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Sturmklammern für Dachziegel berechnen

Ermittelt die Anzahl der Sturmklammern für Dachziegel aus Dachfläche, Ziegeltyp, Befestigungsstufe und Verschnittzuschlag.

Bei einer Dachfläche von 80 m² und Ziegeln vom Marseille-Typ, für die rund 15 Ziegel pro m² gerechnet werden, erhält bei vollständiger Befestigung jeder Ziegel eine Sturmklammer. Das sind 1.200 Sturmklammern. Mit einem Verschnittzuschlag von 5 % sind 1.260 Sturmklammern zu bestellen. Der Rechner ermittelt diese Menge aus Dachfläche, Ziegeltyp, Befestigungsstufe, Anzahl der Klammern pro Ziegel und Zuschlag.

Sturmklammern halten Dachziegel an der Unterkonstruktion, damit Wind sie nicht anheben kann. Bei starkem Wind entsteht auf der Dachoberfläche ein Sog, der die Ziegel vor allem an Traufe, Ortgang und First lösen kann. Diese Randbereiche werden deshalb zuerst befestigt. Wie viele Ziegel insgesamt eine Klammer brauchen, hängt von der Windzone nach DIN EN 1991-1-4/NA, von der Gebäudehöhe, der Dachneigung und der Lage ab. Küstennahe Standorte und Gebäude in exponierter Höhe erfordern in der Regel eine dichtere Befestigung als Gebäude im Binnenland.

Der Rechner unterscheidet drei Befestigungsstufen. Bei der vollständigen Befestigung erhält jeder Ziegel eine Klammer. Bei der randseitigen Befestigung werden nur Traufe, Ortgang und First befestigt; der Rechner setzt dafür einen Anteil von 0,35 an, also rund ein Drittel der Ziegel. Bei der einfachen Befestigung, die nur exponierte Zonen erfasst, liegt der Anteil bei 0,20. Diese Anteile sind Richtwerte des Rechners und keine Normvorgaben. Die verbindliche Stufe legen der Tragwerksplaner oder der Dachdeckerbetrieb anhand der Herstellerangaben fest.

Die Berechnung setzt eine gleichmäßige Verlegung und eine Dachfläche voraus, die als geneigte Fläche erfasst wird. Wer die Grundrissfläche eingibt, erhält bei steilen Dächern deutlich zu wenige Klammern. Für die Bestellung empfiehlt sich der Zuschlag, weil an Graten und Anschlüssen Ziegel zugeschnitten werden und einzelne Klammern bei der Montage verloren gehen oder nachgesetzt werden müssen.

Das Ergebnis wird automatisch aktualisiert.

Gesamte geneigte Dachfläche, die gesichert werden soll

Referenzdichte: 15 Ziegel/m²

Erfragen Sie den erforderlichen Klammerungsgrad beim Hersteller oder Planer

Empfohlen: 5 % für Verlust und Ausschuss

Optional — berechnet die geschätzten Gesamtkosten

Benötigte Sturmklammern

441Klammern

Basierend auf insgesamt 1.200 Ziegeln, davon 420 zu klammern

Ziegel insgesamt
1.200 Ziegel
Zu klammernde Ziegel
420 (35 %)
Klammern (ohne Zuschlag)
420
Angewendeter Zuschlag
5 %
Teilen

Funktionsweise

1

Geben Sie die geneigte Dachfläche in Quadratmetern ein. Maßgeblich ist die tatsächliche Dachfläche, nicht die Grundrissfläche.

2

Wählen Sie den Ziegeltyp. Jeder Typ hat eine eigene Verlegedichte, die die Zahl der Ziegel pro m² bestimmt.

3

Wählen Sie die Befestigungsstufe: vollständig (alle Ziegel), randseitig (Traufe, Ortgang und First, Richtwert etwa 35 %) oder einfach (nur exponierte Bereiche, Richtwert etwa 20 %).

Formel

N_Ziegel = ⌈A × D⌉ | N_fixieren = ⌈N_Ziegel × f⌉ | G_brutto = N_fixieren × g | G_gesamt = ⌈G_brutto × (1 + d / 100)⌉
A — Dachfläche, geneigt erfasst (m²)
D — Verlegedichte der Dachziegel (Ziegel/m²)
N_Ziegel — Gesamtzahl der Ziegel (aufgerundet)
f — Anteil der Ziegel, die eine Sturmklammer erhalten (1,0 / 0,35 / 0,20 je nach Befestigungsstufe)
N_fixieren — Anzahl der Ziegel, die eine Sturmklammer erhalten
g — Sturmklammern pro Ziegel (1 oder 2)
G_brutto — Sturmklammern ohne Verschnittzuschlag
d — Verschnitt- und Montageverlustzuschlag (%)
G_gesamt — Zu bestellende Sturmklammern (mit Zuschlag, aufgerundet)

So wird gerechnet

Sturmklammern für Dachziegel: So berechnen Sie die Befestigung

Die Befestigung von Dachziegeln mit Sturmklammern wird bei kleinen Bauvorhaben oft unterschätzt, hat aber direkte Folgen für die Sicherheit des Daches bei Sturm. Ein Dach, dessen Randziegel nicht befestigt sind, verliert bei starkem Wind als Erstes Ziegel an Traufe, Ortgang und First. Ob eine Sturmklammer nötig ist und wie viele Klammern ein Dach braucht, hängt von der Windzone, der Gebäudehöhe, der Dachneigung und den Angaben des Ziegelherstellers ab. Dieser Rechner ermittelt die Menge aus der Dachfläche, dem Ziegeltyp, der Befestigungsstufe, der Anzahl der Klammern pro Ziegel und einem Verschnittzuschlag.

Was Sturmklammern leisten

Sturmklammern sind kleine Metallteile, meist aus verzinktem Stahl oder Edelstahl. Sie werden in den Ziegel eingehängt oder eingeclipst und an der Lattung oder an der Unterkonstruktion befestigt. Ihre Aufgabe ist es, den Ziegel gegen Windsog zu sichern. Strömt Wind über eine geneigte Dachfläche, entstehen auf der Oberseite Druckunterschiede, die Ziegel anheben können. Eine Klammer hält den Ziegel auch dann in seiner Lage, wenn die Auflage durch Wind kurzzeitig entlastet wird.

Neben der klassischen Sturmklammer gibt es Seitenclips für Lusa-Ziegel und Firsthaken für die Firststeine. Der Rechner geht vom Standardfall aus, bei dem eine Klammer je Ziegel eingesetzt wird. Firsthaken und Spezialteile werden nicht gesondert gezählt.

Verlegedichte nach Ziegeltyp

Jeder Ziegeltyp hat eine andere Verlegedichte, weil Format und Überdeckung unterschiedlich sind. Für die Berechnung ist die Anzahl der Ziegel pro Quadratmeter entscheidend, denn daraus ergibt sich die Zahl der Stellen, an denen eine Klammer sitzen kann.

ZiegeltypZiegel pro m² (Richtwert)
Marseille-Typ15
Lusa-Typ9
Hohlziegel17
Flachziegel17
Betondachstein9

Die Werte sind Richtgrößen, die der Rechner als Rechenannahme verwendet. Sie stammen nicht aus einer Norm und sind keine verbindlichen Zulassungswerte. Das genaue Maß hängt vom Modell ab und sollte im Datenblatt des verwendeten Ziegels geprüft werden.

Befestigungsstufen: vollständig, randseitig und einfach

Die Befestigungsstufe bestimmt, welcher Anteil der Ziegel eine Klammer erhält. Der Rechner verwendet drei Stufen.

Vollständige Befestigung: Jeder Ziegel erhält eine Klammer (Faktor 1,0). Sie ist sinnvoll bei starkem Wind, bei steilen Dächern, bei Dachflächen in größerer Höhe und bei Gebäuden, die über lange Zeit unbewohnt sind, weil Schäden dann spät bemerkt werden.

Randseitige Befestigung: Befestigt werden die Ziegel an der Traufe, an den Ortgängen und am First, jeweils in den äußeren Reihen. Der Rechner setzt dafür den Faktor 0,35 an. Diese Stufe gilt im Rechner als Standardannahme für Wohngebäude mit mäßiger Windexposition.

Einfache Befestigung: Befestigt werden nur die exponierten Bereiche, meist die erste Traufreihe und der First. Der Faktor 0,20 entspricht diesem Fall. Sie eignet sich für geschützte Lagen.

Die Faktoren 0,35 und 0,20 sind Rechenwerte des Rechners und keine Normvorgaben. Die zu wählende Stufe ergibt sich aus der Windzone nach DIN EN 1991-1-4/NA, der Gebäudehöhe und der Exposition des Standorts. Im Zweifel lohnt sich die Rücksprache mit dem Tragwerksplaner oder dem Dachdeckerbetrieb, und die Herstellerangaben zum Ziegel sind zu beachten.

Eine oder zwei Klammern pro Ziegel

Für die meisten Dächer mit randseitiger oder einfacher Befestigung reicht eine Klammer je Ziegel. Zwei Klammern pro Ziegel sind bei sehr starkem Wind, in windexponierten Küstenlagen und bei großformatigen Ziegeln sinnvoll. Auch bei sehr steilen Dächern oder bei Befestigung in größerer Gebäudehöhe wird häufig eine zweite Klammer gewählt. Der Rechner multipliziert die Anzahl der zu befestigenden Ziegel mit dem gewählten Wert. Eine Verdopplung der Klammern verdoppelt also die Menge, nicht die Fläche.

Die Berechnung Schritt für Schritt

Der Rechner arbeitet in vier Schritten. Zuerst ergibt die Dachfläche multipliziert mit der Verlegedichte die Gesamtzahl der Ziegel, aufgerundet auf die nächste ganze Zahl. Danach wird diese Zahl mit dem Anteil der Befestigungsstufe multipliziert und wieder aufgerundet. Das Ergebnis wird mit der Anzahl der Klammern pro Ziegel multipliziert. Zuletzt wird der Verschnittzuschlag hinzugerechnet, und die Summe wird aufgerundet. Die Formel lautet:

N_Ziegel = ⌈A × D⌉ | N_fixieren = ⌈N_Ziegel × f⌉ | G_brutto = N_fixieren × g | G_gesamt = ⌈G_brutto × (1 + d / 100)⌉

Ein Beispiel: Ein Dach mit 80 m² und Ziegeln mit 15 Stück pro m² hat 1.200 Ziegel. Bei vollständiger Befestigung mit einer Klammer je Ziegel ergeben sich 1.200 Klammern, mit 5 % Zuschlag 1.260 Klammern. Bei randseitiger Befestigung werden 0,35 × 1.200 = 420 Ziegel befestigt, also 420 Klammern, und mit Zuschlag 441 Klammern.

Wann der Rechner an Grenzen stößt

Der Rechner gilt für übliche Dachgeometrien. Bei verwinkelten Dächern mit vielen Gratenden, Gauben oder mehreren Teilflächen muss jede Fläche einzeln gemessen und die Summe eingegeben werden. Er ersetzt keine Windlastberechnung und prüft weder die Tragfähigkeit der Lattung noch die Unterkonstruktion. Bei Betondachsteinen gilt die Klammer des Herstellers, denn Befestigungspunkte und Profile unterscheiden sich je nach Modell. Auch Firsthaken, Ortgangziegel und Spezialteile werden nicht gesondert berechnet. Bei Sanierungen lohnt sich vor der Bestellung ein Blick auf den vorhandenen Bestand. Werden nur einzelne Ziegel ersetzt, sollte geprüft werden, ob die vorhandenen Klammern noch vorhanden und intakt sind, denn der Rechner geht von einer vollständig neuen Eindeckung aus. Ein Abgleich der Fläche mit dem Aufmaß des Dachdeckerbetriebs bestätigt den Wert auch bei verwinkelten Dächern.

Häufige Fehler

  • Die Grundrissfläche statt der geneigten Dachfläche eingeben. Bei steilen Dächern weicht der Wert deutlich ab.
  • Die Verlegedichte eines anderen Ziegeltyps wählen. Bei einer Verwechslung stimmt die Menge nicht.
  • Den Verschnittzuschlag weglassen. Beim Zuschnitt an Graten, Kehlen und Anschlüssen fällt Verschnitt an, und einzelne Klammern müssen nachbestellt werden.
  • Die Packungsgröße nicht beachten. Nach der Berechnung muss auf ganze Packungen aufgerundet werden.
  • Klammern wählen, die nicht zur Profilform des Ziegels passen. Dann halten sie den Ziegel nicht sicher.

Normen und Zuständigkeiten

Für die Windeinwirkung ist in Deutschland der Eurocode 1 maßgebend, umgesetzt als DIN EN 1991-1-4 mit Nationalem Anhang. Er teilt das Land in Windzonen ein, aus denen sich die Sogbelastung ableitet. Die Ausführung von Dachdeckungsarbeiten richtet sich nach DIN 18338. Die Befestigungsmittel müssen zum Ziegel und zur Unterkonstruktion passen. Hersteller geben dafür Verwendungsbereiche an, teils über allgemeine bauaufsichtliche Zulassungen. Diese Unterlagen sind für die Auswahl der Klammern maßgeblich. Welche weiteren Anforderungen gelten, klären Sie mit der zuständigen Bauaufsichtsbehörde oder mit dem Planer. Die Berechnung dient der Materialplanung und ersetzt keine fachliche Planung.

Häufig gestellte Fragen

Brauchen alle Dachziegel eine Sturmklammer?

Nicht unbedingt. Bei mäßiger Windexposition reicht meist die randseitige Befestigung, also Traufe, Ortgang und First, weil dort der Windsog am stärksten wirkt und Ziegel zuerst lösen kann. Eine vollständige Befestigung aller Ziegel ist sinnvoll bei starkem Wind, in exponierter Lage, bei steilen Dächern oder bei Gebäuden in größerer Höhe. Welche Stufe erforderlich ist, ergibt sich aus der Windzone nach DIN EN 1991-1-4/NA, aus der Gebäudehöhe und aus den Angaben des Ziegelherstellers. Im Zweifel lohnt sich die Rücksprache mit dem Tragwerksplaner oder dem Dachdeckerbetrieb.

Was ist der Unterschied zwischen Sturmklammer und Ziegelclip?

Die Begriffe werden uneinheitlich verwendet. Herstellerunterlagen nennen das Befestigungsteil je nach Produkt Sturmklammer oder Ziegelclip. Gemeint ist in beiden Fällen ein Metallelement, das den Ziegel an der Lattung oder an der Unterkonstruktion sichert und verhindert, dass Wind ihn anhebt. Für die Berechnung spielt die Bezeichnung keine Rolle. Entscheidend sind die Anzahl der Befestigungsstellen je Ziegel und die Eignung für den verwendeten Ziegeltyp, die im Datenblatt angegeben ist.

Wie viele Sturmklammern enthält eine Packung?

Sturmklammern werden im Baustoffhandel in unterschiedlichen Packungsgrößen angeboten. Die Stückzahl je Packung steht auf der Verpackung und hängt vom Hersteller und vom Händler ab. Der Rechner gibt die Gesamtmenge einschließlich Verschnittzuschlag aus. Diese Menge teilen Sie durch die Stückzahl je Packung und runden auf, damit keine Klammern fehlen.

Beeinflusst die Dachneigung die Anzahl der Sturmklammern?

Die Dachneigung wirkt nicht direkt in die Rechenformel ein, sondern beeinflusst die empfohlene Befestigungsstufe. Bei steileren Dächern ist die Windangriffsfläche größer und der Sog an der Oberfläche stärker. Deshalb wird dann häufig eine dichtere Befestigung gewählt, bis hin zur vollständigen Befestigung mit zwei Klammern je Ziegel. Der Rechner erlaubt es, Stufe und Klammern pro Ziegel auszuwählen, damit das Ergebnis die tatsächliche Situation abbildet. Die Entscheidung trifft der Planer anhand der Windzone und der Herstellerangaben.

Gilt die Berechnung auch für Betondachsteine?

Ja. Für Betondachsteine verwendet der Rechner eine Richtdichte von 9 Ziegeln pro m², wie beim Lusa-Typ. Dieser Wert ist eine Rechenannahme und keine Norm- oder Herstellervorgabe. Die passenden Klammern gibt der Hersteller des Dachsteins vor, und sie müssen für das jeweilige Modell ausdrücklich vorgesehen sein. Prüfen Sie die Herstellerunterlagen vor der Bestellung, weil Form und Befestigungspunkte bei Betondachsteinen von denen der Tonziegel abweichen können. Die Mengenberechnung bleibt dieselbe, geändert werden Verlegedichte und Klammerart.

Wie rechne ich das Ergebnis in Packungen um?

Teilen Sie das Ergebnis durch die Stückzahl je Packung und runden Sie auf die nächste ganze Zahl auf. Benötigen Sie zum Beispiel 430 Sturmklammern und haben Packungen mit 200 Stück, ergibt die Division 2,15. Aufgerundet sind das 3 Packungen. Bestellen Sie in diesem Fall also drei Packungen, auch wenn dabei eine Restmenge übrig bleibt. Diese Reserve sichert den Bedarf bei Montagefehlern und Zuschnitt ab.

Ersetzt der Rechner die fachliche Planung?

Nein. Der Rechner ermittelt die Materialmenge auf Basis der eingegebenen Werte und typischer Verlegedichten. Er prüft weder Windlasten noch die Tragfähigkeit der Lattung oder der Unterkonstruktion. Für die Wahl der Befestigungsstufe und die Freigabe der Ausführung sind der Tragwerksplaner, der Dachdeckerbetrieb oder die zuständige Bauaufsicht verantwortlich. Die Ergebnisse dienen der Materialplanung und ersetzen keine fachliche Prüfung.

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Von RivoCalc · Geprüft nach unseren redaktionellen Richtlinien · Aktualisiert am 4. Juli 2026

Das Ergebnis ist eine Richtgröße für die Materialplanung. Die Befestigung ist nach Windzone, Gebäudehöhe, Dachneigung und Herstellerangaben festzulegen. Für die Tragfähigkeit und die Ausführung ist die fachliche Planung durch Tragwerksplaner oder Dachdeckerbetrieb verantwortlich.