Rechner für Gesamtkosten des Ratenkredits
Berechnet die Gesamtkosten eines Ratenkredits aus Zinsen, einmaligen Gebühren und Versicherung über die Laufzeit. Zeigt monatliche Rate und Gesamtrückzahlung.
Bei einem Ratenkredit mit 6 % Sollzins und fünf Jahren Laufzeit liegen die Zinsen bei rund 16 % der Kreditsumme. Die Gesamtkosten setzen sich aus diesen Zinsen, einmaligen Gebühren und einer eventuellen Versicherung zusammen. Der Zinsanteil wächst mit der Laufzeit: Bei gleichem Sollzins erreicht er nach drei Jahren rund 9,5 % und nach zehn Jahren rund 33 % der Kreditsumme.
Ein Ratenkredit ist ein Verbraucherdarlehen, dessen Summe in gleichbleibenden monatlichen Raten zurückgezahlt wird. Der Sollzins wird im Angebot festgelegt, und ob er für die gesamte Laufzeit festgeschrieben ist, geht aus dem Vertrag hervor. Ist er fest, lassen sich die Kosten gut kalkulieren, aber nicht automatisch günstig, denn Sollzins, Laufzeit, Gebühren und Versicherung wirken gemeinsam auf den Gesamtbetrag, den Sie zurückzahlen. Wer den Kredit etwa für eine größere Anschaffung aufnimmt, sollte die Gesamtkosten daher immer dem Nutzen gegenüberstellen und nicht allein nach der monatlichen Belastung entscheiden.
Dieser Rechner zerlegt die Kosten in ihre Bestandteile: Zinsen, einmalige Gebühren und Versicherung. Zusätzlich zeigt er die monatliche Rate und den Gesamtbetrag der Rückzahlung, damit Sie unterschiedliche Angebote auf gleicher Grundlage vergleichen können. Übernehmen Sie die Werte aus dem verbindlichen Kreditangebot und nicht aus einer Werbeanzeige, denn nur das Angebot nennt die tatsächlichen Konditionen.
Das Ergebnis ist eine Schätzung auf Basis der eingegebenen Werte. Wer mehrere Angebote vergleicht, sollte neben dem Sollzins auch den effektiven Jahreszins betrachten. Er bezieht die Kosten des Kredits mit ein und ist im Europäischen Standardisierten Informationsblatt ausgewiesen, das Kreditgeber nach der Richtlinie 2008/48/EG vor Vertragsabschluss vorlegen müssen. Eine Vergleichsrechnung mit zwei oder drei Laufzeiten zeigt außerdem, welcher Spielraum im Monatsbudget tatsächlich vorhanden ist.
Das Ergebnis wird automatisch aktualisiert.
Gesamtbetrag des aufzunehmenden Ratenkredits
Gesamtlaufzeit des Ratenkredits in Jahren
Fester jährlicher Sollzins laut Kreditangebot
Bearbeitungsgebühr und weitere Abschlusskosten — leer lassen, falls nicht zutreffend
Jahresprämie der mit dem Kredit verbundenen Restschuldversicherung — optional
Gesamtkosten des Kredits
Gesamte Zinsen plus Gebühren und Versicherung über die Laufzeit
- Geschätzte Monatsrate
- 241,79 €
- Gezahlte Zinsen gesamt
- 1.606 €
- Zu zahlender Gesamtbetrag
- 11.606 €
Angewandter Sollzinssatz: 7,50 %
Funktionsweise
Formel
So wird gerechnet
Gesamtkosten des Ratenkredits: Was Sie über die Kreditsumme hinaus zahlen
Wer einen Ratenkredit aufnimmt, zahlt am Ende mehr zurück, als er geliehen bekommen hat. Die Differenz sind die Gesamtkosten des Kredits, also die Summe aus den Zinsen über die gesamte Laufzeit, den einmaligen Gebühren bei Abschluss und der Versicherung, sofern sie mit dem Kredit verbunden ist. Diese Differenz vor der Unterschrift zu kennen, ist wichtig, um einzuschätzen, ob ein Angebot zur eigenen finanziellen Lage passt.
Wie sich die Zinsen eines Ratenkredits berechnen
Ratenkredite werden in der Regel als Annuitätendarlehen zurückgezahlt. Dabei bleibt die monatliche Rate über die gesamte Laufzeit gleich. Zu Beginn besteht ein großer Teil der Rate aus Zinsen. Mit sinkender Restschuld nimmt der Zinsanteil ab und der Tilgungsanteil zu. Die Rate ergibt sich aus der Formel P = C × [r × (1+r)^n] / [(1+r)^n − 1], wobei C die Kreditsumme, r den monatlichen Zinssatz und n die Anzahl der Raten bezeichnet. Die Gesamtzinsen ergeben sich als P × n − C, also als Differenz zwischen allen gezahlten Raten und der ursprünglichen Kreditsumme.
Der monatliche Zinssatz wird aus dem Sollzins abgeleitet. Der Sollzins in Prozent wird durch 1200 geteilt, weil ein Jahr zwölf Monate hat und der Prozentwert umgerechnet werden muss. Bei 6 % ergibt sich so ein monatlicher Zinssatz von 0,5 %. Diese Umrechnung ist exakt und keine Näherung.
Ein Rechenbeispiel zeigt die Wirkung der Laufzeit: Bei einem festen Sollzins von 6 % pro Jahr betragen die Gesamtzinsen über drei Jahre rund 9,5 % der Kreditsumme, über fünf Jahre rund 16 % und über zehn Jahre rund 33 %. Diese Werte gelten nur für den reinen Zins, ohne Gebühren und ohne Versicherung.
Für Randfälle gilt Folgendes: Bei einem Sollzins von 0 % fällt kein Zins an. Die Rate ist dann die Kreditsumme geteilt durch die Anzahl der Raten, und die Gesamtzinsen betragen null. Eine Kreditsumme von null ergibt eine Rate von null und Kosten von null. Eine Laufzeit von null Jahren ist nicht sinnvoll, weil es dann keine Rate gibt, auf die sich die Formel beziehen kann. Negative Kreditsummen oder Sollzinssätze sind keine gültigen Angaben für einen Ratenkredit.
Sollzins und effektiver Jahreszins
Der Sollzins ist der reine Zinssatz des Kredits. Er wird im Angebot häufig als nomineller Jahreszins ausgewiesen. Der effektive Jahreszins ergänzt ihn um weitere Kosten des Kredits und macht Angebote damit vergleichbar. Die Angabe ist nach der Preisangabenverordnung (PAngV) verpflichtend. Für Verbraucherdarlehen gelten außerdem die Vorschriften der §§ 491 ff. des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB).
Ratenkredite werden häufig mit einem für die gesamte Laufzeit festen Sollzins angeboten. Ob dies im konkreten Angebot gilt, steht im Vertrag. Gerade deshalb sollte der Sollzins beim Vergleich im Mittelpunkt stehen: Schon kleine Unterschiede wirken sich über viele Monate deutlich auf den Gesamtbetrag aus, besonders bei langen Laufzeiten und höheren Kreditsummen.
Einmalige Gebühren beim Ratenkredit
Einmalige Gebühren fallen bei Abschluss an und wiederholen sich nicht. Ihr Anteil an den Gesamtkosten sinkt mit steigender Kreditsumme und längerer Laufzeit, bei kleineren Krediten kann er jedoch spürbar sein. Nicht jeder Kreditgeber erhebt solche Entgelte. Deshalb sollte jede Gebühr im Angebot ausdrücklich genannt und im effektiven Jahreszins berücksichtigt sein.
Das Europäische Standardisierte Informationsblatt, das die Richtlinie 2008/48/EG vorschreibt, fasst Zinssatz, Gesamtbetrag, Laufzeit und Kosten übersichtlich zusammen. Wer Gebühren nicht eindeutig zuordnen kann, sollte den Kreditgeber um eine schriftliche Aufstellung bitten. Eine Gebühr, die nicht im effektiven Jahreszins enthalten ist, verteuert den Kredit, ohne im Vergleichswert sichtbar zu werden.
Versicherung beim Ratenkredit
Eine Versicherung, etwa eine Restschuldversicherung, gehört nicht zu jedem Ratenkredit. Manche Kreditgeber bieten sie an oder knüpfen einen günstigeren Sollzins an den Abschluss. Ob ein Abschluss Pflicht ist, muss aus den Vertragsunterlagen eindeutig hervorgehen. Die Versicherungskosten fallen über die gesamte Laufzeit an und steigen daher mit der Laufzeit: Bei einer gleichbleibenden Jahresprämie ergeben sie sich aus Jahresprämie mal Laufzeit in Jahren.
Diese Rechnung setzt eine über alle Jahre gleich bleibende Prämie voraus. Ändert sich die Prämie, etwa durch eine Anpassung an das Alter, weicht das tatsächliche Ergebnis von der Berechnung ab. In diesem Fall sollte der Gesamtbetrag anhand der Vertragsunterlagen nachgerechnet werden.
Wirkung der Laufzeit auf die Gesamtkosten
Eine längere Laufzeit senkt die monatliche Rate, weil sich die Kreditsumme auf mehr Raten verteilt. Gleichzeitig bleibt das Kapital länger offen, sodass mehr Zinsen anfallen. Auch die Versicherungskosten wachsen mit der Laufzeit. Die monatliche Ersparnis wird daher in der Regel durch den höheren Gesamtbetrag überlagert.
Ein kürzerer Zeitraum erhöht die Rate, verringert aber die Zinsen deutlich. Wer die Rate knapp kalkuliert, sollte prüfen, ob eine höhere Rate über einen kürzeren Zeitraum dauerhaft tragbar ist. Für diese Abwägung ist die Rechnung mit verschiedenen Laufzeiten besonders hilfreich, weil sich die Auswirkung direkt zeigt.
Manche Kreditverträge erlauben Sondertilgungen, mit denen sich die Restschuld vorzeitig verringert und die Zinsen sinken. Ob und zu welchen Bedingungen dies möglich ist, steht im Vertrag. Der Rechner berücksichtigt keine Sondertilgungen und geht von der vereinbarten Laufzeit ohne vorzeitige Rückzahlung aus.
Unterschied zwischen Gesamtkosten und effektivem Jahreszins
Die Gesamtkosten sind ein absoluter Betrag, der zeigt, was über die Kreditsumme hinaus gezahlt wird. Der effektive Jahreszins drückt die Kosten dagegen als jährlichen Prozentsatz aus. Er normiert die Kosten, sodass sich Kredite mit unterschiedlicher Summe und Laufzeit vergleichen lassen.
Beide Größen beruhen auf denselben Bestandteilen, nämlich Zinsen, Gebühren und gegebenenfalls Versicherung. Für die Frage, wie viel insgesamt zurückzuzahlen ist, sind die Gesamtkosten die direkteste Größe. Für den Vergleich verschiedener Angebote ist der effektive Jahreszins besser geeignet. Die gesetzliche Berechnung des effektiven Jahreszinses folgt eigenen Regeln und kann von dieser Rechnung abweichen. Deshalb ersetzt der Rechner nicht die Angaben im Kreditvertrag.
Typische Fehler bei der Eingabe
Häufig wird der effektive Jahreszins statt des Sollzinses eingegeben. Dadurch werden Gebühren doppelt berücksichtigt und das Ergebnis verfälscht. Ebenso verbreitet ist die Verwechslung von Monaten und Jahren bei der Laufzeit. Der Rechner erwartet die Laufzeit in Jahren, wobei die Anzahl der Raten intern mit zwölf multipliziert wird.
Ein weiterer Fehler ist die Annahme, eine niedrige monatliche Rate bedeute einen günstigen Kredit. Entscheidend ist der Gesamtbetrag. Schließlich sollte die Versicherung nur dann eingetragen werden, wenn sie tatsächlich mit dem Kredit verbunden ist und die Prämie im Vertrag steht.
Wann die Rechnung nicht ausreicht
Diese Berechnung liefert eine Orientierung, keine verbindliche Auskunft. Vollständig ist sie nur, wenn alle Kosten bekannt sind. Bei komplexen Verträgen mit Sonderkonditionen, variablen Komponenten oder mehreren Versicherungen lohnt sich eine Prüfung durch eine unabhängige Beratungsstelle, etwa eine Verbraucherzentrale. Auch das Widerrufsrecht ist wichtig: Bei Verbraucherdarlehen besteht nach § 495 in Verbindung mit § 355 BGB grundsätzlich ein Widerrufsrecht von 14 Tagen. Die Widerrufsbelehrung im Vertrag sollte deshalb gelesen werden. Wer mehrere Varianten durchrechnet, sieht schnell, wie stark die Gesamtkosten auf Änderungen von Laufzeit und Gebühren reagieren, und kann so gezielt nachfragen.
Häufig gestellte Fragen
Was sind die Gesamtkosten eines Ratenkredits?
Die Gesamtkosten eines Ratenkredits sind alle Zahlungen, die über die Rückzahlung der Kreditsumme hinaus anfallen. Dazu gehören die Zinsen über die gesamte Laufzeit, einmalige Gebühren bei Abschluss und die Versicherungskosten, sofern eine Versicherung mit dem Kredit verbunden ist. Sie ergeben sich als Differenz zwischen dem Gesamtbetrag der Rückzahlung und der ursprünglichen Kreditsumme und zeigen, was der Kredit tatsächlich kostet.
Wie werden die Zinsen eines Ratenkredits berechnet?
Die Zinsen eines Ratenkredits werden mit dem Annuitätenverfahren berechnet, bei dem die monatliche Rate konstant bleibt. Der monatliche Zinssatz entspricht dem Sollzins geteilt durch 1200. Die Rate ergibt sich aus der Formel P = C × [r × (1+r)^n] / [(1+r)^n − 1], wobei C die Kreditsumme, r der monatliche Zinssatz und n die Anzahl der Raten ist. Die Gesamtzinsen ergeben sich als P × n − C, also aus allen gezahlten Raten abzüglich der Kreditsumme.
Ist eine Versicherung beim Ratenkredit Pflicht?
Ob eine Versicherung Pflicht ist, zeigt allein das Angebot. Eine Versicherung gehört nicht zu jedem Ratenkredit. Manche Kreditgeber verlangen jedoch den Abschluss einer Restschuldversicherung oder bieten einen günstigeren Sollzins, wenn sie abgeschlossen wird. Vor der Unterschrift sollte geprüft werden, welche Kosten die Versicherung verursacht und ob sie im Gesamtbetrag berücksichtigt ist.
Verringert eine längere Laufzeit die Gesamtkosten des Ratenkredits?
Nein. Eine längere Laufzeit senkt zwar die monatliche Rate, erhöht aber die Gesamtkosten, weil die Kreditsumme länger offen bleibt und mehr Zinsen anfallen. Auch Versicherungskosten steigen mit der Laufzeit. Bei einem Sollzins von 6 % betragen die Gesamtzinsen laut Rechenbeispiel rund 9,5 % der Kreditsumme nach drei Jahren und rund 33 % nach zehn Jahren. Wer die Gesamtkosten senken will, wählt die kürzestmögliche Laufzeit, die zur eigenen Haushaltsplanung passt.
Was sind einmalige Gebühren beim Ratenkredit?
Einmalige Gebühren sind Entgelte, die der Kreditgeber bei Abschluss des Vertrags verlangt, etwa für die Bearbeitung des Antrags. Sie fallen nur einmal an und wiederholen sich nicht über die Laufzeit. Nicht jeder Kreditgeber erhebt solche Gebühren. Gebühren sollten im Angebot ausdrücklich ausgewiesen und im effektiven Jahreszins berücksichtigt sein. Im Europäischen Standardisierten Informationsblatt lassen sie sich leicht prüfen.
Was ist der Unterschied zwischen Sollzins und effektivem Jahreszins?
Der Sollzins ist der reine Zinssatz des Kredits, der die Zinsen über die Laufzeit bestimmt. Der effektive Jahreszins enthält zusätzlich die Kosten des Kredits, etwa Gebühren, und macht Angebote vergleichbar. Er ist die Kennzahl, die bei der Preisangabe verpflichtend ausgewiesen wird. Für die Berechnung in diesem Rechner ist der Sollzins einzutragen, nicht der effektive Jahreszins, damit Gebühren nicht doppelt berücksichtigt werden.
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Von RivoCalc · Geprüft nach unseren redaktionellen Richtlinien · Aktualisiert am 15. Juli 2026
Diese Berechnung liefert eine Schätzung zu Informationszwecken und ersetzt keine Finanzberatung. Die tatsächlichen Kosten hängen von den Konditionen des jeweiligen Kreditgebers, den vereinbarten Gebühren und den Versicherungsbedingungen ab. Maßgeblich sind der Kreditvertrag, das Europäische Standardisierte Informationsblatt und der effektive Jahreszins. Für Entscheidungen wenden Sie sich an den Kreditgeber oder an eine unabhängige Beratungsstelle.
