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Ratenkredit-Rechner: Monatliche Rate und Zinsen

Berechnet die monatliche Rate eines Ratenkredits nach der Annuitätenmethode. Zeigt Zinsen und Gesamtbetrag der Rückzahlung.

Bei einem Ratenkredit mit fünf Jahren Laufzeit und einem Sollzins von 6 % betragen die Zinsen insgesamt rund 16 % des geliehenen Betrags. Die monatliche Rate bleibt dabei über die gesamte Laufzeit gleich hoch, doch ihr Zinsanteil ist am Anfang am größten. Mit dem Rechner lässt sich vor der Unterschrift prüfen, welche Belastung ein Kreditvorhaben tatsächlich bedeutet.

Ein Ratenkredit, oft auch Privatkredit oder Konsumentenkredit genannt, dient der Finanzierung von Ausgaben wie einer Anschaffung, einer Reparatur oder einer Reise. Im Gegensatz zur Baufinanzierung ist er nicht durch eine Immobilie besichert, es wird also keine Grundschuld im Grundbuch eingetragen. Der Kreditgeber prüft stattdessen in der Regel die Bonität anhand von Einkommen und bestehenden Verpflichtungen. Weil das Risiko ohne Sicherheit für den Kreditgeber höher liegt, schlagen sich die Konditionen meist in einem höheren Zinssatz nieder als bei besicherten Krediten.

In Deutschland wird die Rate eines Ratenkredits üblicherweise nach der Annuitätenmethode berechnet. Dabei bleibt die Rate konstant, während sich das Verhältnis von Zinsen und Tilgung von Monat zu Monat verschiebt: Zu Beginn besteht ein größerer Teil der Rate aus Zinsen, gegen Ende überwiegt die Tilgung des Kapitals. Der Rechner verwendet dafür die Formel P = C × [r × (1+r)^n] / [(1+r)^n − 1], bei der C den Kreditbetrag, r den monatlichen Zinssatz und n die Anzahl der Monatsraten bezeichnet.

Der Sollzins ist der Nominalzins, auf dem die Berechnung beruht, und er enthält nicht alle Kosten. Der effektive Jahreszins umfasst zusätzlich Bearbeitungsentgelte, Kosten für eine Restschuldversicherung und sonstige Nebenkosten. Nach der Preisangabenverordnung (PAngV) ist er in Werbung und Angeboten anzugeben und eignet sich deshalb besser für den Vergleich mehrerer Angebote. Der Rechner zeigt die monatliche Rate, die Summe der gezahlten Zinsen und den Gesamtbetrag der Rückzahlung, mit denen sich die Kosten eines Angebots einschätzen lassen.

Das Ergebnis wird automatisch aktualisiert.

Darlehensbetrag des Ratenkredits

Gesamtlaufzeit des Ratenkredits in Jahren

Fester jährlicher Sollzins laut Kreditangebot

Geschätzte Monatsrate

241,79 €

Berechnet nach der Annuitätenmethode mit konstanter Rate

Sollzinssatz (nominal)
7,50 %
Gezahlte Zinsen gesamt
1.606 €
Zu zahlender Gesamtbetrag
11.606 €
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Funktionsweise

1

Geben Sie den Kreditbetrag ein, also die Summe, die Sie als Ratenkredit aufnehmen möchten.

2

Legen Sie die Laufzeit in Jahren fest. Die möglichen Laufzeiten richten sich nach dem Angebot des Kreditgebers und dem Verwendungszweck.

3

Tragen Sie den Sollzins ein, wie er im Angebot oder im Kreditvertrag steht. Bei Ratenkrediten ist er in der Regel über die gesamte Laufzeit fest vereinbart.

Formel

P = C × [r × (1+r)^n] / [(1+r)^n − 1] | r = Sollzins / 1200 | n = Laufzeit × 12
P — Monatliche Rate (fester Betrag, der in jedem Monat zu zahlen ist)
C — Finanziertes Kapital (Höhe des Ratenkredits)
r — Monatlicher Zinssatz (Sollzins geteilt durch 1200)
n — Gesamtzahl der monatlichen Raten (Laufzeit in Jahren mal 12)
Sollzins — Jährlicher Nominalzins (fester Sollzins, im Kreditvertrag vereinbart)

So wird gerechnet

Ratenkredit: So berechnen Sie die monatliche Rate

Der Ratenkredit ist eine verbreitete Form der Konsumfinanzierung. Er eignet sich für überschaubare Vorhaben, etwa eine Anschaffung, eine kleinere Renovierung oder einen unerwarteten Ausgabeposten, und kommt ohne eine Immobilie als Sicherheit aus. Wer einen solchen Kredit aufnehmen möchte, sollte vor der Unterschrift wissen, welche Rate auf ihn zukommt und wie hoch die Gesamtkosten über die Laufzeit ausfallen. Genau das leistet diese Berechnung.

Die Annuitätenmethode: wie die Rate zustande kommt

Die Rate wird in Deutschland üblicherweise als Annuität berechnet. Das bedeutet, dass der Kreditnehmer über die gesamte Laufzeit denselben Betrag zahlt. Innerhalb dieser gleichbleibenden Rate verändert sich jedoch die Zusammensetzung. In den ersten Monaten fließt ein größerer Anteil in die Zinsen, weil auf den noch hohen Restbetrag mehr Zins anfällt. Mit jeder Zahlung sinkt die Restschuld, der Zinsanteil nimmt ab und der Tilgungsanteil wächst.

Die Berechnung beruht auf folgender Formel:

P = C × [r × (1+r)^n] / [(1+r)^n − 1]

Dabei steht C für den Kreditbetrag, r für den monatlichen Zinssatz und n für die Gesamtzahl der Monatsraten. Der monatliche Zinssatz r ergibt sich aus dem Sollzins geteilt durch 1200, weil der Sollzins als Jahreszins in Prozent angegeben wird. Die Anzahl der Raten n ist die Laufzeit in Jahren multipliziert mit 12. Der Rechner setzt diese Werte ein und gibt die konstante Rate P aus.

Der Tilgungsplan, den der Kreditgeber mit dem Vertrag übermittelt, zeigt für jeden Monat die Aufteilung in Zins- und Tilgungsanteil sowie die verbleibende Restschuld. Er ist die genaueste Quelle, wenn man wissen möchte, wie viel Kapital zu einem bestimmten Zeitpunkt noch offen ist. Kleine Abweichungen zwischen Rechner und Tilgungsplan entstehen häufig durch Rundungen auf den Cent.

Sollzins und effektiver Jahreszins

Der Sollzins ist der reine Zinssatz des Kredits und die Grundlage für die Berechnung der Rate. Er beschreibt jedoch nicht die vollständigen Kosten. Der effektive Jahreszins berücksichtigt zusätzlich alle weiteren Kosten, die mit dem Kreditvertrag verbunden sind, etwa Bearbeitungsentgelte oder den Preis einer Restschuldversicherung, sofern deren Abschluss Voraussetzung für die Kreditvergabe ist. Nach der Preisangabenverordnung (PAngV) ist der effektive Jahreszins in Angeboten auszuweisen, damit Verbraucher verschiedene Angebote vergleichen können.

Für einen fairen Vergleich sollten daher immer beide Werte betrachtet werden. Zwei Angebote mit gleichem Sollzins können einen deutlich unterschiedlichen effektiven Jahreszins haben, wenn die Nebenkosten voneinander abweichen. Umgekehrt kann ein Angebot mit niedrigerem Sollzins teurer sein, wenn es hohe Gebühren verlangt. Diese Berechnung zeigt die Zinsen auf Basis des Sollzinses. Gebühren muss man aus dem Angebot selbst ableiten und bei Bedarf in die Gesamtbetrachtung einbeziehen.

Der Einfluss der Laufzeit auf die Gesamtkosten

Die Laufzeit bestimmt, wie stark sich die Rate verringert und wie hoch die Zinsen insgesamt ausfallen. Eine längere Laufzeit senkt die monatliche Belastung, verlängert aber den Zeitraum, in dem Zinsen anfallen. Das folgende Rechenbeispiel ergibt sich aus der Formel und zeigt den Zinsanteil in Prozent des Kreditbetrags bei einem Sollzins von 6 %.

Bei drei Jahren Laufzeit betragen die Zinsen rund 9,5 % des Kreditbetrags, bei fünf Jahren rund 16,0 % und bei sieben Jahren rund 22,7 %. Die Monatsrate sinkt zwar mit jeder zusätzlichen Laufzeit, doch der Gesamtbetrag steigt deutlich. Wer die Rate möglichst niedrig halten möchte, sollte deshalb zugleich prüfen, wie viel er insgesamt an Zinsen zahlt.

Ob eine Laufzeit tragbar ist, hängt zudem vom eigenen Haushalt ab. Die Rate sollte im Verhältnis zum verfügbaren Einkommen stehen und auch dann zu tragen sein, wenn unerwartete Ausgaben auftreten. Kreditgeber sind nach § 505a BGB verpflichtet, die Kreditwürdigkeit zu prüfen. Verbraucher können es vorab mit einer eigenen Kalkulation nachvollziehen.

Vorzeitige Rückzahlung und Widerrufsrecht

Bei Verbraucherkrediten besteht das Recht, den Kredit vorzeitig ganz oder teilweise zurückzuzahlen. Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) sieht dafür einen Anspruch auf Ermäßigung der Kosten für die restliche Laufzeit vor (§ 500 BGB). Eine Entschädigung für die vorzeitige Rückzahlung darf nur in gesetzlich begrenzter Höhe verlangt werden. Nach einer Sondertilgung lässt sich die neue Rate ermitteln, indem man den verbleibenden Kreditbetrag und die restliche Laufzeit in den Rechner einträgt.

Wichtig ist außerdem das Widerrufsrecht. Verbraucher können einen Verbraucherkredit nach § 495 Absatz 1 in Verbindung mit § 355 BGB innerhalb der gesetzlichen Frist ohne Angabe von Gründen widerrufen. Die Frist beginnt erst, wenn der Verbraucher ordnungsgemäß über sein Widerrufsrecht belehrt wurde. Die Berechnung ersetzt diese Prüfung nicht. Sie zeigt nur die Zahlen, auf deren Grundlage eine Entscheidung getroffen werden kann.

Typische Fehler beim Vergleich von Angeboten

Ein häufiger Fehler besteht darin, Angebote nur nach der monatlichen Rate zu beurteilen. Eine niedrige Rate kann aus einer langen Laufzeit entstehen, die die Gesamtkosten deutlich erhöht. Ein zweiter Fehler ist, Nebenkosten zu übersehen. Bearbeitungsentgelte oder verpflichtende Zusatzleistungen wie eine Kontoführung wirken sich auf den effektiven Jahreszins aus, nicht aber auf den Sollzins. Ein dritter Fehler betrifft die Vertragsbedingungen: Wer die Regeln zur Sondertilgung und zur Entschädigung bei vorzeitiger Rückzahlung nicht liest, kann später höhere Kosten tragen als erwartet.

Ebenso sollte man prüfen, ob der volle Betrag tatsächlich benötigt wird. Ein geringerer Betrag oder eine kürzere Laufzeit verringert die Gesamtzinsen, auch wenn die monatliche Rate dadurch steigt. Entscheidend ist, welche Rate im eigenen Haushalt dauerhaft tragbar ist.

Wann der Rechner nicht ausreicht

Der Rechner gilt für Ratenkredite mit gleichbleibender Rate und festem Sollzins. Für Dispositionskredite auf dem Girokonto, bei denen Zinsen nur auf den jeweils genutzten Betrag anfallen und die Rückzahlung flexibel ist, passt diese Berechnung nicht. Gleiches gilt für Kreditkarten mit Teilzahlung und für Finanzierungen mit variablem Zins, bei denen sich die Rate während der Laufzeit ändert. Dort ist eine Rechnung mit einem einzigen Zinswert nur eine Momentaufnahme.

Auch bei Angeboten ohne Zinsen, also mit einem Sollzins von null, ist die Formel nicht geeignet. Die Rate ergibt sich dann einfach aus dem Kreditbetrag geteilt durch die Anzahl der Monate. Bei Leasingverträgen oder Ratenzahlungen im Handel gelten eigene Berechnungsgrundlagen, die sich im Vertrag finden.

Wann eine Beratung sinnvoll ist

Diese Berechnung liefert eine belastbare Schätzung, ersetzt aber keine persönliche Finanzberatung. Bei komplexen Verhältnissen, etwa bei mehreren laufenden Krediten, unregelmäßigem Einkommen oder der Frage, ob eine Umschuldung sinnvoll ist, lohnt sich eine unabhängige Beratung. Darlehensvermittler benötigen nach § 34i der Gewerbeordnung (GewO) eine Erlaubnis und sind im Vermittlerregister nach § 11a GewO eingetragen. Sie können mehrere Angebote gegenüberstellen und die Konditionen einordnen.

Die BaFin, die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, veröffentlicht allgemeine Informationen zu Verbraucherkrediten und ist die zuständige Aufsichtsbehörde für Kreditinstitute in Deutschland. Für verbindliche Angaben gilt am Ende der Darlehensvertrag, den der Kreditgeber vorlegt.

Häufig gestellte Fragen

Wie berechnet sich die monatliche Rate eines Ratenkredits?

Die monatliche Rate wird nach der Annuitätenmethode berechnet: P = C × [r × (1+r)^n] / [(1+r)^n − 1]. Dabei ist C der Kreditbetrag, r der monatliche Zinssatz (Sollzins geteilt durch 1200) und n die Anzahl der Monatsraten (Laufzeit in Jahren mal 12). Das Ergebnis ist eine konstante Rate, die während der gesamten Laufzeit gleich bleibt. Innerhalb jeder Rate verschiebt sich das Verhältnis von Zinsen und Tilgung, wobei der Zinsanteil zu Beginn am größten ist. Der Rechner führt diese Berechnung automatisch durch.

Was ist der Unterschied zwischen einem Ratenkredit und einer Baufinanzierung?

Ein Ratenkredit ist ein Verbraucherkredit ohne Sicherheit an einer Immobilie. Er wird meist für kleinere Vorhaben genutzt und hat in der Regel kürzere Laufzeiten. Eine Baufinanzierung ist dagegen durch eine Immobilie besichert, wobei eine Grundschuld im Grundbuch eingetragen wird. Die Zinsbindung kann bei Baufinanzierungen über viele Jahre reichen. Weil der Kreditgeber ohne Sicherheit ein höheres Risiko trägt, liegen die Zinsen beim Ratenkredit in der Regel über denen einer Baufinanzierung.

Was bedeutet der Sollzins und wie unterscheidet er sich vom effektiven Jahreszins?

Der Sollzins ist der jährliche Nominalzins, der für den Kredit vereinbart wird, und die Grundlage für die Berechnung der Rate. Der effektive Jahreszins umfasst zusätzlich Kosten wie Bearbeitungsentgelte oder verpflichtende Versicherungen und ist nach der Preisangabenverordnung in Angeboten auszuweisen. Für den Vergleich verschiedener Kreditangebote ist der effektive Jahreszins deshalb die aussagekräftigere Größe. Der Rechner verwendet den Sollzins, daher sollte man das Angebot zusätzlich auf Nebenkosten prüfen.

Kann ich einen Ratenkredit vorzeitig zurückzahlen?

Ja. Verbraucher haben nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch das Recht, einen Ratenkredit ganz oder teilweise vorzeitig zurückzuzahlen (§ 500 BGB). Dabei besteht ein Anspruch auf Ermäßigung der Kosten für die restliche Laufzeit. Eine Entschädigung für die vorzeitige Rückzahlung ist gesetzlich begrenzt. Nach einer Sondertilgung lässt sich die neue Rate ermitteln, indem der verbleibende Kreditbetrag und die restliche Laufzeit in den Rechner eingetragen werden. Die genauen Bedingungen stehen im Darlehensvertrag.

Wann sollte ich einen Darlehensvermittler oder eine Beratung in Anspruch nehmen?

Eine Beratung ist sinnvoll, wenn mehrere Angebote schwer zu vergleichen sind, wenn bereits mehrere Kredite laufen oder wenn eine Umschuldung geprüft wird. Darlehensvermittler benötigen nach § 34i GewO eine Erlaubnis und sind im Vermittlerregister nach § 11a GewO eingetragen. Sie können Angebote verschiedener Kreditgeber gegenüberstellen und die Konditionen einordnen. Auch die BaFin stellt allgemeine Informationen zu Verbraucherkrediten bereit. Die Beratung ergänzt die Berechnung, ersetzt sie aber nicht.

Ist das Ergebnis des Rechners ein verbindliches Angebot?

Nein. Die Berechnung ist eine Schätzung auf Basis der eingegebenen Werte und ersetzt keine Prüfung des Angebots. Verbindlich sind die Angaben im europäischen Standardisierungsformular für Verbraucherkredite (ESIS, vorvertragliche Information nach § 491a BGB) und im Darlehensvertrag, den der Kreditgeber nach der Kreditwürdigkeitsprüfung (§ 505a BGB) anbietet. Die tatsächliche Rate kann abweichen, etwa wegen Gebühren, Rundungen oder einer abweichenden Zinsberechnung. Vor der Unterschrift sollte man den Vertrag vollständig prüfen.

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Von RivoCalc · Geprüft nach unseren redaktionellen Richtlinien · Aktualisiert am 13. Juli 2026

Diese Berechnung dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Finanzberatung. Die tatsächlichen Konditionen hängen vom Angebot des Kreditgebers und von Ihrer persönlichen Situation ab. Maßgeblich sind die vorvertraglichen Informationen und der Darlehensvertrag. Für verbindliche Auskünfte wenden Sie sich bitte an den Kreditgeber oder an eine unabhängige Beratung.