern. Der Rechner arbeitet deshalb mit Richtwerten je Formatklasse, die als Orientierung dienen. Maßgeblich für die Bestellung ist das technische Datenblatt des jeweiligen Produkts.
Das Format T1 ist das kleinste der drei Formate. Der Richtwert liegt bei etwa 40 Stück je m², also rund 20 Paaren aus Mönch und Nonne. Diese Größe wird vor allem bei der Sanierung von Altbauten gewählt, wenn die dichtere Struktur der ursprünglichen Deckung erhalten bleiben soll.
Das Format T2 ist das mittlere Format und dient im Rechner als Referenzgröße. Der Richtwert von 30 Stück je m² entspricht 15 Paaren. Weicht das Datenblatt des Produkts ab, hat der Wert aus dem Datenblatt Vorrang.
Das Format T3 ist das größte der drei Formate. Der Richtwert liegt bei etwa 22 Stück je m², also rund 11 Paaren. Jeder Ziegel deckt mehr Fläche ab, wodurch sich die Stückzahl verringert und die Verlegung auf großen Dachflächen schneller vorangeht.
Der Unterschied ist in der Praxis erheblich. Für 100 m² Dachfläche und 10 % Verschnitt ergeben sich rechnerisch etwa 4.400 Stück im Format T1, 3.300 Stück im Format T2 und 2.420 Stück im Format T3.
Mönche und Nonnen im richtigen Verhältnis
Je Quadratmeter werden gleich viele Mönche und Nonnen benötigt. Bei 3.300 Stück für 100 m² im Format T2 mit 10 % Verschnitt sind das rechnerisch 1.650 Mönche und 1.650 Nonnen. Diese Aufteilung zeigt der Rechner in der Zeile „Nonnen und Mönche (je Art)“ an.
Mönche und Nonnen werden meist als Einzelstücke angeboten, nicht als Paare. Bei der Bestellung sollte man im Katalog prüfen, ob beide Teile getrennte Artikelnummern haben. Eine ungleiche Bestellung führt beim Verlegen schnell zu Lücken, die sich nur schwer mit Ziegeln aus derselben Charge schließen lassen.
Schrägfläche statt Grundfläche
Der Rechner benötigt die tatsächliche Dachfläche, also die geneigte Fläche, nicht die Projektion der Grundfläche auf den Erdboden. Die Umrechnung erfolgt über die Dachneigung:
Schrägfläche = Grundfläche × √(1 + (Neigung % ÷ 100)²)
Bei 30 % Neigung beträgt der Faktor 1,044, bei 35 % etwa 1,059 und bei 45 % etwa 1,097. Die Schrägfläche liegt damit bei 30 % rund 4,4 % und bei 45 % rund 9,7 % über der Grundfläche. Ein Gebäude mit 80 m² Grundfläche und 35 % Neigung hat eine Dachfläche von rund 84,7 m². Wer nur die Grundfläche einsetzt, bestellt zu wenig Material und riskiert einen zweiten Liefervorgang, bei dem die Ziegel möglicherweise aus einer anderen Charge stammen.
Dachneigung und Wasserführung
Die zulässige Mindestneigung hängt vom Produkt und von der Verlegeart ab. Sie steht im technischen Datenblatt des Herstellers. Mit flacher werdendem Dach steigt das Risiko, dass Niederschlag unter die Deckung gelangt. In Regionen mit hohen Niederschlagsmengen oder starkem Schneefall sollte die Neigung eher am oberen Rand des zulässigen Bereichs liegen. Die Produktnorm DIN EN 1304 legt Anforderungen an Dachziegel und Zubehör fest, etwa an Wasseraufnahme, Biegefestigkeit und Maßtoleranzen, und bildet die Grundlage für die Auswahl geeigneter Produkte.
Verschnitt und Reserve
Der Verschnittzuschlag ist die Reserve, die über die reine Flächenberechnung hinaus eingeplant wird. Er deckt Schnittverluste an Ortgang, Traufe, Kehlen und Graten, Bruch beim Transport und beim Verlegen sowie eine Reserve für spätere Reparaturen. Der Zuschlag steigt mit der Komplexität des Dachs: Einfache Dächer mit einer oder zwei rechteckigen Dachflächen brauchen weniger Zuschlag als Dächer mit mehreren Dachflächen, Gratlinien, Kehlen oder vielen Unregelmäßigkeiten. Eine pauschale Prozentangabe ersetzt weder das Aufmaß vor Ort noch die Abstimmung mit dem ausführenden Dachdeckerbetrieb.
Ziegel desselben Modells aus unterschiedlichen Chargen können geringe Farb- oder Maßunterschiede aufweisen, die nach einigen Jahren der Witterung sichtbar werden. Bestellen Sie deshalb die gesamte Menge aus einer Charge und bewahren Sie Reserveziegel für spätere Ausbesserungen auf.
Vorgehen in vier Schritten
- Schrägfläche aus Grundfläche und Neigung bestimmen.
- Ausbeute des gewählten Formats ermitteln, bei Bedarf aus dem Datenblatt.
- Verschnittzuschlag festlegen.
- Gesamtzahl berechnen und zu gleichen Teilen auf Mönche und Nonnen verteilen.
Beispiel: Bei 84,7 m² Schrägfläche, Format T2 mit 30 Stück/m² und 10 % Verschnitt ergibt sich N = ⌈84,7 × 30 × (1 + 10/100)⌉ = 2.796 Stück. Davon entfallen rund 1.398 Stück auf Mönche und rund 1.398 Stück auf Nonnen.
Wann der Rechner nicht passt
Der Rechner eignet sich für Mönch-und-Nonne-Deckungen mit den genannten Formaten. Er ersetzt weder das Aufmaß vor Ort noch die Planung von Lattung, Unterspannbahn oder Wärmedämmung. Für Falzziegel oder andere Profile mit mechanischer Verriegelung gelten abweichende Ausbeuten. Bei Dächern mit Gauben, Dachfenstern oder vielen Dachdurchdringungen sollte die Stückzahl zusätzlich geprüft werden, denn der Verschnittzuschlag deckt solche Einzelheiten nur grob ab.
Wann eine Fachfirma hinzuziehen ist
Der Rechner liefert eine Materialschätzung. Bei Sanierungen von Gebäuden unter Denkmalschutz oder in geschützten Ortsbildern sollten Dachdeckerbetrieb und Architekt prüfen, ob vorhandene Ziegel wiederverwendbar sind, welche Maße das Original hat und ob die zuständige Denkmalschutzbehörde Vorgaben zu Material, Format oder Farbe macht. Die Denkmalschutzgesetze der Länder regeln diese Zuständigkeiten und die Genehmigungspflichten. Bei Neubauten legt die Entwurfsplanung Format und Deckungsart fest. Dabei sind die jeweilige Landesbauordnung und die allgemein anerkannten Regeln der Technik zu beachten; diese Regeln werden unter anderem in DIN-Normen konkretisiert.
Häufige Fehler
- Die Grundfläche statt der Schrägfläche eingeben. Das Ergebnis fällt dann zu niedrig aus.
- Nur eine Ziegelart bestellen oder Mönche und Nonnen in ungleicher Menge kaufen.
- Die Ausbeute eines anderen Formats übernehmen, ohne das gewählte Format zu prüfen.
- Den Verschnitt bei verwinkelten Dächern mit Walmen, Gauben oder Kehlen zu knapp ansetzen.
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Mönch-und-Nonne-Ziegel braucht man pro m²?
Im Format T2, dem mittleren Format, rechnet man mit einem Richtwert von etwa 30 Stück je m² geneigter Dachfläche, also 15 Paare aus Mönch und Nonne. Mit 10 % Verschnitt sind für 100 m² Dachfläche rund 3.300 Stück nötig. Das kleine Format T1 benötigt etwa 4.400 Stück, das große Format T3 rund 2.420 Stück für dieselbe Fläche und denselben Zuschlag. Maßgeblich sind die Angaben des jeweiligen Herstellers, weil sich die Maße zwischen den Produkten unterscheiden.
Worin unterscheiden sich die Formate T1, T2 und T3?
Die Formate unterscheiden sich in Länge, Breite und damit in der Ausbeute. T1 ist das kleinste Format mit einem Richtwert von etwa 40 Stück je m² und wird häufig bei der Sanierung historischer Gebäude eingesetzt, wo eine dichtere Optik gewünscht ist. T2 ist das mittlere Format mit etwa 30 Stück je m² und dient im Rechner als Referenzgröße. T3 ist das größte Format mit etwa 22 Stück je m² und reduziert Stückzahl und Verlegezeit auf großen Dachflächen. Alle drei Formate werden nach demselben Prinzip aus Mönch und Nonne verlegt, sodass die Berechnung identisch ist.
Brauche ich gleich viele Mönche und Nonnen?
Ja, ungefähr. Je m² Dachfläche werden etwa gleich viele Mönche (Hohlziegel) und Nonnen (Deckziegel) benötigt. Bei 3.300 Stück für 100 m² im Format T2 mit 10 % Verschnitt sind das rechnerisch rund 1.650 Mönche und 1.650 Nonnen. Der Rechner zeigt diese Aufteilung in der Zeile „Nonnen und Mönche (je Art)“ an. Prüfen Sie im Katalog des Herstellers, ob Mönche und Nonnen getrennte Artikelnummern haben, und bestellen Sie beide Arten in der errechneten Menge.
Welchen Verschnitt sollte ich bei Mönch-und-Nonne-Ziegeln einplanen?
Der Zuschlag hängt von der Dachform ab. Einfache Dächer mit einer oder zwei rechteckigen Dachflächen brauchen weniger Zuschlag als Dächer mit mehreren Dachflächen, Gratlinien oder Kehlen und als historische Dächer mit vielen Unregelmäßigkeiten. Der Zuschlag deckt Schnittverluste an Ortgang, Traufe und Anschlüssen, Bruch beim Transport und Verlegen sowie eine Reserve für spätere Reparaturen aus derselben Charge. Eine pauschale Prozentangabe ersetzt nicht das Aufmaß vor Ort, deshalb sollte die Höhe des Zuschlags mit dem ausführenden Dachdeckerbetrieb abgestimmt werden.
Wie berechne ich die Dachfläche für die Ziegel?
Die Berechnung braucht die geneigte Dachfläche, nicht die Grundfläche des Gebäudes. Die Umrechnung lautet: Schrägfläche = Grundfläche × √(1 + (Neigung % ÷ 100)²). Bei 30 % Neigung beträgt der Faktor 1,044, bei 35 % etwa 1,059 und bei 45 % etwa 1,097. Hat ein Gebäude 80 m² Grundfläche und 35 % Neigung, ergibt sich eine Dachfläche von rund 84,7 m². Diesen Wert geben Sie im Rechner ein.
Welche Dachneigung ist für Mönch-und-Nonne-Ziegel geeignet?
Die zulässige Mindestneigung hängt vom Produkt und von der Verlegeart ab und steht im technischen Datenblatt des Herstellers. Flachere Dächer haben ein höheres Risiko für Wassereintritt unter der Deckung. In Regionen mit hohen Niederschlagsmengen oder starkem Schneefall sollte die Neigung eher am oberen Rand des zulässigen Bereichs liegen. Prüfen Sie den Wert vor der Bestellung, denn er entscheidet, ob die Deckung für den konkreten Dachaufbau überhaupt zulässig ist.
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Von RivoCalc · Geprüft nach unseren redaktionellen Richtlinien · Aktualisiert am 7. Juli 2026
Die Berechnung liefert einen Materialrichtwert. Für die Ausführung sind die Herstellerangaben, die jeweilige Landesbauordnung und die Vorgaben der zuständigen Denkmalschutzbehörde maßgeblich. Stimmen Sie die Bestellmenge vor dem Kauf mit einem Dachdeckerbetrieb ab.
