Romana-Dachziegel pro m²: Stückzahl berechnen
Berechnet die Stückzahl an Romana-Dachziegeln für ein Dach, je nach Format, Verschnittzugabe und optionalem Preis je Stück.
Mit dem Standardformat und dem Richtwert von rund 14 Stück pro m² bestellt man für ein Dach mit 100 m² geneigter Fläche und 10 % Verschnittzugabe etwa 1.540 Ziegel. Im Großformat mit dem Richtwert von rund 11 Stück pro m² sind es für dieselbe Fläche etwa 1.210 Ziegel, also 330 Stück weniger. Das Format beeinflusst außerdem das Gesamtgewicht, die Anzahl der Paletten und den Lattungsabstand.
Die Romana ist ein Dachziegel mit ausgeprägtem S-förmigem Profil und einfachem seitlichem Falz. Da sich dieses Profil deutlich von Biberschwanz- oder Hohlfalzziegeln unterscheidet, lässt sich die Stückzahl nicht aus Erfahrungswerten für andere Ziegelarten übernehmen. Maßgeblich sind die Ausbeute und die Maße im technischen Datenblatt des gewählten Produkts. Die Werte in diesem Rechner sind Richtwerte für die Materialplanung und ersetzen weder die Angaben des Herstellers noch den Verlegeplan des Dachdeckungsbetriebs.
Dieser Rechner wandelt die geneigte Dachfläche in eine Stückzahl um. Er kennt das Standardformat, das Großformat und ein eigenes Format mit bekannter Ausbeute. Über eine einstellbare Verschnittzugabe werden Zuschnitte an Ortgang, Traufe und Kehlen berücksichtigt. Wer zusätzlich einen Preis je Stück eingibt, erhält eine grobe Schätzung der Materialkosten, die sich aus der Stückzahl ergibt.
Entscheidend ist die geneigte Dachfläche, nicht die Grundfläche des Gebäudes im Grundriss. Bei steilen Dächern unterscheiden sich beide Werte deutlich. Wer mit der Grundfläche rechnet, bestellt zu wenig Material und muss gegebenenfalls einen Nachkauf aus einer anderen Charge in Kauf nehmen, dessen Farbton abweichen kann.
Die folgenden Abschnitte erklären, wie sich die Ausbeute zusammensetzt, wie man die Schrägfläche berechnet und welche Verschnittzugabe sinnvoll ist. Außerdem wird gezeigt, bei welchen Dächern die Berechnung nicht ausreicht.
Das Ergebnis wird automatisch aktualisiert.
Geneigte Dachfläche, Dachneigung bereits berücksichtigt
Wird durch das gewählte Format vorgegeben
Empfohlen: 10 % bei einfachen Dächern, 15 % bei mehreren Dachflächen
Aktuelle Preise finden Sie z. B. bei OBI, Bauhaus oder Hornbach
Benötigte römische Ziegel
Inklusive 112 Stück Sicherheitsreserve
- Dachfläche
- 80,0 m²
- Bedarf des Formats
- 14 Stück/m²
- Ziegel ohne Zuschlag
- 1.120 Stück
Funktionsweise
Formel
So wird gerechnet
Romana-Dachziegel: Ausbeute, Formate und Berechnung der Stückzahl
Die Romana ist ein Dachziegel mit ausgeprägtem S-förmigem Profil und einfachem seitlichem Falz. Für die Planung in Deutschland ist vor allem wichtig, dass sich diese Geometrie von den hier üblichen Profilen unterscheidet. Deshalb lässt sich die Stückzahl nicht aus Erfahrungswerten für Biberschwanz- oder Hohlfalzziegel übernehmen. Die Berechnung braucht immer die Ausbeute des konkreten Produkts.
Die Romana wird in zwei Formaten angeboten, deren Ausbeute sich deutlich unterscheidet. Der Rechner kennt beide und setzt als Voreinstellung die folgenden Richtwerte an.
Romana Standard: Der Rechner verwendet 14 Stück pro m² als Richtwert. Die Abmessungen und die tatsächliche Ausbeute stehen im technischen Datenblatt des Herstellers, das bei Abweichungen maßgeblich ist.
Romana Großformat: Der Rechner verwendet 11 Stück pro m² als Richtwert. Das größere Format benötigt weniger Teile und beschleunigt die Verlegung auf großen Dachflächen. Auch hier gilt das Datenblatt des Herstellers als Maßstab.
Für 100 m² Dachfläche mit 10 % Verschnittzugabe ergeben sich mit diesen Richtwerten etwa 1.540 Stück im Standardformat und etwa 1.210 Stück im Großformat. Der Unterschied von 330 Stück wirkt sich auf Transport, Lagerung, Gesamtgewicht und Palettenanzahl aus. Das Gesamtgewicht sollte anhand der Datenblattangaben geprüft und mit der zulässigen Belastung der Dachkonstruktion abgeglichen werden.
Schrägfläche statt Grundfläche
Die zentrale Eingabe ist die tatsächliche Dachfläche, also die geneigte Fläche, nicht die Grundfläche des Gebäudes im Grundriss. Beide Werte stimmen nur bei flachen Dächern überein. Je steiler das Dach ist, desto größer wird der Unterschied.
Die Umrechnung erfolgt nach folgender Formel:
Schrägfläche = Grundfläche × √(1 + (Neigung in % ÷ 100)²)
Die Neigung in Prozent ist das Verhältnis von Höhe zu Länge. Eine Neigung von 30 % bedeutet 30 cm Anstieg auf 100 cm Länge, was etwa 17 Grad entspricht. Der Umrechnungsfaktor beträgt bei 30 % Neigung 1,044, bei 35 % 1,059 und bei 45 % 1,097. Bei 45 % liegt die Schrägfläche also knapp 10 % über der Grundfläche. Ein Dach mit 80 m² Grundfläche und 35 % Neigung hat eine Schrägfläche von rund 84,8 m². Dieser Wert gehört in die Berechnung. Wer stattdessen die Grundfläche einträgt, bestellt zu wenig Material und riskiert, Ziegel aus einer zweiten Charge nachkaufen zu müssen.
Mindestneigung und Normen
Die Angaben zur zulässigen Dachneigung stehen im technischen Datenblatt des jeweiligen Produkts. Der Wert sollte vor der Planung geprüft werden, nicht erst auf der Baustelle. Der Rechner prüft die Neigung nicht und berechnet nur die Stückzahl.
Die Produktanforderungen an Dachziegel, etwa an Maße, Maßtoleranzen, Wasseraufnahme und Festigkeit, sind in der Norm DIN EN 1304 beschrieben. Für die Ausführung von Dachdeckungsarbeiten bildet die Norm DIN 18338 die übliche Grundlage. Örtliche Bauvorschriften und die Vorgaben des Herstellers können zusätzliche Anforderungen stellen. Die Normen legen keine Stückzahl fest und ersetzen nicht den Verlegeplan.
Verschnittzugabe und Reserve aus derselben Charge
Die Verschnittzugabe deckt drei Bereiche ab. Sie gleicht Zuschnitte an Ortgang, Traufe, Kehlen und Durchdringungen aus, fängt Bruch beim Transport und beim Verlegen auf und hält eine Reserve für spätere Reparaturen vor. Der Rechner schlägt 10 % für einfache Dächer mit einer oder zwei rechteckigen Dachflächen und 15 % für Dächer mit mehreren Dachflächen, Kehlen oder Gauben vor. Diese Werte sind Empfehlungen des Rechners und keine Normwerte. Bei unregelmäßigen Grundrissen oder Dächern mit vielen Zuschnitten sollte der ausführende Betrieb den Bedarf am Verlegeplan prüfen.
Ziegel desselben Modells aus unterschiedlichen Fertigungschargen können leichte Abweichungen bei Farbton, Oberflächenbehandlung oder Maßen haben. Diese werden oft erst nach einigen Jahren Sonne und Regen sichtbar. Deshalb sollte die gesamte Menge aus einer Charge bestellt werden, und die Reserve gehört zu derselben Charge.
Ausbeute als Richtwert
Die Ausbeute in Stück pro m² ist ein Richtwert für die Eindeckung und hängt vom Verlegeplan sowie von der Überdeckung ab, die das Datenblatt vorgibt. Der Rechner übernimmt den Wert automatisch, sobald ein Format gewählt wird. Weicht der Wert im Datenblatt ab, ist das Datenblatt maßgeblich. Die Option Benutzerdefiniert erlaubt die Eingabe eines solchen Werts.
Zubehör, das separat zu kalkulieren ist
Eine vollständige Dacheindeckung benötigt weitere Bauteile, die dieser Rechner nicht erfasst: Firstziegel, Ortgangsteine, Abschlüsse an der Traufe, Dachrinnen, Dachhaken zur Befestigung, Unterdeckbahn sowie die Lattung. Diese Positionen sollten getrennt kalkuliert werden, da sich ihre Mengen anders berechnen.
Wann die Berechnung nicht ausreicht
Der Rechner gilt für eine einfache Eindeckfläche. Dachfenster und Schornsteine sind von der Eindeckfläche abzuziehen. Bei Gauben und Kehlen empfiehlt sich eine höhere Verschnittzugabe. Bei Dächern mit besonderer Geometrie sollte die endgültige Stückzahl vom ausführenden Dachdeckungsbetrieb anhand des Verlegeplans bestätigt werden.
Beispielrechnung Schritt für Schritt
Als Beispiel dient ein Dach mit 60 m² Grundfläche und 40 % Neigung. Zuerst wird die Schrägfläche bestimmt. Der Faktor für 40 % lautet √(1 + 0,4²) = √1,16, gerundet 1,077. Die Schrägfläche beträgt damit 64,62 m² (60 × 1,077). Dieser Wert wird in den Rechner eingetragen.
Im Standardformat mit 14 Stück pro m² und 15 % Verschnittzugabe ergibt sich: 64,62 × 14 × 1,15 = 1.040,4, aufgerundet 1.041 Stück. Im Großformat mit 11 Stück pro m² ergibt sich: 64,62 × 11 × 1,15 = 817,4, aufgerundet 818 Stück. Zwischenergebnisse sollten nicht gerundet werden, nur das Endergebnis wird aufgerundet.
Wer dieselbe Fläche mit der Grundfläche von 60 m² rechnet, erhält im Standardformat nur 966 Stück. Die Differenz von 75 Stück würde auf der Baustelle fehlen, und der Nachkauf aus einer anderen Charge wäre die Folge.
Dächer mit mehreren Teilflächen
Hat ein Dach Flächen mit unterschiedlicher Neigung, empfiehlt es sich, jede Teilfläche einzeln umzurechnen. Dazu wird die Grundfläche jeder Teilfläche mit ihrem eigenen Faktor multipliziert. Die so ermittelten Schrägflächen werden addiert, und erst die Summe wird in den Rechner eingetragen. Dabei sollten keine Zwischenwerte gerundet werden.
Häufige Fehler
- Die Grundfläche statt der Schrägfläche eintragen. Die Folge ist Materialmangel.
- Die Ausbeute eines anderen Profils übernehmen. Die Romana lässt sich damit nicht zuverlässig kalkulieren.
- Den Verschnitt zu knapp wählen. Bei unregelmäßigen Dächern fehlt dann Material für Zuschnitte.
- Auf Chargen nicht achten. Unterschiede im Farbton fallen später auf.
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Romana-Dachziegel benötige ich pro m²?
Der Rechner setzt für das Standardformat 14 Stück pro m² und für das Großformat 11 Stück pro m² als Richtwert an. Bei 100 m² geneigter Dachfläche und 10 % Verschnittzugabe ergibt das rund 1.540 Ziegel im Standardformat oder rund 1.210 Ziegel im Großformat. Maßgeblich bleibt die Ausbeute im Datenblatt des gewählten Produkts. Verwenden Sie stets die tatsächliche geneigte Dachfläche, nicht die Grundfläche des Gebäudes.
Worin unterscheiden sich Standard- und Großformat der Romana?
Der Rechner setzt für das Standardformat 14 Stück pro m² an, für das Großformat 11 Stück pro m². Die genauen Abmessungen und die Ausbeute beider Formate stehen im Datenblatt des Herstellers, das Vorrang vor den Richtwerten des Rechners hat. Das größere Format benötigt weniger Teile und beschleunigt die Verlegung auf großen Flächen. Es wirkt sich jedoch auf das Gesamtgewicht und den Lattungsabstand aus, weshalb die Wahl mit der Planung des Dachaufbaus abgestimmt werden sollte.
Wie unterscheidet sich die Romana von Biberschwanz- oder Hohlfalzziegeln?
Die Romana hat ein ausgeprägtes S-förmiges Profil und einen einfachen seitlichen Falz. Biberschwanz- und Hohlfalzziegel haben andere Geometrien und andere Überdeckungen. Deshalb lassen sich Erfahrungswerte für die Stückzahl nicht von einem Profil auf das andere übertragen. Die Ausbeute sollte dem Datenblatt des konkreten Produkts entnommen werden. Dieser Rechner verwendet dafür die beiden Richtwerte für Standard und Großformat, die bei Bedarf angepasst werden können.
Welche Verschnittzugabe sollte ich bei Romana-Dachziegeln wählen?
Für einfache Dächer mit einer oder zwei rechteckigen Dachflächen empfiehlt der Rechner 10 %. Bei Dächern mit mehreren Dachflächen, Kehlen, Gauben oder Dachfenstern sind 15 % vorgesehen. Diese Werte sind Empfehlungen und keine Normwerte, daher sollte der ausführende Betrieb sie am Verlegeplan prüfen. Die Reserve deckt Zuschnitte am Ortgang und an der Traufe, Bruch beim Transport und Verlegen sowie spätere Reparaturen aus derselben Charge ab.
Wie berechne ich die Schrägfläche des Dachs für die Romana?
Die Schrägfläche ergibt sich aus der Grundfläche multipliziert mit der Wurzel aus 1 plus dem Quadrat der Neigung in Prozent geteilt durch 100. Bei 30 % Neigung beträgt der Faktor 1,044, bei 35 % 1,059 und bei 45 % 1,097. Bei einem Gebäude mit 80 m² Grundfläche und 35 % Neigung liegt die Schrägfläche bei rund 84,8 m². Dieser Wert ist in den Rechner einzutragen, nicht die Grundfläche.
Welche Mindestneigung gilt für Romana-Dachziegel?
Die Angaben zur Mindestneigung stehen im technischen Datenblatt des jeweiligen Produkts. Der Wert ist vor der Planung zu prüfen, denn er entscheidet, ob das gewählte Produkt auf dem geplanten Dach eingesetzt werden darf. Dieser Rechner prüft die Neigung nicht und berechnet nur die Stückzahl. Bei Zweifeln sollte der ausführende Dachdeckungsbetrieb hinzugezogen werden.
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Von RivoCalc · Geprüft nach unseren redaktionellen Richtlinien · Aktualisiert am 7. Juli 2026
Die Berechnung liefert einen Richtwert für die Materialplanung. Die tatsächlich benötigte Stückzahl hängt von Dachform, Verlegeplan, Zuschnitten und Schnittverlusten ab. Maßgeblich sind die Angaben des Herstellers und die Planung des ausführenden Dachdeckungsbetriebs.
