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Unterdeckplatten berechnen: Anzahl Platten für das Dach

Berechnet die Anzahl der Unterdeckplatten für geneigte Dächer, mit Überlappung, Verschnitt und wirksamer Fläche je Platte.

Bei einer geneigten Dachfläche von 60 m², einem Verschnittzuschlag von 10 % und Bitumen-Wellplatten im Format 200 × 95 cm benötigt man 43 Platten. Jede Platte deckt nach Abzug der Überlappungen nur etwa 1,56 m² wirksam ab, weil sich die Platten in Richtung der Neigung um 17 cm und seitlich um etwa 10 cm überlappen. Rechnerisch ergeben 60 m² × 1,10 = 66 m² geteilt durch 1,56 m² je Platte 42,3 Platten, die auf 43 Platten aufgerundet werden.

Gezählt wird die geneigte Dachfläche und nicht die Grundfläche im Grundriss. Wer die Fläche des Hauses in der Draufsicht verwendet, bestellt bei geneigten Dächern zu wenig, weil die schräge Fläche länger ist als ihre Projektion. Bei einem Satteldach mit 35 % Neigung ergeben 60 m² Grundfläche etwa 63,6 m² Dachfläche. Der Rechner verlangt deshalb die Länge jeder Dachseite entlang der Neigung, gemessen von der Traufe bis zum First.

Auch der Plattentyp verändert die Menge deutlich. Faserzement-Wellplatten im Format 200 × 92 cm kommen bei 15 cm Überlappung in Richtung der Neigung und 12 cm seitlich auf 1,48 m² je Platte. Platten im Format 250 × 95 cm erreichen mit den Überlappungen der 200-cm-Bitumenplatte rund 1,98 m². Für dieselben 60 m² mit 10 % Zuschlag braucht man dann 66 m² ÷ 1,98 m² ≈ 33,3, also 34 großformatige Platten. Die Überlappungswerte sind Voreinstellungen, die vor dem Einkauf mit der Verlegeanleitung des gewählten Produkts abgeglichen werden sollten.

Der Verschnittzuschlag deckt Schnitte an Traufen, Firsten und Ortgängen ab sowie Zuschnitte an Dachdurchdringungen. Bei Schornsteinen, Lüftungsrohren oder Dachflächenfenstern sollte man einige zusätzliche Platten einplanen. Walmdächer mit diagonalen Schnitten an Graten und Kehlen brauchen einen höheren Zuschlag als einfache Satteldächer.

Viele Platten werden in Gebinden verkauft. Wer die berechnete Anzahl auf das nächste volle Gebinde aufrundet, vermeidet einen zweiten Bestellvorgang auf der Baustelle.

Das Ergebnis wird automatisch aktualisiert.

Entlang der Dachschräge gemessen, von der Traufe bis zum First.

Seitliche Ausdehnung der Dachfläche, parallel zum First.

Anzahl der geneigten Dachflächen. Zwei sind beim Einfamilienhaus am häufigsten.

Wählen Sie den Plattentyp. Die Überlappung wird automatisch berücksichtigt.

Berücksichtigt Zuschnitte an Traufen, Firsten und Kehlen. Empfohlen: 10–15 %.

Stückpreis der Platte. Leer lassen, um nur die Mengen zu erhalten.

Zu kaufende Platten

50Platten

Für 2 Dachfläche(n), Grundfläche 70,0 m².

Gesamtfläche des Dachs
70,0 m²
Fläche mit Verschnittzuschlag
77,0 m²
Effektive Deckfläche pro Platte
1,56 m²/placa
Teilen

Funktionsweise

1

Messen Sie die Länge einer Dachseite entlang der geneigten Fläche, von der Traufe bis zum First.

2

Geben Sie die Breite der Dachseite ein, also die Ausdehnung parallel zum First, und die Anzahl der Dachseiten.

3

Wählen Sie den Plattentyp: Bitumen-Wellplatte (200 × 95 cm), Faserzement-Wellplatte (200 × 92 cm) oder Bitumen-Wellplatte lang (250 × 95 cm).

Formel

A_eff = (L_Platte − s_L) / 100 × (B_Platte − s_Q) / 100 | A_gesamt = L_Dach × B_Dach × n_Dach | N_Platten = ⌈A_gesamt × (1 + d / 100) / A_eff⌉
A_eff — Wirksame Fläche je Platte (m²) nach Abzug der Überlappungen
L_Platte — Gesamtlänge der Platte (cm)
B_Platte — Gesamtbreite der Platte (cm)
s_L — Überlappung in Richtung der Neigung, vom First bis zur Traufe (cm)
s_Q — Seitliche Überlappung zwischen benachbarten Platten (cm)
L_Dach — Länge einer Dachseite, entlang der geneigten Fläche gemessen (m)
B_Dach — Breite einer Dachseite, parallel zum First (m)
n_Dach — Anzahl der Dachseiten
A_gesamt — Gesamte geneigte Dachfläche (m²)
d — Verschnittzuschlag (%)
N_Platten — Anzahl der zu bestellenden Platten (aufgerundet)

So wird gerechnet

Unterdeckplatten: Wozu sie dienen und wie viele man braucht

Die Unterdeckplatte liegt auf der Dachkonstruktion, meist auf den Sparren oder auf der Lattung, direkt unter Dachziegeln oder Betondachsteinen. Sie fängt Wasser auf, das durch Fugen oder unter angehobenen Ziegeln eindringt, und schützt so das Holz der Dachkonstruktion und gegebenenfalls die Dämmung vor Feuchtigkeit. Besonders wichtig ist diese zweite Schutzebene bei Windböen, die Ziegel anheben, bei Schneeschmelze, die unter die Eindeckung läuft, und bei Regen, der seitlich in die Fugen gedrückt wird. Mit der Zeit können sich Ziegel verschieben, und dann wird die Unterdeckung wertvoll.

Die Unterdeckplatte ersetzt die Dacheindeckung nicht. Sie ist eine ergänzende Barriere, die den Wasseraustritt bei einzelnen Fehlern begrenzt. Ob ein Produkt für eine bestimmte Dachkonstruktion geeignet und zugelassen ist, ergibt sich aus den Angaben des Herstellers und aus den anerkannten Regeln für Dachdeckungsarbeiten.

Die Berechnung der Plattenmenge hängt von zwei Faktoren ab, die oft übersehen werden: von der Überlappung zwischen den Platten und von der tatsächlichen, geneigten Dachfläche. Wer einen dieser Punkte ignoriert, bestellt in der Regel zu wenig.

Wirksame Fläche je Platte

Jede Platte hat ein Nennmaß, doch die Überlappungen nehmen Fläche weg. Bei einer Platte im Format 200 × 95 cm mit 17 cm Überlappung in Richtung der Neigung und einer seitlichen Überlappung von 10 cm als Voreinstellung ergibt sich die wirksame Fläche so:

(200 − 17) / 100 × (95 − 10) / 100 = 1,83 × 0,85 = 1,56 m² je Platte

Für Faserzement-Wellplatten im Format 200 × 92 cm mit 15 cm Überlappung in Richtung der Neigung und 12 cm seitlich gilt:

(200 − 15) / 100 × (92 − 12) / 100 = 1,85 × 0,80 = 1,48 m² je Platte

PlattentypAbmessung (cm)Wirksame Fläche
Bitumen-Wellplatte200 × 951,56 m² je Platte
Faserzement-Wellplatte200 × 921,48 m² je Platte
Bitumen-Wellplatte lang250 × 951,98 m² je Platte

Der Rechner übernimmt diese Werte für jeden Plattentyp als Voreinstellung. Die Überlappungen sind Herstellerangaben und können je nach Produkt abweichen. Deshalb sollte man die Voreinstellungen vor dem Einkauf mit der Verlegeanleitung des gewählten Produkts vergleichen.

Dachfläche statt Grundfläche

Die Fläche, die man bedecken muss, ist die geneigte Dachfläche. Bei einem Satteldach mit 35 % Neigung liegt der Umrechnungsfaktor zwischen Grundriss und schräger Fläche bei rund 1,06, denn er entspricht dem Kehrwert des Cosinus des Neigungswinkels. Ein Grundriss von 10 m × 6 m ergibt also 60 m² in der Draufsicht und rund 63,6 m² geneigte Dachfläche. Wer nur die Grundfläche verwendet, unterschätzt die Menge systematisch, und der Fehler wächst mit der Neigung.

Für ein Satteldach mit zwei Dachseiten, die jeweils 5 m entlang der Neigung und 7 m parallel zum First messen, gilt:

A_gesamt = 5 × 7 × 2 = 70 m²

Mit 10 % Verschnittzuschlag sind 70 × 1,10 / 1,56 = 49,4 Platten im Format 200 × 95 cm nötig, aufgerundet also 50 Platten.

Die Anzahl der Dachseiten entspricht der Zahl der geneigten Flächen, nicht der Zahl der Giebel. Ein Pultdach hat eine Dachseite, ein Satteldach zwei und ein Walmdach vier. Der Rechner verwendet für alle Dachseiten dieselben Maße. Bei einem Walmdach mit unterschiedlich langen Seiten berechnet man die Fläche jeder Seite, addiert sie und gibt die Gesamtfläche als eine einzige Dachseite ein, deren Breite 1 m beträgt und deren Länge in Metern der Gesamtfläche entspricht. So fällt die Aufrundung nur einmal an.

Verschnittzuschlag und Zuschläge

Der Verschnittzuschlag gleicht Verluste durch Zuschnitte aus. Die Voreinstellung von 10 % ist ein Ausgangswert für regelmäßige Satteldächer ohne große Einbauten. Bei Walmdächern, Dächern mit vielen Gauben oder mehreren Kehlen steigt der Verlust durch diagonale und kleinteilige Schnitte, deshalb ist ein höherer Zuschlag vernünftig. Für jede Dachdurchdringung, etwa einen Schornstein, ein Lüftungsrohr oder ein Dachflächenfenster, plant man zusätzlich einige Platten ein, weil die Platten um diese Öffnungen herum passend zugeschnitten werden müssen.

Der Zuschlag ist ein Planungswert und keine Sicherheitsreserve für Fehler bei der Verlegung. Wer unsicher ist, wählt eher einen etwas höheren Wert als einen zu knappen, da eine Nachbestellung desselben Produkts nicht immer die gleiche Charge liefert.

Plattenzahl und Verpackung

Die Formel rundet immer auf, denn eine halbe Platte lässt sich nicht bestellen. Die errechnete Anzahl ist die Mindestmenge. Viele Platten werden in Gebinden verkauft. In diesem Fall rundet man die Anzahl auf das nächste volle Gebinde auf, damit man auf der Baustelle keinen zweiten Bestellvorgang braucht. Der Rechner berücksichtigt keine Bruchverluste beim Transport, weil diese vom Lieferweg und vom Verlegeteam abhängen.

Wann die Berechnung nicht ausreicht

Der Rechner ermittelt Mengen für Dächer mit regelmäßiger Geometrie. Er ersetzt keine Planung. Für komplexe Dachflächen mit mehreren Kehlen und Graten, für begehbare Terrassen, Gründächer oder Dächer mit sehr geringer Neigung ist er nicht gedacht. Auf Flachdächern muss die Abdichtung nach den Regeln für Dachabdichtungen erfolgen, und eine Unterdeckplatte allein genügt dort in der Regel nicht. Ist die Unterdeckung die einzige Schutzebene gegen Wasser, weil die Dachdeckung nur gestalterische Funktion hat, gehört die Ausführung in die Hand eines Fachbetriebs.

Normen, Zulassungen und örtliche Vorgaben

Dachdeckungsarbeiten sind in der DIN 18338 geregelt, die Teil C der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB) ist. Die Angaben zu Überlappungen und Mindestneigung stehen in der Verlegeanleitung des jeweiligen Herstellers. Ob ein Produkt für den Einsatz in einem bestimmten Dach zugelassen ist, lässt sich anhand der bauaufsichtlichen Zulassungen prüfen. Solche Zulassungen erteilt unter anderem das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt). Vor der Ausführung sollte geklärt werden, ob für das Vorhaben zusätzliche Anforderungen der zuständigen Bauaufsichtsbehörde gelten, etwa bei Dachaufbauten oder in denkmalgeschützten Gebäuden.

Typische Fehler

  • Die Grundfläche statt der geneigten Dachfläche zu verwenden. Das führt zu einer systematisch zu kleinen Bestellung, die mit der Neigung wächst.
  • Mit dem Nennmaß der Platte statt mit der wirksamen Fläche zu rechnen. Dadurch fällt die Anzahl deutlich zu niedrig aus.
  • Die Überlappung in Richtung der Neigung oder seitlich falsch auszuführen oder bei geringer Neigung zu knapp zu wählen. Fehlerhafte Überlappungen sind eine typische Ursache für spätere Undichtigkeiten.
  • Den Verschnittzuschlag bei Walmdächern oder vielen Dachdurchdringungen zu knapp anzusetzen.

Wer diese Punkte beachtet, erhält mit dem Rechner eine belastbare Mengenangabe für die Bestellung. Für die Verlegung selbst bleibt die Verlegeanleitung des Herstellers die maßgebliche Grundlage.

Häufig gestellte Fragen

Was ist eine Unterdeckplatte und wofür wird sie verwendet?

Eine Unterdeckplatte wird auf die Sparren oder die Lattung gelegt, direkt unter die Dachziegel oder Betondachsteine. Sie fängt Wasser auf, das durch Fugen oder unter angehobenen Ziegeln eindringt, und schützt so das Holz der Dachkonstruktion vor Feuchtigkeit. Gerade bei Windböen, Schneeschmelze und seitlich eindringendem Regen wirkt diese zweite Schutzebene. Die Platte ersetzt die Dachdeckung nicht, sondern ergänzt sie. Verbreitet sind bitumenbasierte Wellplatten und Faserzement-Wellplatten.

Wie groß muss die Überlappung zwischen den Unterdeckplatten sein?

Das hängt vom Produkt und von der Dachneigung ab. In Richtung der Neigung muss die Überlappung ausreichen, damit kein Wasser in die Fuge läuft. Die genauen Werte für die seitliche und die Überlappung in Richtung der Neigung nennt die Verlegeanleitung des jeweiligen Herstellers, die man vor dem Einkauf prüfen sollte. Der Rechner nutzt als Voreinstellung 17 cm in Richtung der Neigung für die 200-cm-Bitumenplatte und 10 cm seitlich. Weicht das gewählte Produkt davon ab, passt man die Werte im Rechner an.

Wie viele Bitumen-Wellplatten im Format 200 × 95 cm braucht man für 70 m² Dachfläche?

Bei einer Überlappung von 17 cm in Richtung der Neigung und 10 cm seitlich deckt eine Platte 1,56 m² wirksam ab. Für 70 m² Dachfläche mit 10 % Verschnittzuschlag rechnet man 70 × 1,10 / 1,56 ≈ 49,4, also 50 Platten. Werden die Platten in Gebinden verkauft, rundet man auf das nächste volle Gebinde auf. Die 70 m² entsprechen einem Satteldach mit zwei Dachseiten von je 5 m Länge entlang der Neigung und 7 m Breite.

Kann man Unterdeckplatten bei jeder Dachneigung verwenden?

Nein. Jedes Produkt hat eine Mindestneigung, unterhalb derer das Wasser nicht zuverlässig abläuft und die Dichtheit nicht gewährleistet ist. Diese Grenze steht in den technischen Unterlagen des Herstellers und kann je nach Produkt und Überlappung unterschiedlich ausfallen. Bei sehr flachen Dächern sind Dachabdichtungssysteme vorgesehen, die für diesen Zweck ausgelegt sind. Wer die Neigung nicht sicher bestimmen kann, misst sie vor der Bestellung nach und vergleicht sie mit den Angaben des Herstellers.

Ersetzt die Unterdeckplatte die Dachabdichtung?

Bei geneigten Dächern mit Dachziegeln ist die Unterdeckplatte eine ergänzende Barriere und keine Hauptabdichtung. Für Dächer mit üblicher Neigung ist die Kombination aus Dachdeckung und Unterdeckung in der Regel ausreichend. Auf Flachdächern oder Dächern mit sehr geringer Neigung ist dagegen ein eigenes Abdichtungssystem nach den Regeln für Dachabdichtungen erforderlich, anstelle der Unterdeckplatte oder zusätzlich zu ihr. Ob eine Unterdeckung allein als Schutz genügt, entscheidet die Planung.

Wann sollte man einen Dachdecker oder Zimmerer beauftragen?

Ein Fachbetrieb sollte die Verlegung planen oder begleiten, wenn das Dach komplex ist, etwa mit vier Dachseiten, Kehlen, Schornsteinen oder Dachflächenfenstern. Fachliche Beratung empfiehlt sich auch in exponierten Lagen an der Küste oder in Mittelgebirgen mit hohen Wind- und Schneelasten. Wenn die Unterdeckung die einzige Schutzebene gegen Wasser ist, gehört die Planung ebenfalls in fachliche Hände. Fehlerhafte Überlappungen sind eine typische Fehlerquelle, und sie lassen sich bei der Verlegung leicht übersehen.

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Von RivoCalc · Geprüft nach unseren redaktionellen Richtlinien · Aktualisiert am 3. Juli 2026

Die Ergebnisse sind Richtwerte für die Materialmenge. Tatsächlich benötigte Mengen hängen von Dachform, Zuschnitt, Montage und gewähltem Produkt ab. Die Berechnung ersetzt weder die Verlegeanleitung des Herstellers noch die Planung durch einen Fachbetrieb.