Ratentilgungsrechner: Tilgungsplan mit fallenden Raten
Berechnet fallende Raten nach der Ratentilgung. Der Tilgungsplan zeigt für jeden Monat Zinsen, Tilgung und Restschuld.
Bei einem Darlehen mit 240 Monatsraten, also 20 Jahren Laufzeit, tilgt jede Rate genau ein Zweihundertvierzigstel der Kreditsumme, das sind rund 0,42 % des Anfangsbetrags. Die Gesamtrate sinkt trotzdem von Monat zu Monat, weil nur die Zinsen mit der Restschuld abnehmen, während der Tilgungsanteil gleich bleibt.
Bei einem Sollzins von 3 % pro Jahr liegt die erste Rate in diesem Beispiel rund 60 % über der letzten. Die Zinsen des ersten Monats betragen 0,25 % der Kreditsumme, die des letzten Monats nur einen winzigen Bruchteil davon. Über die gesamte Laufzeit summieren sich die Zinsen auf rund 30 % der Kreditsumme, ein Wert, der mit der Laufzeit weiter steigt.
Neben der Ratentilgung steht das Annuitätendarlehen, bei dem die Monatsrate über die gesamte Laufzeit gleich bleibt. Die Ratentilgung passt vor allem dann, wenn eine höhere Anfangsbelastung zuverlässig eingeplant werden kann und der Schuldenabbau in den ersten Jahren Vorrang hat.
Wer die Verläufe vergleicht, erkennt sofort, welche Belastung in den ersten Monaten entsteht und wie schnell die Restschuld sinkt. Eine kürzere Laufzeit erhöht die erste Rate, senkt aber die Gesamtzinsen. Eine längere Laufzeit macht die Raten niedriger, verlängert aber den Zeitraum, in dem Zinsen anfallen. Gegen Ende der Laufzeit besteht die Rate fast nur noch aus der festen Tilgung.
Der Rechner ersetzt kein Angebot. Er geht von einem gleichbleibenden Sollzins aus und berücksichtigt weder Bearbeitungsentgelte noch Versicherungen oder andere Nebenkosten, die den effektiven Jahreszins beeinflussen. Die Ergebnisse dienen dem Vergleich und der Planung, nicht allein der Entscheidung.
Das Ergebnis wird automatisch aktualisiert.
Gesamte zu finanzierende Kreditsumme
Laufzeit des Kreditvertrags (1–50 Jahre)
Jährlicher Nominalzinssatz des Vertrags (0 % bis 30 %)
Erste Rate
Höchste Rate des Vertrags, fällig im ersten Monat
- Feste monatliche Tilgung
- 416,67 €
- Letzte Rate
- 418,19 €
- Gesamte gezahlte Zinsen
- 99.275 €
- Gesamtbetrag über die Vertragslaufzeit
- 249.275 €
Monatlicher Tilgungsplan
| Monat | Rate | Zinsen | Tilgung | Restschuld |
|---|---|---|---|---|
| 1 | 966,67 € | 550,00 € | 416,67 € | 149.583,33 € |
| 2 | 965,14 € | 548,47 € | 416,67 € | 149.166,67 € |
| 3 | 963,61 € | 546,94 € | 416,67 € | 148.750,00 € |
| 4 | 962,08 € | 545,42 € | 416,67 € | 148.333,33 € |
| 5 | 960,56 € | 543,89 € | 416,67 € | 147.916,67 € |
| 6 | 959,03 € | 542,36 € | 416,67 € | 147.500,00 € |
| 7 | 957,50 € | 540,83 € | 416,67 € | 147.083,33 € |
| 8 | 955,97 € | 539,31 € | 416,67 € | 146.666,67 € |
| 9 | 954,44 € | 537,78 € | 416,67 € | 146.250,00 € |
| 10 | 952,92 € | 536,25 € | 416,67 € | 145.833,33 € |
| 11 | 951,39 € | 534,72 € | 416,67 € | 145.416,67 € |
| 12 | 949,86 € | 533,19 € | 416,67 € | 145.000,00 € |
Funktionsweise
Formel
So wird gerechnet
Ratentilgung: So entstehen fallende Raten
Die Ratentilgung ist eine Form der Darlehensrückzahlung, bei der der Tilgungsanteil jeder Rate über die gesamte Laufzeit gleich hoch bleibt. Weil die Zinsen aus der jeweils offenen Restschuld berechnet werden und diese mit jeder Zahlung sinkt, verringert sich auch der Zinsanteil Monat für Monat. Die Gesamtrate wird daher fortlaufend niedriger: Die erste Rate des Vertrags ist die höchste, die letzte die niedrigste. Der Rechner zeigt diesen Verlauf für jeden Monat und fasst die wichtigsten Ergebnisse zusammen, nämlich die erste und die letzte Rate, die feste monatliche Tilgung, die Summe der Zinsen und die Gesamtzahlung über die Laufzeit.
Berechnung jeder Rate
Der Rechenweg beginnt mit der Tilgung. Die Kreditsumme wird durch die Anzahl der Monatsraten geteilt. Das Ergebnis ist der feste Tilgungsanteil, der in jeder Rate enthalten ist und sich über die Laufzeit nicht verändert. Bei einem Darlehen über 240 Monate wird also jeden Monat ein Zweihundertvierzigstel der Kreditsumme getilgt. Die Formel setzt voraus, dass die Laufzeit mindestens eine Monatsrate umfasst (n ≥ 1), denn bei null Monatsraten ist die Division nicht definiert. Die Kreditsumme muss außerdem größer als null sein: Ein Betrag von null ergibt keinen Tilgungsplan, und ein negativer Betrag hat für ein Darlehen keine Bedeutung.
Die Zinsen ergeben sich aus der Restschuld vor der jeweiligen Rate. Dazu wird der Sollzins durch 1200 geteilt. Diese Division verbindet die Umrechnung des Jahreszinses auf den Monat (durch 12) mit der Angabe in Prozent (durch 100). Der so ermittelte Monatszinssatz wird mit der Restschuld multipliziert. Die Gesamtrate entsteht aus der Addition von Tilgung und Zinsen, und die neue Restschuld ergibt sich, wenn die Tilgung von der bisherigen Restschuld abgezogen wird.
Aus dieser Abfolge folgt, dass der Zinsanteil im ersten Monat am größten ist und mit jeder Rate ein Stück kleiner wird, während der Tilgungsanteil konstant bleibt. Im letzten Monat fällt nur noch ein sehr kleiner Zinsanteil an, sodass die Rate fast vollständig aus der festen Tilgung besteht.
Ratentilgung und Annuitätendarlehen im Vergleich
Der wichtigste Gegenentwurf ist das Annuitätendarlehen. Dabei bleibt die Gesamtrate über die gesamte Laufzeit gleich, während sich ihre Zusammensetzung verändert. Zu Beginn überwiegen die Zinsen, und der Tilgungsanteil steigt mit der Zeit. Bei der Ratentilgung verläuft dieser Prozess umgekehrt: Die Tilgung ist von Anfang an gleich hoch, und die Zinsen nehmen ab.
Bei gleicher Kreditsumme, gleicher Laufzeit und gleichem Sollzins fällt die Summe der gezahlten Zinsen bei der Ratentilgung niedriger aus. Der Grund ist, dass die Restschuld in den ersten Jahren schneller sinkt, wodurch weniger Zinsen anfallen. Der Preis dafür ist eine höhere erste Rate, die eine größere finanzielle Reserve zu Beginn des Vertrags verlangt. Ob sich diese Abwägung lohnt, hängt davon ab, ob das Haushaltsbudget die Anfangsbelastung trägt, ohne andere Verpflichtungen oder Rücklagen zu gefährden.
Die Unterschiede zeigen sich vor allem im Verlauf. Ein Vergleich beider Verfahren macht sichtbar, wie stark die Rate im ersten Jahr sinkt und welche Restschuld nach fünf oder zehn Jahren verbleibt. Diese Zwischenwerte sind für die Planung oft wichtiger als die Gesamtsumme der Zinsen.
Praxisbezug in Deutschland
Welche Tilgungsform gilt, legt der Darlehensvertrag fest. Ob der Kreditgeber eine Ratentilgung anbietet, ergibt sich aus dem jeweiligen Angebot und ist im Vertrag festzuhalten. Die Ratentilgung eignet sich vor allem für Finanzierungen, in denen eine höhere Anfangsbelastung sicher eingeplant werden kann.
Für die Pflichtangaben bei Verbraucherdarlehen gelten die Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuchs (§§ 491 ff. BGB). Der effektive Jahreszins, der die Gesamtkosten des Kredits ausweist, wird nach der Preisangabenverordnung (PAngV) berechnet. Vor Vertragsabschluss muss der Kreditgeber in der Regel ein Europäisches Standardisiertes Informationsblatt (ESIS) übergeben. Die Aufsicht über die Kreditinstitute üben die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und die Deutsche Bundesbank gemeinsam aus.
Der Rechner ist deshalb vor allem ein Werkzeug für Vergleich und Planung. Er zeigt, wie sich dasselbe Darlehen mit einer anderen Tilgungsform verhält, und macht sichtbar, welche Belastung in den ersten Monaten entsteht.
Einflussfaktoren auf den Verlauf der Raten
Die Laufzeit hat den größten Einfluss auf den Abstand zwischen erster und letzter Rate. Je länger die Laufzeit, desto kleiner ist die feste Tilgung pro Monat, und desto länger fallen Zinsen auf die Restschuld an. Die Differenz zwischen erster und letzter Rate hängt deshalb stark von der Laufzeit ab.
Der Sollzins bestimmt die Höhe der Zinsanteile. Ein höherer Zinssatz erhöht vor allem die ersten Raten, der Verlauf bleibt aber fallend, weil die Tilgung konstant bleibt. Die Kreditsumme wirkt proportional auf alle Raten: Eine doppelt so hohe Summe verdoppelt jede Rate, ohne die Form des Verlaufs zu verändern.
Typische Fehler bei der Anwendung
Der häufigste Fehler ist die Verwechslung von Sollzins und effektivem Jahreszins. Der Sollzins ist der reine Zinssatz, mit dem die Zinsen berechnet werden. Der effektive Jahreszins enthält zusätzlich die übrigen Kosten des Kredits und liegt deshalb in der Regel höher. Wer den effektiven Jahreszins in das Feld für den Sollzins einträgt, erhält ein zu hohes Ergebnis für die Zinsen.
Ein zweiter Fehler betrifft die Laufzeit. Der Rechner erwartet die Angabe in Jahren, die intern mit zwölf Monatsraten pro Jahr umgerechnet werden. Eine Laufzeit in Monaten muss daher zuerst durch zwölf geteilt werden, sonst entsteht ein falscher Tilgungsplan.
Ein dritter Fehler entsteht, wenn Sondertilgungen oder Zinsänderungen ignoriert werden. Sondertilgungen verringern die Restschuld und damit die künftigen Zinsen, sofern der Vertrag sie zulässt. Bei variablen Zinsen, die sich an einem Referenzzins wie dem Euribor orientieren, ändert sich die Rate bei jeder Anpassung, und der Tilgungsplan muss neu berechnet werden.
Wann der Rechner geeignet ist und wann nicht
Der Rechner eignet sich für den Vergleich von Tilgungsformen, für die Planung der Anfangsbelastung und für die Kontrolle eines Tilgungsplans, den der Kreditgeber ausgestellt hat. Als alleinige Grundlage für eine Entscheidung ist er dagegen nicht geeignet, wenn der Vertrag Gebühren, Versicherungen oder eine Zinsbindung mit späterer Anpassung enthält. In diesen Fällen gibt das ESIS die vollständigen Kosten an. Auch die gesamte Belastung im Verhältnis zum Einkommen sollte geprüft werden, bevor ein Darlehen abgeschlossen wird.
Grenzen der Berechnung
Die Ergebnisse setzen einen Sollzins voraus, der über die gesamte Laufzeit gleich bleibt. Bei Verträgen mit einer Zinsbindung wird der Zinssatz nach Ablauf der Bindungsfrist neu festgelegt. Die Restschuld muss dann mit dem neuen Satz weitergerechnet werden, und der Tilgungsplan ist neu aufzustellen.
Bei einem Sollzins von null Prozent entfallen alle Zinsen. Die Restschuld sinkt dann in jedem Monat um die feste Tilgung, die Summe der Zinsen beträgt null, und jede Rate entspricht der festen Tilgung.
Die Berechnung unterstellt außerdem einheitliche Monatszinssätze und rechnet ohne Rundung. Im Vertrag können Raten auf volle Cent gerundet und Zinsen taggenau berechnet werden. Dadurch kann die letzte Rate geringfügig von der Modellrechnung abweichen.
Nicht enthalten sind Bearbeitungsentgelte, Versicherungen, Grundbuch- oder Notarkosten und andere Nebenkosten. Sie erhöhen die Gesamtkosten des Kredits, gehen aber nicht in den Tilgungsplan ein. Bei vorzeitiger Rückzahlung kann zudem eine Vorfälligkeitsentschädigung anfallen, sofern der Vertrag sie vorsieht. Auch sie ist im Tilgungsplan nicht berücksichtigt.
Der Rechner ersetzt weder eine unabhängige Beratung noch die Prüfung des Vertrags. Seine Ergebnisse sind Schätzungen, die vom tatsächlichen Vertrag abweichen können.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die Ratentilgung?
Bei der Ratentilgung bleibt der Tilgungsanteil jeder Rate über die gesamte Laufzeit gleich hoch. Da die Zinsen auf die jeweils noch offene Restschuld berechnet werden und diese mit jeder Zahlung sinkt, verringern sich auch die Zinsanteile. Die Gesamtrate nimmt deshalb Monat für Monat ab: Die erste Rate ist die höchste, die letzte die niedrigste des Vertrags.
Worin unterscheidet sich die Ratentilgung vom Annuitätendarlehen?
Beim Annuitätendarlehen bleibt die Gesamtrate gleich, während sich die Zusammensetzung aus Zinsen und Tilgung verändert. Zu Beginn überwiegen die Zinsen, später steigt der Tilgungsanteil. Bei der Ratentilgung ist der Tilgungsanteil von Anfang an konstant und die Zinsen sinken. Bei gleicher Kreditsumme, Laufzeit und gleichem Sollzins fällt die Summe der Zinsen bei der Ratentilgung niedriger aus, dafür ist die erste Rate höher. Welches Verfahren passt, hängt von der monatlichen Belastbarkeit ab.
Wie wird die Rate jedes Monats berechnet?
Die feste Tilgung ergibt sich, wenn die Kreditsumme durch die Anzahl der Monatsraten geteilt wird. Die Zinsen eines Monats berechnet man, indem die Restschuld mit dem Monatszinssatz multipliziert wird. Dieser entsteht, wenn der Sollzins durch 1200 geteilt wird. Die Gesamtrate ist die Summe aus fester Tilgung und Zinsen. Die neue Restschuld ergibt sich, wenn die Tilgung von der bisherigen Restschuld abgezogen wird.
Wird die Ratentilgung bei Baufinanzierungen in Deutschland genutzt?
Die Tilgungsform wird im Darlehensvertrag festgelegt und richtet sich nach dem Angebot des Kreditgebers. Ob eine Ratentilgung angeboten wird, lässt sich nur am konkreten Angebot prüfen. Der Rechner zeigt den Verlauf einer Ratentilgung, der sich dem Angebot eines Annuitätendarlehens gegenüberstellen lässt, unabhängig davon, welche Form am Ende vereinbart wird.
Zahlt man bei der Ratentilgung insgesamt weniger Zinsen?
Ja, bei gleicher Kreditsumme, gleicher Laufzeit und gleichem Sollzins fallen die Gesamtzinsen niedriger aus. Die Restschuld sinkt in den ersten Jahren schneller, weil die Tilgung von Anfang an höher ist als bei einem Annuitätendarlehen. Der Vorteil ist allerdings mit einer höheren ersten Rate verbunden. Diese muss vor Vertragsabschluss finanziell tragbar sein, sonst lässt sich der Vorteil nicht nutzen.
Wann sollte ich einen Finanzexperten hinzuziehen?
Immer dann, wenn ein Darlehen neu abgeschlossen oder umgeschuldet werden soll. Unterschiede zwischen den Tilgungsformen wirken sich auf die monatliche Belastung und auf die Gesamtkosten aus. Eine unabhängige Beratung kann Angebote vergleichen und die Form wählen, die zur persönlichen Finanzlage passt. Verbraucherzentralen bieten Beratung zu Krediten an und sind geeignete Anlaufstellen.
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Von RivoCalc · Geprüft nach unseren redaktionellen Richtlinien · Aktualisiert am 26. Juli 2026
Diese Berechnung liefert eine Schätzung für Informationszwecke und ersetzt keine Finanzberatung. Die tatsächlichen Werte hängen von den Vertragsbedingungen und vom jeweiligen Kreditgeber ab. Für Entscheidungen empfiehlt sich die Rücksprache mit einer unabhängigen Fachperson oder dem Kreditgeber.
