Lusa-Dachziegel pro m² berechnen
Berechnet die Anzahl der Lusa-Dachziegel für eine Dachfläche, je Format (Klassisch, Nr. 1, 3-Kanal oder benutzerdefiniert), mit Verschnittreserve und Kostenschätzung.
Bei einem Dach mit 100 m² schräger Dachfläche und 10 % Verschnittreserve benötigt man im Format Nr. 1 mit dem Richtwert von 16 Stück je m² rund 1.760 Lusa-Dachziegel. Im Format Klassisch sind es für dieselbe Fläche rund 1.430 Stück, im Format 3-Kanal rund 1.100 Stück. Die Anzahl ergibt sich aus der Dachfläche, der Stückzahl je m² des gewählten Formats und dem Aufschlag für Verschnitt und Bruch.
Die Lusa ist ein gewölbter Dachziegel mit einem typisch portugiesischen Profil. Anders als Ziegel mit seitlichem mechanischem Falz wird sie im Wesentlichen durch Überdeckung verlegt. Das verlangt eine genau eingehaltene Lattung, damit jede Reihe die vorgesehene Überlappung erhält. Die Lusa findet man vor allem auf traditionellen Dächern und bei der Sanierung historischer Gebäude, wo die ursprüngliche Optik erhalten werden soll.
Dieser Rechner übernimmt die Stückzahl je m² des gewählten Formats und rechnet die Dachfläche daraus in eine Anzahl Ziegel um. Ein Aufschlag für Verschnitt sorgt dafür, dass der Bedarf nicht knapp kalkuliert wird. Über das Feld Stückzahl lässt sich der Wert an das Datenblatt des Herstellers anpassen. Der Rechner dient damit der Mengenplanung: Er zeigt, wie viele Ziegel die Dachfläche voraussichtlich benötigt, und ersetzt weder die Ausschreibung noch die Planung durch einen Fachbetrieb.
Entscheidend ist die richtige Flächenangabe. Ein Dach mit 80 m² Grundfläche und 30 % Neigung hat eine schräge Dachfläche von rund 83,5 m². Wer die Grundfläche des Gebäudes einträgt, bestellt zu wenig Material. Die Lusa ist außerdem nur für ausreichend geneigte Dächer geeignet, weshalb die Mindestneigung des jeweiligen Formats vor der Bestellung geprüft werden sollte. Wer diese Schritte in der richtigen Reihenfolge abarbeitet, erhält eine belastbare Stückzahl, die sich direkt in eine Bestellung übernehmen lässt.
Das Ergebnis wird automatisch aktualisiert.
Geneigte Dachfläche, Dachneigung bereits berücksichtigt
Wird durch das gewählte Format vorgegeben
Empfohlen: 10 % bei einfachen Dächern, 15 % bei mehreren Dachflächen
Aktuelle Preise finden Sie z. B. bei OBI, Bauhaus oder Hornbach
Benötigte Hohlfalzziegel (Lusa)
Inklusive 104 Stück Sicherheitsreserve
- Dachfläche
- 80,0 m²
- Bedarf des Formats
- 13 Stück/m²
- Ziegel ohne Zuschlag
- 1.040 Stück
Funktionsweise
Formel
So wird gerechnet
Lusa-Dachziegel: Formate, Stückzahl und Berechnung
Der Lusa-Dachziegel ist ein gewölbter Dachziegel mit einem typisch portugiesischen Profil. Er prägt traditionelle Dächer in Portugal, vor allem bei Wohnhäusern auf dem Land und bei historischen Gebäuden. Anders als Ziegel mit seitlichem mechanischem Falz wird die Lusa im Wesentlichen durch Überdeckung verlegt. Der Abstand der Lattung muss deshalb genau stimmen, damit jede Reihe die vorgesehene Überlappung erhält.
Für die Mengenberechnung sind drei Formate wichtig, die sich in Breite und Stückzahl je Quadratmeter unterscheiden.
Lusa Klassisch: Dieses Format wird häufig bei der Sanierung von Altbauten und in denkmalgeschützten Gebieten eingesetzt, wo die ursprüngliche Dachoptik erhalten bleiben muss. Im Rechner ist ein Richtwert von 13 Stück je m² voreingestellt.
Lusa Nr. 1: Das schmalere Format benötigt je Reihe mehr Ziegel. Es kommt häufig im Neubau mit traditioneller Anmutung vor und bei Dächern, die eine dichtere Deckung erhalten sollen. Der Rechner verwendet 16 Stück je m² als Richtwert.
Lusa 3-Kanal: Das breitere Format benötigt je Quadratmeter weniger Ziegel. Jeder Ziegel deckt mehr Fläche, was die Verlegung auf großen Dachflächen beschleunigt. Der Rechner verwendet 10 Stück je m² als Richtwert.
Der Unterschied zwischen den Formaten ist bei der Bestellung erheblich. Bei 100 m² Dachfläche und 10 % Verschnittreserve benötigt man im Format Nr. 1 rund 1.760 Stück, im Format Klassisch rund 1.430 Stück und im Format 3-Kanal rund 1.100 Stück. Eine Verwechslung der Formate führt daher schnell zu einer falschen Bestellung.
Schräge Dachfläche statt Grundfläche
Der Rechner erwartet die tatsächliche Dachfläche, also die geneigte Oberfläche und nicht die Projektion des Gebäudes auf die Grundfläche. Je steiler das Dach, desto größer ist der Unterschied. Bei 30 % Neigung liegt die schräge Fläche rund 4,4 % über der Grundfläche, bei 45 % Neigung rund 9,7 %.
Die Umrechnung lautet:
Schräge Fläche = Grundfläche × √(1 + (Neigung in % ÷ 100)²)
Bei einer Grundfläche von 80 m² und 30 % Neigung ergibt sich eine schräge Fläche von rund 83,5 m². Wer die Grundfläche einträgt, bestellt zu wenig Material und muss im Zweifel Ziegel aus einer zweiten Charge mit abweichender Farbe nachbestellen.
Rechenbeispiel Schritt für Schritt
Ein Satteldach hat 80 m² Grundfläche und 30 % Neigung. Im ersten Schritt wird die schräge Fläche bestimmt: 80 × 1,044 ergibt rund 83,5 m². Im zweiten Schritt wird das Format gewählt, hier Nr. 1 mit r = 16 Stück je m². Im dritten Schritt wird die Verschnittreserve festgelegt, hier D = 10 %. Im vierten Schritt wird die Formel angewendet: N = 83,5 × 16 × (1 + 10/100) ergibt 1.469,6, aufgerundet 1.470 Stück. Die Rundung erfolgt immer nach oben, damit keine Ziegel fehlen.
Richtwerte anpassen
Die Stückzahlen im Rechner sind Voreinstellungen für die drei Formate. Sie sind keine normativ festgelegten Werte. Der tatsächliche Stückzahlbedarf hängt von der Ausführung ab, insbesondere von der Überdeckung und dem Lattabstand. Liegt eine Angabe des Herstellers vor, hat sie Vorrang. Eine höhere Stückzahl je m² erhöht die berechnete Anzahl Ziegel, eine niedrigere verringert sie. Der eingetragene Wert sollte deshalb zur geplanten Verlegung passen und nicht nur zum Namen des Formats. Bei Dächern mit vielen Anschlüssen, Durchdringungen oder Kehlen steigt der tatsächliche Verschnitt schnell, weshalb in solchen Fällen eher der obere Wert der Verschnittreserve gewählt werden sollte.
Mindestneigung
Bei flach geneigten Dächern kann Wasser leichter durch die Überlappungen eindringen. Der Wasserabfluss über das gewölbte Profil ist grundsätzlich günstig, die zulässige Mindestneigung hängt jedoch vom Format und von der Ausführung ab. Sie sollte deshalb in den Herstellerangaben zum jeweiligen Format geprüft und vor der Bestellung festgelegt werden. Bei starkem Schlagregen oder exponierter Lage kann eine höhere Neigung sinnvoll sein. Zusätzlich sind die Anforderungen der Landesbauordnung und der örtlichen Bauaufsicht zu beachten.
Verschnittreserve und Produktionscharge
Die Verschnittreserve deckt Zuschnitte am Dachrand, Bruch beim Transport und bei der Verlegung sowie spätere Reparaturen ab. Für einfache Dächer mit einer oder zwei rechteckigen Dachflächen wird eine Reserve von 10 % empfohlen. Bei mehreren Dachflächen, Kehlen oder unregelmäßigen Grundrissen empfiehlt sich eine Reserve von 15 %.
Ein weiterer Punkt betrifft die Produktionscharge. Ziegel desselben Modells können zwischen einzelnen Chargen geringfügige Unterschiede in Maß, Farbe und Oberfläche aufweisen. Solche Unterschiede fallen besonders auf, wenn Ziegel nachbestellt werden müssen. Alle Ziegel für ein Dach sollten deshalb aus derselben Charge stammen, und der Überschuss sollte für spätere Reparaturen aufbewahrt werden.
Was der Rechner nicht berücksichtigt
Der Rechner ermittelt die Anzahl der Flächenziegel. Nicht enthalten sind Firststeine, Ortgangsteine, Traufformstücke, Anschlüsse an Dachflächenfenster und Schornsteine sowie Lattung, Unterspannbahn und Montage. Diese Positionen müssen gesondert kalkuliert werden. Auch die Tragfähigkeit der Dachkonstruktion ist nicht Gegenstand des Rechners. Das Ergebnis ersetzt daher weder eine Ausschreibung noch die Planung durch einen Fachbetrieb.
Kontrolle vor der Bestellung
Bevor die Bestellung ausgelöst wird, lohnt sich eine kurze Prüfung in drei Schritten. Zuerst wird die schräge Dachfläche nachgemessen oder aus dem Dachplan übernommen und nicht aus der Erinnerung geschätzt. Danach wird geprüft, ob das Format zu einem bestehenden Dach passt, etwa bei einer Teilsanierung, denn dann sind vorhandene Ziegel der beste Maßstab. Zuletzt wird die errechnete Stückzahl mit der Menge verglichen, die der Lieferant tatsächlich liefern kann. Lässt sich die Charge nicht sicherstellen, sollte der Lieferant nach Chargennummern gefragt werden, bevor bestellt wird.
Materialkosten
Der Rechner multipliziert die Stückzahl mit dem Preis pro Stück, den Sie eingeben. Ein fester Preis ist bewusst nicht hinterlegt, weil die Preise je nach Format, Hersteller, Liefermenge und Region stark schwanken. Die Schätzung umfasst nur die Dachziegel. Für den Preis sollten aktuelle Angebote eingeholt werden, wobei auf Format, Charge und Liefermenge zu achten ist.
Normen und Vorgaben
Die Produktanforderungen an Tondachziegel sind in DIN EN 1304 beschrieben, der deutschen Fassung der europäischen Norm EN 1304. Sie regelt Begriffe und Produktmerkmale. Für die Ausführung auf der Baustelle gelten zusätzlich die Landesbauordnung des jeweiligen Bundeslandes und die örtlichen Vorschriften. Diese Vorgaben können von den hier genannten Richtwerten abweichen.
Typische Fehler
- Die Grundfläche statt der schrägen Dachfläche eintragen.
- Das Format verwechseln, etwa Nr. 1 mit 3-Kanal.
- Ziegel aus verschiedenen Chargen mischen.
- Die Verschnittreserve bei verwinkelten Dächern zu knapp ansetzen.
- Formstücke vergessen.
Wann der Rechner nicht passt
Für Dächer mit anderen Ziegelarten, etwa Falzziegel oder Dachsteine, ist die Rechnung nicht anwendbar, weil Stückzahl und Überdeckung abweichen. Bei sehr unregelmäßigen Dachformen mit vielen Dachgauben und Kehlen empfiehlt sich statt einer Pauschalberechnung eine Dachplanung durch einen Fachbetrieb.
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Lusa-Dachziegel braucht man pro m²?
Die Stückzahl hängt vom Format ab. Der Rechner verwendet als Richtwerte 13 Stück je m² für das Format Klassisch, 16 Stück je m² für das Format Nr. 1 und 10 Stück je m² für das Format 3-Kanal. Mit diesen Voreinstellungen ergeben sich bei 100 m² schräger Dachfläche und 10 % Verschnittreserve rund 1.430 Stück im Format Klassisch, 1.760 Stück im Format Nr. 1 und 1.100 Stück im Format 3-Kanal. Verbindlich ist die Stückzahl im Datenblatt des Herstellers. Verwenden Sie immer die schräge Dachfläche, nicht die Grundfläche des Gebäudes.
Worin unterscheiden sich die Formate Klassisch, Nr. 1 und 3-Kanal?
Die Formate unterscheiden sich in Breite und Stückzahl je m². Das Format Klassisch ist das mittlere Format mit einem Richtwert von 13 Stück je m². Es wird vor allem bei der Sanierung eingesetzt, wenn die ursprüngliche Optik erhalten bleiben muss. Das Format Nr. 1 ist schmaler, hat einen Richtwert von 16 Stück je m² und findet sich häufig im Neubau mit traditioneller Anmutung. Das Format 3-Kanal ist breiter, hat einen Richtwert von 10 Stück je m² und eignet sich für große Dachflächen, weil sich die Verlegung dort beschleunigt. Profil und Überdeckung sind bei allen drei Formaten ähnlich. Die genauen Maße stehen im Datenblatt des Herstellers.
Welche Verschnittreserve sollte man bei Lusa-Dachziegeln einplanen?
Für ein einfaches Dach mit einer oder zwei rechteckigen Dachflächen empfiehlt sich eine Reserve von 10 %. Bei Dächern mit mehreren Dachflächen, Kehlen oder unregelmäßigem Grundriss sollten es 15 % sein. Die Reserve deckt Zuschnitte am Dachrand, Bruch beim Transport und bei der Verlegung sowie spätere Reparaturen ab. Bestellen Sie alle Ziegel aus derselben Produktionscharge, einschließlich der Reserve.
Wie berechne ich die schräge Dachfläche für Lusa-Dachziegel?
Die schräge Dachfläche ist immer größer als die Grundfläche des Gebäudes. Die Umrechnung lautet: Schräge Fläche = Grundfläche × √(1 + (Neigung in % ÷ 100)²). Bei 30 % Neigung beträgt der Faktor 1,044, bei 35 % etwa 1,059 und bei 45 % etwa 1,097. Bei 80 m² Grundfläche und 30 % Neigung ergeben sich rund 83,5 m² schräge Dachfläche. Diesen Wert tragen Sie in den Rechner ein.
Ist der Lusa-Dachziegel für flach geneigte Dächer geeignet?
Die Lusa ist für flach geneigte Dächer nur bedingt geeignet. Bei geringer Neigung kann Wasser leichter durch die Überlappungen eindringen. Die Mindestneigung sollte deshalb den Herstellerangaben zum jeweiligen Format entnommen werden. Bei starkem Schlagregen oder exponierter Lage ist eine höhere Neigung sinnvoll. Zusätzlich gelten die Anforderungen der Landesbauordnung und der zuständigen Bauaufsicht.
Kann man Lusa-Dachziegel aus verschiedenen Chargen mischen?
Davon wird abgeraten. Ziegel desselben Modells aus verschiedenen Produktionschargen können in Farbe, Maß oder Oberfläche voneinander abweichen. Solche Unterschiede fallen besonders auf, wenn Ziegel nachbestellt werden müssen. Bestellen Sie deshalb alle Ziegel aus einer Charge, einschließlich der Verschnittreserve, und bewahren Sie den Überschuss für spätere Reparaturen auf.
Sind Firststeine und Ortgangsteine im Ergebnis enthalten?
Nein. Der Rechner ermittelt nur die Anzahl der Flächenziegel. Firststeine, Ortgangsteine, Traufformstücke und Anschlüsse an Dachflächenfenster oder Schornsteine müssen separat ermittelt werden, zum Beispiel anhand des Dachplans und der Angaben des Herstellers. Auch Lattung, Unterspannbahn und Montage sind nicht enthalten. Für eine vollständige Materialliste sollten diese Positionen ergänzt werden.
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Von RivoCalc · Geprüft nach unseren redaktionellen Richtlinien · Aktualisiert am 6. Juli 2026
Das Ergebnis ist eine Schätzung auf Basis der eingegebenen Werte. Maßgeblich sind die Angaben des Herstellers zu Format, Stückzahl und Mindestneigung sowie die Vorgaben der zuständigen Bauaufsicht. Die Kostenschätzung umfasst nur die Dachziegel, nicht Formstücke, Lattung, Montage oder Dämmung.
